Mittwoch, 5. Juli 2006
Thema: radio
»Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft SRG SSR idée suisse hat damit begonnen, Ausschnitte ihrer Radio- und Fernsehsendungen in ihrem Archiv online zugänglich zu machen. Tausende Bild- und Tondokumente hat die SRG seit ihrer Gründung 1931 aufbewahrt. Teile dieser "multimedialen Chronik der Schweiz im Spiegel von Radiosendungen, Fernsehberichten und Internetbeiträgen" macht die SRG jetzt, in ihrem Jubiläumsjahr für die Öffentlichkeit zugänglich.«
Sehr vorbildlich. Da die GEZ-Gebühr für internetfähige Rechner ja offenbar beschlossene Sache ist und also wohl auch kommen wird, hoffe ich doch bitte sehr, dass der hiesige öffentlich-rechtliche Rundfunk nachzieht und ein eben solches Projekt angeht; nur dies wäre meiner Meinung nach eine wirkliche, da überhaupt nur so kommunizierbare Begründung für eben diese Gebührenerhebung.


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»Sönke Wortmann, 46, dreht einen Dokumentarfilm über den Auftritt der deutschen Mannschaft bei dieser WM.«
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Ich bin gerade sehr kurz angebunden, deshalb nur kurze Notizen und den Rest möge der unten eingefügte Trailer erklären: Ein Stopmotion-Puppen-Animationsfilm der ganz hinreißenden Sorte. Baron Frankenstein, äußerlich dem älteren Boris Karloff nachempfunden und natürlich spricht der alte Recke des Gruselkinos ihn auch, lädt ein zu einer Party auf seinem Schloss, das sich auf einer fernab gelegenen Dschungelinsel befindet. Bald finden sich alle, aus der alten Universal-Riege rekrutierten Gäste ein: Die Mumie, der Werwolf, der Unsichtbare, Dr. Jekyll und sein alter Ego undsoweiter undsofort. Denen will der Wissenschaftler seine neueste Errungenschaft vorstellen, die, in der Tat, ganz explosive Wirkung zu zeitigen versteht, zugleich gedenkt er, seinen tappsigen, etwas nerdigen Neffen als seinen Nachfolger und Erbe zu präsentieren. Dies freilich ruft Widerstand in der illustren Gesellschaft wach: Dem Neffen soll's ans Leder gehen!

Hierzulande nahezu unbekannt, harrt dieser hübsche, witzige Puppenfilm noch seiner unbedingt notwendigen Entdeckung. Freilich ist Mad Monster Party? nicht die ganz große Kunst des Puppenfilms; aber eben doch, vor allem für Fans alter Gruselschinken, ein mit viel Liebe gestalteter Leckerbissen, der einem ein permanentes Grinsen ins Gesicht zaubert. Hervorzuheben ist auch die musikalische Untermalung, die alle Register von easy listening, Orchester-Swing bis zu vintage rock'n'roll zieht. Im Trailer kann man sich davon überzeugen: Verfügbarkeit: Der Film kann aus den USA als DVD bestellt werden, Berliner Mitlesende können ihn im Videodrom oder in der Filmkunst Cinethek entleihen.



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