Thema: Blaetterrauschen
26. Juni 06 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
»Die Medien müssen laut Innenminister Schäuble gelegentlich Einschränkungen ihrer Arbeit hinnehmen - etwa beim Kampf gegen den Terrorismus.«So schreibt es SpOn und der muss es ja wissen.
° ° °
Thema: Berliner Filmgeschehen
26. Juni 06 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Sommerzeit heißt in Berlin: Freiluftkino-Zeit. Üblicherweise wird in den Freiluftkinos dann immer der durchschnittliche Arthouse-Kram der vergangenen Saison aufgewärmt - ich will mal sagen: mäßig interessant.
Eine kleine Ausnahme ist freilich das Freiluftkino Insel, das sonst immer, daher ja auch der Name, auf der Treptower Insel der Jugend sein Programm präsentiert, diesen Sommer aber, aus mir nicht bekannten Gründen, auf dem Gelände des Friedrichshainer Clubs Cassiopeia, unweit des RAW Tempels, sein Glück versucht.
Mir kann eine solche Annäherung natürlich nur recht sein, als kiezbewusster Mensch in Berlin verlässt man sein sein eng abgestecktes Sozio-/Biotop so bekannter- wie gewöhnlicherweise ja nur sehr selten und das Programm des Freiluftkinos ist ja auch durchaus vorweisbar: Schon am 2.Juli wird dort Seijun Suzukis schlicht hervorragender Tokyo Drifter gezeigt, Ende Juli ist Antonionis Blow Up zu sehen. Im August schließlich folgen aufeinander Tears of the Black Tiger und der Blaxploitation-Reißer Coffy. Im September gibt es schließlich einen Ausklang mit klangvollen Klassikern wie Kubricks Dr. Seltsam und Philip Kaufmans tollem Körperfresser-Film, in dem eine eklige Blume dem müden Sutherland senior an die Wäsche will (zur ekligen Blume bei Kaufman, die Sutherland an die Wäsche will, siehe im übrigen auch Robnik, 2003). Und zwischendrin noch sehr viel anderes, auch eben der übliche Arthouse-Kram, aber Sie können ja selber lesen: Steht alles hinter dem Link da oben.
Toll wäre das jetzt natürlich noch, wenn den Screenings Zelluloid zu Grunde liegen sollte - das steht als letztes noch zu hoffen.
Eine kleine Ausnahme ist freilich das Freiluftkino Insel, das sonst immer, daher ja auch der Name, auf der Treptower Insel der Jugend sein Programm präsentiert, diesen Sommer aber, aus mir nicht bekannten Gründen, auf dem Gelände des Friedrichshainer Clubs Cassiopeia, unweit des RAW Tempels, sein Glück versucht.
Mir kann eine solche Annäherung natürlich nur recht sein, als kiezbewusster Mensch in Berlin verlässt man sein sein eng abgestecktes Sozio-/Biotop so bekannter- wie gewöhnlicherweise ja nur sehr selten und das Programm des Freiluftkinos ist ja auch durchaus vorweisbar: Schon am 2.Juli wird dort Seijun Suzukis schlicht hervorragender Tokyo Drifter gezeigt, Ende Juli ist Antonionis Blow Up zu sehen. Im August schließlich folgen aufeinander Tears of the Black Tiger und der Blaxploitation-Reißer Coffy. Im September gibt es schließlich einen Ausklang mit klangvollen Klassikern wie Kubricks Dr. Seltsam und Philip Kaufmans tollem Körperfresser-Film, in dem eine eklige Blume dem müden Sutherland senior an die Wäsche will (zur ekligen Blume bei Kaufman, die Sutherland an die Wäsche will, siehe im übrigen auch Robnik, 2003). Und zwischendrin noch sehr viel anderes, auch eben der übliche Arthouse-Kram, aber Sie können ja selber lesen: Steht alles hinter dem Link da oben.
Toll wäre das jetzt natürlich noch, wenn den Screenings Zelluloid zu Grunde liegen sollte - das steht als letztes noch zu hoffen.
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Thema: Berliner Filmgeschehen
26. Juni 06 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Auf was ich auch schon seit Tagen hingewiesen haben wollte, aber man kommt ja die letzte Zeit zu nichts mehr (Hitze, WM, Klausur, you name it...): Schon seit den ersten Junitagen ist der neue Newsletter des Videodrom zumindest in der Räumlichkeit genannter Videothek beziehbar und zwar kostenfrei. Was früher eine monatlich ausliegende Broschüre war, ist mittlerweile, auch da es nur mehr quartalsweise erscheint, ein regelrechtes Magazin im A4-Format mit gutem Druck geworden. Auf vielen, vielen Seiten stellt die Schar der Videodrom-Autoren (einer davon, Sie ahnen es bereits, meine Wenigkeit) die neuen Titel der letzten Monate in, von Chef-Seite ausdrücklich so gewünschten, "ehrlichen Reviews" vor (also nix mit "Wir finden alles bombig, damit ihr's auch brav ausleiht" - hier wird noch richtig deftig vom Leder gezogen wenn ein Film mal so gar nicht klar geht...).
Wer das Leihangebot dieser Videothek kennt, wird sich denken können, dass ein solcher kommentierter Novitäten-Katalog nichts weniger darstellt als eine Wundertüte samt Abenteuerfahrt durch alle möglichen Kanäle des Filmgeschehens, sei es historischer oder aktueller Natur. Toll sind freilich auch die Specials (sozusagen die thematischen Filmreihen und Retrospektiven des Hauses), die uns diesmal in die Welt des Bahnhofskinos entführen ("Lesbische Nazi-Nutten von UFOs ins All entführt und dort zu einer Hungerkur gezwungen!"), eine kleine Geschichte der etwas anderen Puppentrick-Filme bringt (daher auch vor kurzem dieser Film und auch auf diese Entdeckung hat mich der Newsletter aufmerksam gemacht) und uns mit einer kleinen Auswahl seines Schaffens den eher etwas unbekannten, aber entdeckenswerten japanischen Regisseur Yasuzo Masumura vorstellt.
Von daher freut mich das jedes Mal, wenn ich einen solchen Newsletter in die Hand bekomme, und dies eben nicht nur, weil ein paar der (wirklich!) vielen, vielen Reviews von mir sind. Als ich noch in der dunklen Provinz lebte, war ich froh über jeden Videodrom-Newsletter, dessen ich aus Berlin habhaft werden konnte (war dann auch immer meine Anweisung für Berlin-Reisende aus meinem Freundeskreis: Bringt mir was vom Videodrom mit!). Und bis heute sind diese Newsletter toll und machen, schlicht und ergreifend, große Lust auf wilde Film-Safari.
Deshalb: Falls Sie da irgendwo in Berlin wohnen oder die Tage dort vorbeikommen, dann schauen Sie da mal vorbei und nehmen Sie so'n Ding mit. Und vielleicht leihen Sie ja gleich noch was aus.
Wer das Leihangebot dieser Videothek kennt, wird sich denken können, dass ein solcher kommentierter Novitäten-Katalog nichts weniger darstellt als eine Wundertüte samt Abenteuerfahrt durch alle möglichen Kanäle des Filmgeschehens, sei es historischer oder aktueller Natur. Toll sind freilich auch die Specials (sozusagen die thematischen Filmreihen und Retrospektiven des Hauses), die uns diesmal in die Welt des Bahnhofskinos entführen ("Lesbische Nazi-Nutten von UFOs ins All entführt und dort zu einer Hungerkur gezwungen!"), eine kleine Geschichte der etwas anderen Puppentrick-Filme bringt (daher auch vor kurzem dieser Film und auch auf diese Entdeckung hat mich der Newsletter aufmerksam gemacht) und uns mit einer kleinen Auswahl seines Schaffens den eher etwas unbekannten, aber entdeckenswerten japanischen Regisseur Yasuzo Masumura vorstellt.
Von daher freut mich das jedes Mal, wenn ich einen solchen Newsletter in die Hand bekomme, und dies eben nicht nur, weil ein paar der (wirklich!) vielen, vielen Reviews von mir sind. Als ich noch in der dunklen Provinz lebte, war ich froh über jeden Videodrom-Newsletter, dessen ich aus Berlin habhaft werden konnte (war dann auch immer meine Anweisung für Berlin-Reisende aus meinem Freundeskreis: Bringt mir was vom Videodrom mit!). Und bis heute sind diese Newsletter toll und machen, schlicht und ergreifend, große Lust auf wilde Film-Safari.
Deshalb: Falls Sie da irgendwo in Berlin wohnen oder die Tage dort vorbeikommen, dann schauen Sie da mal vorbei und nehmen Sie so'n Ding mit. Und vielleicht leihen Sie ja gleich noch was aus.
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Thema: Filmtagebuch
26. Juni 06 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Herausragend mäßig geratenes Portrait des "schlechtesten Regisseurs der Welt", bei dem man sich nie ganz sicher sein kann, ob einer tragischen, wie faszinierenden Figur nur einmal mehr postum eine reingewürgt werden soll oder ob hier der Begriff "Hommage" einfach nur sehr seltsam verstanden wurde.
Methodisch hat man sich's einfach gemacht: Für jeden Aspekt der Person Woods hat man einen griffigen Filmschnippsel aus Ed Woods Filmografie rausgesucht. Wenn es beispielsweise darum geht, Woods Angora-Fetisch zu thematisieren, wird ein kleiner Moment aus einem reichlich debilen Softporno gezeigt, in dem der späte, ziemlich versoffene Ed Wood mit würdeloser Grimasse "What? Do you try to psychoanalyze me?" zum Besten gibt. Undsoweiterundsofort eben, irgendein Bonmot findet sich immer und überall. Ein paar alt gewordene talking heads hat man auch noch gefunden, die vor einem (offenkundig sehr billigem) Aufnahmegerät ziemlich Egales anbringen dürfen, weil sie Wood mal nahe standen.
Insgesamt ein schnelles cash in, dessen grundlegende Motivation in der Tat die gewesen sein dürfte, all dem buzz nach Tim Burtons tollen Ed Wood ein paar Dollars abzuluchsen. Zu Burtons Film sollte man dann in der Tat auch eher greifen als zu diesem Produkt.
imdb
Methodisch hat man sich's einfach gemacht: Für jeden Aspekt der Person Woods hat man einen griffigen Filmschnippsel aus Ed Woods Filmografie rausgesucht. Wenn es beispielsweise darum geht, Woods Angora-Fetisch zu thematisieren, wird ein kleiner Moment aus einem reichlich debilen Softporno gezeigt, in dem der späte, ziemlich versoffene Ed Wood mit würdeloser Grimasse "What? Do you try to psychoanalyze me?" zum Besten gibt. Undsoweiterundsofort eben, irgendein Bonmot findet sich immer und überall. Ein paar alt gewordene talking heads hat man auch noch gefunden, die vor einem (offenkundig sehr billigem) Aufnahmegerät ziemlich Egales anbringen dürfen, weil sie Wood mal nahe standen.
Insgesamt ein schnelles cash in, dessen grundlegende Motivation in der Tat die gewesen sein dürfte, all dem buzz nach Tim Burtons tollen Ed Wood ein paar Dollars abzuluchsen. Zu Burtons Film sollte man dann in der Tat auch eher greifen als zu diesem Produkt.
imdb
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