Sorry, you need system administrator rights for that.

Mittwoch, 31. Mai 2006

(bei der Gelegenheit: Habe ich schonmal erwähnt, wie großartig die New Yorker Eichhörnchen sind? Hier zum Beispiel eins davon und dann noch viele weitere. Haltet die Ohren steif, Jungs, ich komm Euch hoffentlich bald mal wieder besuchen!)


° ° °




» ...
Kurz nachdem ich mich mit Quelltexten aus dem frühen bis mittleren 18. Jahrhundert über die Entdeckung der Empfindsamkeit in Literatur und akademischem Diskurs befasst habe, recherchiere ich für ein Referat das Slit-Scan-Verfahren mit dem die Stargate-Sequenz in Kubricks 2001 erstellt wurde, wie ich mich überhaupt rein aus technikhistorischer Perspektive nicht mit dem Film selbst, sondern mit seiner Entstehung befasse. Ich stoße auf Verbindungen zu NASA und Wernher von Braun, Disney schielt um die Ecke, ein fast Pynchon'esques Mosaik ergibt sich und nicht zuletzt scheint der Film seine Nietzsche-Rezeption auch auf seine eigene Entstehung zu beziehen. Nicht zu vergessen bei Kittler schließlich die (zumindest theoretischen) Exkursionen nach Peenemünde und in die UFA-Studios der 20er Jahre, an Rühmann und Afrika vorbei, weiter in Richtung Paranoia, Pawlow und Raketentechnik (zu den Drogen kommen wir noch, auch wenn die unschuldigen Erstsemestler da, sagt Kittler selbst, entsetzt schauen). Am Montag habe ich die Geschichte der Superhelden und die Apotheose des Comics als Heftmedium referiert, im Anschluss wurde "Analytizismus" und Subjektivismus als Leistung des Buchdrucks diskutiert. Alldieweil arbeite ich an einem Essay über den historischen/ontologischen Status des fotografischen Bildes und seiner Verfügbarkeit und Besitznahme in digitalen Umgebung.

Und das alles in einem einzigen Studiengang. Es ist viel, es ist anstrengend, es ist disparat, aber ich liebe das, ja.


° ° °




Brokeback Mountain ist weniger ein Film über Queer Awareness, wohltuend ist er auch kein Plädoyer, kein politisches Projekt. Die Selbstverständlichkeit und Unaufgeregtheit, mit der er sich entfaltet, tut gut nach all der gutgemeinten, aber immer doch so grundfalschen Empörungssauce.

Wie eigentlich immer bei Ang Lee steht der emotionale Karst im Mittelpunkt. Brokeback Mountain trägt in seinem Kern das Melodram eines Mannes, der zu emotionalen Bindungen nicht fähig ist und sich darüber sein Leben zerstört. Erst die letzten Minuten - die vielleicht wichtigsten des Films - offenbaren ihm dies. Sein letzter Satz, auch der des Films, gesprochen in die Leere seiner Biografie, wirkt wie Resignation und Versprechen zugleich.

Nicht alles an Brokeback Mountain ist rund geraten; immer ist das auch ein Film des Oscar Genre, in dem der letztjährige Million Dollar Baby doch soviel gelungener war.

Nicht zuletzt aber ist er, wie alle Western, ein Film über Landschaft und in dieser Hinsicht gewiss einer der schönsten der letzten Jahre.

imdb ~ filmz.de ~ angelaufen.de


° ° °




»If you want to save videos from Google Video and you use Windows, you have the option to download them as GVI files and play with Google Video Player.

If you want to save the videos as AVI and view with any video player on any platform, use this bookmarklet: Google Videos As AVI.«
Ein mächtiges, kleines Tool, das sich bequem in die Lesezeichen-Leiste von Firefox ziehen lässt und den ersten Tests nach zu schließen auch tadellos funktioniert. [via]


° ° °