Dienstag, 4. Juli 2006
»Wie ja auch mal wer begreifen könnte, daß ein unverkrampfter Umgang mit der eigenen Nationalität doch einschlösse, auf einschlägige Nationalbewußtseinskrämpfe zu verzichten und sich, wenn es denn sein muß, am Pfälzer Wald oder einem Schweinsbraten zu freuen, ohne vor Wallung gleich in die Hose zu machen.

Aber das bringt natürlich nichts ein. Weswegen die »neu erwachte, naive Lust an Deutschland« (Matussek) halt nicht mehr ist als die alte Geld- und Aufmerksamkeitsbeschaffungsmaßnahme für Schmöcke, Hauptstädterinnen und andere Patrioten. Die mich dann zwar nicht gernhaben, aber sehr gern, mit einem alten Nationalhelden zu seufzen, im Arsch lecken können.«
So steht das vernünftigerweise bei Titanic, jenem Magazin, das gerade mal wieder von stumpfsinnigen Arschlöchern Mitgliedern der SPD juristisch gegängelt wird. Wundert mich ja eh schon die ganze Zeit, dass der neurotische Spinner aus Hamburg Matussek zwar so kirr wie ein anal gefistetes Eichhörnchen auf Ecstasy in jedes Mikro, jede Kamera und in jede Zeitung und Zeitschrift reinblökt, wie vollkommen unverkrampft und supidupidu er jetzt zu Deutschland stehe und dass alle, die das nicht interessiert, weil gerade die Sonne scheint und es schöner ist, in der Sonne zu liegen und, beispielsweise, ein gutes Buch zu lesen, ganz ganz doll verkrampfte Spaßbremsen seien, dass also eben jener Matussek sich dabei aber offenbar so gar nicht zu fragen scheint, ob eben dieser patriotische Bespaßungsterrorismus nicht vielleicht doch so ein kleines itzibitzi kleines bisschen, naja, zwanghaft ist?


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Thema: videodrome


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