Brokeback Mountain ist weniger ein Film über Queer Awareness, wohltuend ist er auch kein Plädoyer, kein politisches Projekt. Die Selbstverständlichkeit und Unaufgeregtheit, mit der er sich entfaltet, tut gut nach all der gutgemeinten, aber immer doch so grundfalschen Empörungssauce.
Wie eigentlich immer bei Ang Lee steht der emotionale Karst im Mittelpunkt. Brokeback Mountain trägt in seinem Kern das Melodram eines Mannes, der zu emotionalen Bindungen nicht fähig ist und sich darüber sein Leben zerstört. Erst die letzten Minuten - die vielleicht wichtigsten des Films - offenbaren ihm dies. Sein letzter Satz, auch der des Films, gesprochen in die Leere seiner Biografie, wirkt wie Resignation und Versprechen zugleich.
Nicht alles an Brokeback Mountain ist rund geraten; immer ist das auch ein Film des Oscar Genre, in dem der letztjährige Million Dollar Baby doch soviel gelungener war.
Nicht zuletzt aber ist er, wie alle Western, ein Film über Landschaft und in dieser Hinsicht gewiss einer der schönsten der letzten Jahre.
imdb ~ filmz.de ~ angelaufen.de
oder ernsthafter: was dem film abgeht und m.e. fehlt ist etwas mmh, wie sagen, selbstdistanz?, nicht unbedingt ironie, das ist vielleicht schon zu klar, aber etwas in die richtung...
... link
... link
... comment





