Donnerstag, 21. Juni 2012
Für die Stadtrevue habe ich eine schnelle Notiz über den heute anlaufenden Chernobyl Diaries verfasst. Ich fand den Film atmosphärisch recht gelungen und - ähnlich wie Lukas - auch angenehm emanzipiert vom Ichperspektive-Diktat des jüngeren Horrorkinos. Dass der Film sich vor allem auf seine Kulisse verlässt (hier ein paar Fotos von vor Ort, die ohne weiteres als Vorbild gegolten haben mögen) und davor eine recht übliche Geschichte abspielt ist angesichts des soliden Gruselns eigentlich fast geschenkt. Womöglich könnte man den Film auch als eine versteckte Adaption von Schatten über Innsmouth von Lovecraft lesen, aber das war nur ein kurzer Eindruck und hält einer detailliertend Überprüfung womöglich nicht stand.

Außerdem läuft Madonnas W.E. an, über den eigentlich fast jedes Wort zuviel ist. Ein paar wenige habe ich dann aber doch für die taz verfasst.





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Thema: Hinweise
Endlich bin ich dazu gekommen, einen Blick ins neue Cargo-Heft zu werfen. Gelesen habe ich bislang Matthias Dells sehr schönen Essay über den Tatort als Forum zum gesellschaftlichen Selbstgespräch, der mir einerseits erklärt, warum ich dem Sonntagabendphänomen Tatort vollkommen außer vor bleibe, ohne dass ich damit dem Tatort gegenüber negativ eingestellt wäre, andererseits mir aber auch erklärt, warum es lohnenswert sein könnte, die Archive des Tatort als eine in einzelnen Lieferungen sich vollziehende Chronik der Bundesrepublik nach 1968 zu lesen (ist der Tatort womöglich auch das, was Ozu für Japan ist?). Und warum das Petzold-Interview im Heft sehr lesenswert ist, geht schon aus Andreas' Zitat der Woche bei den Eskalierenden Träumen hervor.

Der Erwerb wird wie stets dringend empfohlen.



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