Freitag, 13. August 2010
»Ja, mir kommt es vor,
dass mein Erscheinen in der Welt
ein harter Sturz gewesen ist.«

Gerade erfahre ich, dass Bruno S. gestorben sein soll ist. Ihm gelang es in gerade mal zwei Filmen, Jeder für sich und Gott gegen alle und Stroszek (beide von Werner Herzog), zu einem der wichtigsten und großartigsten deutschen Nachkriegsschauspieler zu werden. Ruhm war ihm kaum gegönnt: Die Berliner Hinterhöfe und Eckkneipen, die ihm lange für sein Akkordeonspiel die Bühne stellten, blieben auch weiterhin - und wie man hört auch bis zum Schluss - seine Welt.

Ein paar Links:
- Ein Nachruf im Vice Magazine
- Ein schönes Video (NY Times, 2008)
- Die Reportage der NYT (ebenfalls 2008)
- Die Kreuzberger Chronik (2007)
- Der Tagesspiegel gratuliert zum 75.
- Ein Interview (2003)
- Weitere Links bei MUBI (z.B. seine Polaroids, seine Zeichnungen)



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Thema: Hinweise


Mit der Filmgazette ist kürzlich ganz still und leise ein neues Onlinemagazin aus der Taufe gehoben worden. Und weil sowas meist täglich (und, mit Verlaub, auf meist sehr uninteressante Weise) geschieht, muss man betonen, warum dies eine Meldung wert ist: Die Filmgazette ist ein side project, würde man im Popdiskurs sagen, von der Filmzentrale, in der Andreas Thomas seit geraumer Zeit aus unterschiedlichen Print- und Onlinequellen lesenswerte Filmkritiken sammelt und archiviert (natürlich immer mit Einverständnis der Autoren). Die Filmgazette nun schöpft aus diesem stattlichen Autorenpool (an dieser Stelle vielleicht der Hinweis: Ich bin auch dabei), bringt aber originäre Texte, auch hier eingebettet in ein funktionales No-Nonsense-Design.

Zwar weiß ich nicht recht, was das Mission Statement - "der Filmkritik mehr Kritik bringen - genau sagen soll, aber bei Andreas Thomas bin ich mir sicher: Der weiß schon, was er macht.


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