Montag, 16. Juni 2008
Thema: Hinweise
Ausgabe 74 der alten Tante Splatting Image ist jüngst erschienen. Dass mein Kommilitone, Nachbarblogger und Perlentaucher-Kollege Lukas von dieser Ausgabe an nun auch mit an Heft Bord ist, ist dabei zum einen so erfreulich wie das rabaukig geschmackvolle Frontcover (siehe links) und zum anderen allein dem Zufall geschuldet und keineswegs Seilschaften oder ähnlichem (ähem...).

Doch kommen wir zum Inhalt! Der hauseigene Filmgelehrte, Christian Keßler M.A., konturiert das oft übergangene Feld des us-amerikanischen Aktionskinos der 80er Jahre aus dem tiefpreisigen Segment. Alldieweil lümmelt sich Dr. habil. Marcus Stiglegger in filmhistorischen Grab- und Grabungsstätte herum und bringt so einige Mumien essayhaft ans Tageslicht. In den Pornotions schließlich kommt der im Gendermilieu ja durchaus angesagte Bruce LaBruce im Gespräch zu Wort. Dasselbe gilt für einen der interessantesten Regisseure, die das Welt-Genrekino in den letzten Jahren zu bieten hatte: Im Interview steht der nimmermüde Johnnie To Rede und Antwort.

Neben solchen Magazinbeiträgen gibt's dazu noch die übliche Mischung aus Unmengen an aktuellen Film- und DVD-Kritiken, Buchbesprechungen; News, schönen Bildern, usw. usf. - und in diesem Serviceteil von meiner Wenigkeit eben auch einen ganzen, mit Liebe gepflückten Strauß größtenteils exklusiv nur dort veröffentlichter Kritiken zu u.a. Mad Detective, La Terza Madre, Confessions of a Superhero und noch einigen mehr.

Bezug wie immer entweder über die Website, im gut sortierten Mailorder (aber fragt mich bloß nicht welche...) und in vielen Fachgeschäften. In Berlin empfiehlt sich hierfür die Filmkunst Cinethek am südwärtigen Ende des Friedrichshainer Szenekiezes oder das Kreuzberger Videodrom, denen ich mich je verbunden fühle (Schnorrsäcke und Geizkragen lesen indessen in der Amerika Gedenkbibliothek am Halleschen Tor für umme, dürfen das schöne Heft dafür aber auch nicht mit nach Hause nehmen, um es dann mit Nutella-Fingern beim Frühstück vollzuschmieren, bäh!).

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen.


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Pynchonoids begeben sich heute auf die Website der International Pynchon Week, eine Konferenz, die in den letzten Tagen in München stattgefunden hat. Neben Tinnef wie einem herunterladbaren Tagungsposter kann man sich dort auch Audioaufnahmen aller Vorträge zu Gemüte führen. Angehört habe ich mir das zwar noch nicht, zu hoffen aber ist, dass das schmerzliche Ergebnis zumindest meiner bisherigen Konferenzerfahrungen, dass nämlich auf Englisch gehaltene Vorträge deutschsprachiger Geisteswissenschaftler in eigentlich fast allen Fällen als scheusliche Folter bezeichnet werden müssten, in diesem Falle widerlegt wird (siehe hierzu letztens auch die NZZ) .

Eine schlichte Übersicht über alle mp3s der Tagung bietet dieser Folder.

Nachtrag a.k.a. SCNR: Eine Pynchontagung, auf der das Fotografieren gestattet ist??
Thomas Pynchon


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