Dienstag, 3. Oktober 2006
Thema: Hoerkino
Eine meiner all time Lieblingsplatten kann man auf last.fm übrigens in voller Länge und kostenlos anhören, via "preview this album" sogar am ganzen Stück und ohne Klickerei.

Sie ist großartig, crisp, smart, einfach alles, wirklich.


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Schöner Hinweis gerade in knoerers Furl-Archiv: Observations on film art and Film Art ist das Weblog von David Bordwell und Kristin Thompson, den beiden Koryphäen des "Neoformalismus" bezeichneten, filmwissenschaftlichen Forschungszusammenhangs, den ich, um ehrlich zu sein, für eigentlich den interessantesten, zumindest aber anregendsten halte (weil man mich mit psychoanalytischer, feministischer, queerer, semiologischer, post-strukturalistischer, postmoderner, körper-orientierter, neo-retro-postkolonialistisch versierter post-meta-hyper-simulastisch-integraler (...äh?), usw. usf. - Theorie einfach wirklich nur sehr wenig ködern kann, auch wenn diese ganzen Felder bitte gerne weiterforschen und -schreiben sollen, klar; um wieviel spannender sind aber eben doch die strikt am Gegenstand orientierten, historisch-ästhetischen Darlegungen einer Poetik des Kinos, wie sie eben diese beiden Wissenschaftler auf den Weg brachten; zugegeben, hier ruht kein Weltentwurf, aber anregender als alle Verstiegenheiten der Welt sind doch diese Hinwendungen zum Gegenstand in seiner historischen Einbettung, weil sie den Blick schärfen, wo andere großflächig zeichnen; okay, und jetzt kommt die Klammer-Zu:). Deshalb freue ich mich ganz besonders auf dieses Blog!

Überhaupt, sehe ich gerade, hat Herr Bordwell seine bislang ja doch recht karge Website von Grund auf erneuert. Hübschhübsch. Und jetzt noch bitte mehr Volltexte, wundervolles Internet. Seine Studie über Yasujiro Ozu ist im übrigen hier als pdf legal und kostenfrei erhältlich, weitere Texte von ihm und über den Neoformalismus sind im Archiv der film- und medienwissenschaftlichen Zeitschrift montage/av zu finden, deren Ausgaben mittlerweile zum großen Teil online bereit stehen.

Und, Christian, die haben sogar einen Feed.


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Frage an die lieben, technikbeflissenen Leute, die hier mitlesen: Wer kennt ein Programm oder Tool - am liebsten natürlich open source und freeware -, das es gestattet eine Meta-PDF-Suche durchzuführen, das also beispielsweise einen Dateiordner mit, sagen wir, schon ganz schön vielen PDFs nach Einzel- oder mehreren Wörtern durchforstet, um ihm Anschluss wertvolle Ergebnisse zu liefern? Gibt's sowas?

(und ja: ich bin stinkfaul. Deswegen habe ich kein Linux, sondern bin nach wie vor Sklave von William dem Schrecklichen zu Kalifornien, auch genannt Bill, der Tor. Dies sei bei Empfehlungen bitte zu berücksichtigen.)


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