Thema: Trailerpark
» Butti
Das Video von den Cockbirds, der besten Berliner Punkband seit Die Ärzte, hat übrigens Jörg Buttgereit gedreht.
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Thema: good news
05. Mai 06 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Ich will's nicht beschreien, noch will ich's schon verkünden. Aber die Zeichen stehen nicht mehr ganz so schlecht. Ich mag's aber erst dann glauben, wenn die Scheiben auch wirklich im Handel stehen, selbst wenn von den Neuigkeiten auf offiziellen Seiten zu lesen ist.
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Thema: Hinweise
05. Mai 06 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Das klingt nicht nur super, wenn man's mit viel Betonung über die Lippen kommen lässt, das ist auch der Titel einer Ausstellung, die gerade in New York zu besichtigen ist (siehe auch New York Times). Von selbst versteht sich, dass dort Punk ein großer Raum eingeräumt wird. Und immerhin konnte man Johnny Rotten für einen Audio Guide gewinnen, der - oh Freude - auch online als Podcast beziehbar ist. Ein (ja wirklich naheliegender und unheimlich praktischer) Service, den mittlerweile offenbar viele Museen in New York anbieten. Und staubige Museumsführerei ist nun glücklicherweise wirklich nicht sein Ding. [via]
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Gerade lustlos rumgesurft, dabei auf allerlei Kram meine Vergangenheit betreffend gestoßen. Zum Beispiel auf das Cover meines ersten eigenen Comicheftes, nämlich das hier:

Ausgabe 52 aus dem Jahr 1983, da war ich gerade fünf Jahre alt. Ich liebte das Heft innig, und wollte es selber lesen können, weshalb ich mir, mit etwas Hilfestellung durch Muttern, das Lesen auch beibrachte. Und ich habe das Heft oft gelesen und ich meine, mich bis heute zumindest an die Titelgeschichte zu erinnern. Wenn mich nicht alles täuscht, ist es jene, in der, zugegeben, entweder Micky oder Donald als LKW-Fahrer durchs Land zieht und der Figur dabei regelmäßig die Fracht geraubt wird, obwohl der Wagen doch eigentlich nie hinreichend lange unbewacht bleibt, als dass sich jemand dran zu schaffen hätte machen können; natürlich wird dies Wundersame bald aufgeklärt. Es gibt da auch so einen alten Lastwagenfahrer mit weißem Bart, der auf einer Bank sitzt und andauernd Beschwerden schreibt. Nur einmal habe er das nicht gekonnt, da er sich die rechte Hand gebrochen hatte. Da hat er sich eben das Schreiben mit links angewöhnt und schrieb verdriesslich weiter. Das war etwas, was wohl als schneller Witz für ein einzelnes Panel angelegt war, mich als fünfjährigen aber faszinierte es zutiefst, und ich erinnere mich an einige Versuche, mir ebenfalls das Schreiben mit links beizubringen. Oft grübelte ich über diesem alten, wunderlichen Mann, der mit derartig stoischer Gelassenheit vom Schreiben-mit-links - was mir unmöglich schien - dahersprach.
Als Extras lagen dem Heft kleine Papierfigürchen zum gerade wieder ins Kino gebrachten Schneewittchen-Film bei, die man auf Pfennigstücke kleben musste, um sie in einer Art Brettspiel anzuwenden. Wenig später würde dieser denn auch mein erster Film im Kino sein.
Fortan würde ich jede Woche, also mit Heft Nummer 1 des Jahrgangs 1984, das Micky-Maus-Heft vom Einkauf im Kupsch (das ist so eine fränkische Supermarktkette, die es, glaube ich, wirklich nur dort gibt) mitgebracht bekommen. Und an alle, wirklich an alle Cover erinnere ich mich, da ich meine Hefte ich weiß nicht wie oft gelesen, sortiert und vor dem Zugriff meiner Mutter (die als Sanktion mir ganze Stapel wegzuschmeißen drohte) gerettet habe. Wie und wann sie dann weg kamen, weiß ich nicht mehr. Ein Jammer. (Oder vielleicht auch nicht, wer weiß, wie güldene Kindheitserinnerungen heute verblassen würden, wenn ihr Gegenstand noch immer physisch greifbar wäre)

Ausgabe 52 aus dem Jahr 1983, da war ich gerade fünf Jahre alt. Ich liebte das Heft innig, und wollte es selber lesen können, weshalb ich mir, mit etwas Hilfestellung durch Muttern, das Lesen auch beibrachte. Und ich habe das Heft oft gelesen und ich meine, mich bis heute zumindest an die Titelgeschichte zu erinnern. Wenn mich nicht alles täuscht, ist es jene, in der, zugegeben, entweder Micky oder Donald als LKW-Fahrer durchs Land zieht und der Figur dabei regelmäßig die Fracht geraubt wird, obwohl der Wagen doch eigentlich nie hinreichend lange unbewacht bleibt, als dass sich jemand dran zu schaffen hätte machen können; natürlich wird dies Wundersame bald aufgeklärt. Es gibt da auch so einen alten Lastwagenfahrer mit weißem Bart, der auf einer Bank sitzt und andauernd Beschwerden schreibt. Nur einmal habe er das nicht gekonnt, da er sich die rechte Hand gebrochen hatte. Da hat er sich eben das Schreiben mit links angewöhnt und schrieb verdriesslich weiter. Das war etwas, was wohl als schneller Witz für ein einzelnes Panel angelegt war, mich als fünfjährigen aber faszinierte es zutiefst, und ich erinnere mich an einige Versuche, mir ebenfalls das Schreiben mit links beizubringen. Oft grübelte ich über diesem alten, wunderlichen Mann, der mit derartig stoischer Gelassenheit vom Schreiben-mit-links - was mir unmöglich schien - dahersprach.
Als Extras lagen dem Heft kleine Papierfigürchen zum gerade wieder ins Kino gebrachten Schneewittchen-Film bei, die man auf Pfennigstücke kleben musste, um sie in einer Art Brettspiel anzuwenden. Wenig später würde dieser denn auch mein erster Film im Kino sein.
Fortan würde ich jede Woche, also mit Heft Nummer 1 des Jahrgangs 1984, das Micky-Maus-Heft vom Einkauf im Kupsch (das ist so eine fränkische Supermarktkette, die es, glaube ich, wirklich nur dort gibt) mitgebracht bekommen. Und an alle, wirklich an alle Cover erinnere ich mich, da ich meine Hefte ich weiß nicht wie oft gelesen, sortiert und vor dem Zugriff meiner Mutter (die als Sanktion mir ganze Stapel wegzuschmeißen drohte) gerettet habe. Wie und wann sie dann weg kamen, weiß ich nicht mehr. Ein Jammer. (Oder vielleicht auch nicht, wer weiß, wie güldene Kindheitserinnerungen heute verblassen würden, wenn ihr Gegenstand noch immer physisch greifbar wäre)
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