Thema: Blaetterrauschen
15. März 10 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Der Perlentaucher wird 10 - Thierry Chervel erinnert sich!
Von meiner Seite: Alles Gute zum Jubeltag!
Nachtrag: Der Perlentaucher im Feuilletonpressegespräch des Deutschlandradio.
Von meiner Seite: Alles Gute zum Jubeltag!
Nachtrag: Der Perlentaucher im Feuilletonpressegespräch des Deutschlandradio.
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Thema: Blaetterrauschen
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18. Februar 09 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Seltsame Plötzlichkeit: Auf der Berlinale lud Vanity Fair noch Akkreditierte in die eigene Lounge im Sony Center ein, drei Tage später wird die sofortige Einstellung des Magazins verkündet. Was zwar nicht der Horror ist, den kress.de hier in der Überschrift aufziehen sieht, ein wenig schade aber schon. Gerade beim gelegentlichen Blättern in letzter Zeit schien mir die Qualität zumindest des Kulturteils gestiegen zu sein, hie und da las ich mich sofort fest. Nichts faszinierendes, aber in voller Erfüllung des Anspruchs: "intelligent unterhalten." Ob das an Praschl gelegen hat, der dort seit einigen Monaten Kulturchef war?
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Thema: Blaetterrauschen
Der Wirbel ist enorm: Ein über 30 Jahre altes Plattencover einer ziemlich uninteressanten Hannoveraner Rockgruppe - das diese im übrigen schon längst durch eine andere Gestaltung ersetzt hat - soll nun, fordern viele und darüber berichten noch mehr, indiziert werden. Verdacht: Kinderpornografie.
Wenn man dem Wirbel nicht gleich völlig auf den Leim geht, darf man sich indessen ein wenig am Kopf kratzen. Wir erinnern uns: Ziel und Zweck einer Indizierung ist es, Kindern und Jugendlichen den Zugang zu heiklem Material zu erschweren, wenn nicht zu verunmöglichen. Damit einher gehen u.a. Vertriebs- und Werberestriktionen. Der Umgang mit indizierten Medien (und in mancher Hinsicht der Diskurs darüber) ist bewusst zugespitzt Erwachsenen vorbehalten, weshalb jede Form von Öffentlichkeit, die auch Minderjährigen Zugang dazu verschaffen könnte, Sanktionen ausgesetzt ist.
Wer also eine Indizierung des entsprechenden Plattencovers fordert, fordert lediglich - und auch einigermaßen sinnbefreit, hält man sich die Zuständigkeit der indzierenden Bundesprüfstelle vor Augen -, dass der Umgang mit diesem Cover nur mehr Erwachsenen und auch nur in nur für Erwachsene zugänglichen Formen von Öffentlichkeit gestattet sein darf. Kinder und Jugendliche sollen dieser Forderung gemäß davor bewahrt werden, eines pubertierenden Mädchenkörpers ansichtig zu werden (damit sie nicht sehen, was ein nicht geringer Anteil von ihnen alltäglich im Badezimmer beim Blick in den Spiegel zu Gesicht bekommt). Das Problem mit Kinderpornografie scheint in der Logik der Indizierungseinforderer in erster Linie darin zu bestehen, dass sich Kinder und Jugendliche mit Kinderpornografie befassen.
Zweierlei könnte dahinter stecken. Entweder die blanke Unkenntnis bezüglich des indizierenden Verfahrens und dessen (an anderer Stelle zu diskutierendem) Sinn und Zweck, womit ein solcher Ruf nach Indizierung bis zum gewissen Grad auch Ausdruck eines deligierend-autoritären Denkens ist ("Das muss weg! Weg muss das!"). Oder gerade die mit solcher Forderung gerade eingestandene eigentliche (und in der Regel stets verleugnete) Funktion dieses Verfahrens: Unterbindung, Regulierung und Förderung vorauseilender Selbstzensur qua inkorporierter Erwartungserwartung - was ja einen gewissen Nebeneffekt von Indizierungen darstellt.
Wie dem auch immer sei (ich persönlich glaube, dahinter steckt in der Tat nur blankes Nichtwissen): Zuständig für Kinderpornografie - und noch immer bliebe zu klären, ob diese Plattengestaltung darunter fällt - ist nicht die Bundesprüfstelle, sondern die Staatsanwaltschaft (wobei, hachgottt, nach 32 Jahren ja nun auch sowas wie Verjährung vorliegen könnte...). Wer Indizierung fordert, summst sinnbefreit durch den Diskurs.
Den eilig berichterstattenden Medien fällt solcher Unsinn freilich nicht auf. Warum auch. Schlagworte wie "Kinderpornografie" und "Indizierung" garantieren immer Quote, Auflage, Klicks - und damit nötige Umsatzaussicht. Entsprechend findet sich auch in den online verfügbaren Berichten fast aller Medien zur Illustration das fragliche Plattencover. Bleibt schlussendlich nur mehr der Hype-Verdacht.
[und falls nun irgendein Mensch mit viel Gischt vorm Mund meint, ich würde Kinderpornografie verteidigen: Err, no, I do not.]
Wenn man dem Wirbel nicht gleich völlig auf den Leim geht, darf man sich indessen ein wenig am Kopf kratzen. Wir erinnern uns: Ziel und Zweck einer Indizierung ist es, Kindern und Jugendlichen den Zugang zu heiklem Material zu erschweren, wenn nicht zu verunmöglichen. Damit einher gehen u.a. Vertriebs- und Werberestriktionen. Der Umgang mit indizierten Medien (und in mancher Hinsicht der Diskurs darüber) ist bewusst zugespitzt Erwachsenen vorbehalten, weshalb jede Form von Öffentlichkeit, die auch Minderjährigen Zugang dazu verschaffen könnte, Sanktionen ausgesetzt ist.
Wer also eine Indizierung des entsprechenden Plattencovers fordert, fordert lediglich - und auch einigermaßen sinnbefreit, hält man sich die Zuständigkeit der indzierenden Bundesprüfstelle vor Augen -, dass der Umgang mit diesem Cover nur mehr Erwachsenen und auch nur in nur für Erwachsene zugänglichen Formen von Öffentlichkeit gestattet sein darf. Kinder und Jugendliche sollen dieser Forderung gemäß davor bewahrt werden, eines pubertierenden Mädchenkörpers ansichtig zu werden (damit sie nicht sehen, was ein nicht geringer Anteil von ihnen alltäglich im Badezimmer beim Blick in den Spiegel zu Gesicht bekommt). Das Problem mit Kinderpornografie scheint in der Logik der Indizierungseinforderer in erster Linie darin zu bestehen, dass sich Kinder und Jugendliche mit Kinderpornografie befassen.
Zweierlei könnte dahinter stecken. Entweder die blanke Unkenntnis bezüglich des indizierenden Verfahrens und dessen (an anderer Stelle zu diskutierendem) Sinn und Zweck, womit ein solcher Ruf nach Indizierung bis zum gewissen Grad auch Ausdruck eines deligierend-autoritären Denkens ist ("Das muss weg! Weg muss das!"). Oder gerade die mit solcher Forderung gerade eingestandene eigentliche (und in der Regel stets verleugnete) Funktion dieses Verfahrens: Unterbindung, Regulierung und Förderung vorauseilender Selbstzensur qua inkorporierter Erwartungserwartung - was ja einen gewissen Nebeneffekt von Indizierungen darstellt.
Wie dem auch immer sei (ich persönlich glaube, dahinter steckt in der Tat nur blankes Nichtwissen): Zuständig für Kinderpornografie - und noch immer bliebe zu klären, ob diese Plattengestaltung darunter fällt - ist nicht die Bundesprüfstelle, sondern die Staatsanwaltschaft (wobei, hachgottt, nach 32 Jahren ja nun auch sowas wie Verjährung vorliegen könnte...). Wer Indizierung fordert, summst sinnbefreit durch den Diskurs.
Den eilig berichterstattenden Medien fällt solcher Unsinn freilich nicht auf. Warum auch. Schlagworte wie "Kinderpornografie" und "Indizierung" garantieren immer Quote, Auflage, Klicks - und damit nötige Umsatzaussicht. Entsprechend findet sich auch in den online verfügbaren Berichten fast aller Medien zur Illustration das fragliche Plattencover. Bleibt schlussendlich nur mehr der Hype-Verdacht.
[und falls nun irgendein Mensch mit viel Gischt vorm Mund meint, ich würde Kinderpornografie verteidigen: Err, no, I do not.]
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26. November 08 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
In der taz ist Ekkehard begeistert. In der Jungle World hingegen: Eine Runde lange Gesichter.
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Die (Zeitungs)Spatzen preifen's von den Dächern: Werner Herzogs (ziemlich guter) Encounters at the End of the World ist für den Oscar in der Rubrik "Bester Dokumentarfilm" zwar noch nicht nominiert, aber wenigstens in die Shortlist der 15 Dokumentarfilme aufgenommen, aus denen schließlich die fünf Endnominierten hervorgehen. Natürlich freut mich das sehr.
Wichtiger als die patriotisch angestrichene Säuselei aber, dass ein "deutscher Regisseur" in Oscarnähe gerückt ist, wären wohl ein paar die Perspektive gerade rückende Hinweise. Beispielsweise, dass Herzog seit Jahren und wohl auch mit bestem Grund nicht mehr in Deutschland produziert und dreht. Und dass Herzogs Filme seit Jahren in Deutschland kaum mehr wahrgenommen und meist auch gar nicht mehr ins Kino gebracht werden (selbst ein dank Christian Bale problemlos vermarktbarer Film wie Rescue Dawn findet mit Verspätung nur als DVD-Premiere seinen Weg hierher). Dass er sich seit einiger einer unglaublichen Aufmerksamkeitswelle in den USA erfreut, die hierzulande so gar keine Entsprechung im Blätterwald genießt (schöne Ausnahmen: 1, 2). Der Prophet, das eigene Land, usw.
Aber gut. Freuen wir uns einfach, drücken wir die Daumen. Und für was gibt es DVD-Importe und das Internet für den Informationsaustausch:
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» Trash.
08. September 08 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Oberhaching. 13-Jährige stürzt sich beinahe in den Tod. Ist Tykwer schuld?
Wolfgangsee. Sascha Hehn schämt sich lautstark, indes nicht dessen: »Seine Filmografie reicht von Heimatfilmen in den Sechzigern über zahlreiche Softsex-Rollen in den Siebzigern ("Mädchen beim Frauenarzt", "Schulmädchen-Report") bis zu den Kult-Schmonzetten "Traumschiff" und "Schwarzwaldklinik".«
Wolfgangsee. Sascha Hehn schämt sich lautstark, indes nicht dessen: »Seine Filmografie reicht von Heimatfilmen in den Sechzigern über zahlreiche Softsex-Rollen in den Siebzigern ("Mädchen beim Frauenarzt", "Schulmädchen-Report") bis zu den Kult-Schmonzetten "Traumschiff" und "Schwarzwaldklinik".«
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29. Juli 07 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Also ich finde, dass jeder Artikel, der sich u.a. auch mit dem Motiv "Lebendig begraben" im Film befasst und dabei Fulcis Ein Zombie hing am Glockenseil noch nicht einmal erwähnt, eine ganz fiese, nicht eben schmeichelhafte Lücke aufweist. Und wer dann noch den miesen Kuscheltiere-Friedhofsfilm mehrzeilig in den Fokus rückt, aber Romero gleich trilogienweise im Halbsatz verfrühstückt, der leidet unter Umständen auch einfach an Perspektivezirrhose.
Aber dann wieder, film-dienst, eh klar...
Aber dann wieder, film-dienst, eh klar...
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Liebe Leute, so geht's nicht. Man kann nicht einfach allerweil dem Florian von Hinkel-Sonder-Dunnerstein zu Markenlaken an der Havelsburg (oder wie die Type halt heißt) die Pillen wegnehmen. Dann dreht der nämlich völlig ab und also blöde Filme oder er fährt wie narrisch durch's Land, um allen, die bei drei nicht auf den Bäumen sind, seinen Goldschwengel ins Gesicht zu halten, oder aber er schreibt deliranten Schwachsinn in Formvollendung auf und schickt das dann Qualitätszeitungen, die's dann auch noch abdrucken ("Ah, der Typ mit dem Goldschwengel!" o.ä.) und zur Krönung noch ein relevanzpornografisches "Debatte" drüber kleistern. Und am End' gibt's dann wieder Tränen und lange Gesichter überall.
Also, Leute. A) Wer war's und B) mach's nie wieder!
Also, Leute. A) Wer war's und B) mach's nie wieder!
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Die "Jungle World" wird 10. Der linken Wochenzeitung aus Berlin ist dies einen so amüsanten, wie informativen Rückblick wert, der sich über eine ganze Ausgabe erstreckt; ich meinerseits entbiete beste Glückwünsche und freue mich auf mindestens weitere zehn Jahre des Zentralorgans der Rocklinken.
Dass ich mich über dieses Jubiläum freue, hat natürlich viele Gründe. Der vorderste ist publizistikwissenschaftlich freilich schnell erklärt: Einigen Studien zufolge greifen Medienkonsumenten vor allen Dingen auf Medien mit jenen Inhalten zurück, die eigene Ansichten und Meinungen bestätigen und verstärken. Für mich bedeutet dies, dass im hiesigen Blätterwald keine Tages- oder Wochenzeitung meiner eigenen Ansicht so nahe kommt wie eben besagtes Kreuzberger Blatt. Wo sonst findet man schließlich ein dezidiert linkes Organ, dass Juden und Israelis nicht totzuschlagen und Israel den Fluten des Mittelmeers zu überantworten gedenkt? Wo sonst wird den linken Unarten eklen Moralisten- und Körnerfressereitums auf so unverschämt sympathische Weise das einzig sinnvolle Körperteil, richtig: der Mittelfinger, gezeigt? Wo sonst gibt's statt linker Gartenzwergkolonien nochmal eine Ahnung davon, was das schöne Leben sein könnte? Eben!
Ja, manchmal liegt die Zeitung nicht ganz richtig. So fuckin' what. Nur die übelsten Menschenfeinde haben beim Patentamt ein Anrecht auf Unfehlbarkeit(TM) hinterlegt. Mag nicht jedes Cover den Gepflogenheiten politischer Korrektitüde entsprechen, so ist's doch jedes Mal erfrischend, weil ein paar Koordinaten verschoben oder zumindest in Frage gestellt werden. In Frage stellen finde ich nämlich ganz grundsätzlich gut, schlimmer als jede Angemessenheit ist schließlich Gesinnungskruste und ästhetischer Biedermeier. Lieber zweimal gut provoziert, als einmal es allen recht gemacht.
Aber es gibt ja noch andere Gründe, warum ich mich dieser Zeitung mit dem goldenen Herzen romantischer Krimineller so verbunden fühle (Abo gekündigt: Februar 2001). Zum einen, weil ich just zu dem Zeitpunkt, als das Blatt unter schwersten, ja skandalösen Bedingungen die Welt betrat, mit einigen Provinzgenossen zur gemeinsamen Wohnungssuche in Berlin weilte. Mann, was hatte das Eindruck auf mich gemacht: Friedrichshain lag damals, Mai '97, ja noch halb in Trümmern, an den heutigen Amüsierbetrieb daselbst war noch lange nicht zu denken und jede zweite Fassade verkündete es per Anschlag, was in den Redaktionsräumen der "Jungen Welt" vor sich ging und dass eine Zeitung namens "Jungle World" in Aktion getreten sei. Es gab damals noch besetze Häuser und auf einen wie mich, der damals noch eine lustige Frisur, Militärhosen im camouflage-Stil und schwarze T-shirts mit düsteren Bildern das Elend dieser Welt betreffend trug, machte das schon höllisch Eindruck, was hier, in dieser Stadt, vor sich ging. Ich war mir sicher: Hierher kam ich und würde die Revolution noch sehen. Die nächsten 13 Monate sah ich dann in braver Ausübung meiner Bürgerpflicht zunächst einmal nackte Seniorengenitalien. Das (und die) war(en) meist beschissen. Festzuhalten bleibt aber: Jedes Jubiläum der "Jungle" ist damit für mich auch "Berlin-Jubiläum".
Dann immerhin veröffentlichte ich in der "Jungle" auch meinen ersten Feuilleton-Artikel. Hurra, auch wenn sonderlich stolz auf ihn ich eigentlich nicht bin. Ist bislang auch mein einziger geblieben, was späteren Werkphilologen die Arbeit immerhin erleichtern wird.
Schlussendlich gibt es in der "Jungle" immer wieder Dinge, die's woanders ganz einfach mal nicht gibt. Die Filmkritiken sind zwar oft mäßig erfreulich; entweder es herrscht Ahnungslosigkeit oder Pornografie mit liebgewonnenen Seminarhandapparaten. Dann und wann gibt's aber echte Leckerbissen; wenn Kuhlbrodt (Dietrich) dort die Feder schwingt zum Beispiel (grad aktuell wieder mit einem ganz tollen Text), oder wenn Seeßlen sich mal so gehen lassen kann, wie's die Bürgerhefterln ihm wohl kaum gestatten. Nettelbeck schrieb dort sehr schöne Sachen, mal gibt's tolle Dossiers oder Artikelreihen, die feuilletonistisch betrachtet streng genommen gar keinen Sinn ergeben, weil sie von Aktualitätsbezug nicht sind. Ich finde das toll. Das macht die Zeitung zur Wundertüte, zum Experimentallabor. Das stiftet Freude und Frohsinn und alle sind sich's zufrieden.
Oder damals, Kuhlbrodts (Detlef ist jetzt gemeint, nicht Dietrich) Tagebuch aus dem, ich glaub, November. Ein Glanzstück von Zeitungsprosa, so ein bisschen wie Alltagsbloggen in einer Wochenzeitung. Als Stern, Tagesspiegel, Spiegel, Focus und wie die ganzen Spelunken nicht alle heißen, noch nicht einmal den Arsch zur Hand hatten, mit dem man Weblogs schließlich nicht anschaut, gab's in der "Jungle World" schon erste, neugierige, kundige Berichte drüber. Der Praschl hat da mal was getextet, wenn ich mich nicht irre.
Dann noch der Begriff der "Rocklinken", für den man unendlich dankbar sein muss. "Poplinke", was für ein totaler Scheiß, ma echt jetz, wie völlig Wurscht. Aber "Rocklinke", yeah, das isses!
Die "Jungle World" ist ein Freibeuter im Ozean der waldvernichtenden Industrie. Manchmal gibt's nur mitgebrachtes Strandgut, aber häufig kehrt man von verwegenen Expeditionen mit vollen Händen zurück und kann dann exquisite Beute bestaunen.
Als Vagabund solcher Art kann man's nicht jedem recht machen. Die "Jungle" macht's genau den richtigen nicht recht und tut gut daran - auf die nächsten Jahre, mögen's unzählige sein!
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Thema: Blaetterrauschen
Dein neuer Webauftritt ist zwar ein bisschen gewöhnungsbedürftig, wird aber wohl mit der Zeit okay gehen. Wenngleich ich die vorherige Schlichtheit eigentlich ganz angenehm fand (und die Werbebomben ringsum, well, für was gibt's AdBlock, nicht?).
Aber unverzeihlich, also wirklich unverzeihlich ist: Dass Du Dein weitreichendes Online-Archiv mit dem neuen Auftritt einfach mal vom Netz genommen hast. Sorry, aber: Dat is Bullshit, big style.
Aber unverzeihlich, also wirklich unverzeihlich ist: Dass Du Dein weitreichendes Online-Archiv mit dem neuen Auftritt einfach mal vom Netz genommen hast. Sorry, aber: Dat is Bullshit, big style.
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