Dienstag, 20. Juli 2004
Thema: comics
Comics rocken derzeit mein Leben, Film leider nur recht wenig. Allgemein verdanke ich das zum einen diesem kleinen Comicforum bei filmforen.de, das mich auf einige Schmankerl aufmerksam machte, zum anderen meiner glücklicherweise was Comics betrifft recht gut sortierten Kiezbibliothek ein paar Straßen weiter.

Absolut begeistert hat mich ja Akira, jener Manga, den immer irgendwie jeder kennt und von jedem auch immer als "der beste" ausgewiesen wird. Vermutlich weil keiner Plan von Mangas hat und das eben der ist, den man kennt, den alle kennen. Ob's nun "der beste" ist, kann und will ich nicht beurteilen. Ist auch egal. Dass ich die sechs telefonbuchdicken Schwarten binnen 24 Stunden verschlungen habe, bzw. sie mich verschlungen haben, will ich hingegen nicht verschweigen. Knapp 2200 Seiten - und keine einzige langweilig. Wann habe ich sowas zum letzten Mal gemacht? Diese Begeisterung, dieses Mitfiebern. Mich wieder wie ein Junge gefühlt, der einen Schritt in eine große Welt unternommen hat, die ihm noch unbekannt ist, von der er aber überzeugt ist, dass sie wunderbar ist. Keine Theorien im Kopf gehabt, beim Lesen, keinen Text im Geiste mitgeschrieben, nichts eingeordnet, keine Bezüge ausfindig zu machen versucht. Nichts dergleichen. Einfach nur lesen, lieben. Wie rundum entspannend. Wie absolut vergnüglich.

Was für ein tolles Stück Literatur. (Preacher im übrigen auch, aber das wäre ein weiteres Fass, das es zu aufzumachen gälte, aber wenn Sie verzeihen: Die Sonne scheint, der Balkon lacht mich an, neue Comics aus der Bibliothek liegen neben einer Kanne Kaffee bereit.)


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War er dann aber doch nicht.


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