Thema: videodrome

Via GreenCine Daily bin ich gerade auf eine ganze Reihe von Videos auf YouTube aufmerksam geworden, die besonders pointierte Ausschnitte aus einer Diskussion (oder Vorlesung? Vortrag?) mit Peter Greenaway zeigen.
Da ich mir nur ungern die Startseite mit haufenweise Videos tapezieren möchte, habe ich die Clips im ersten Kommentar hinterlegt. Ich hoffe, ich habe alle berücksichtigt. [und natürlich, das ist mal wieder alles großmauliger als ein Breitmaulfrosch ...]
Hochgeladen wurden die Filme von dem User Afracious, der im übrigen ein hochinteressantes VideoLog mit zahlreichen weiteren tollen Clips auf YouTube führt.
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Thema: Kinokultur
Zumindest aus Perspektive eines Genre-Off-Kinos hat sich Panik House Entertainment in letzter Zeit zu einem der filmhistorisch interessantesten und wichtigsten DVD-Labels gemausert. Wo kriegt man sonst funky Action-Sexploitationer aus Japan oder klassische mexikanische Gruselfilme in hervorragend besorgten DVD-Editionen her? Eben.
Steven Jenkins hat sich für GreenCine.com mit dem Chef des Unternehmens unterhalten, der sich, was Wunder, als aficionado von altem Schrot und Korn erweist.
Steven Jenkins hat sich für GreenCine.com mit dem Chef des Unternehmens unterhalten, der sich, was Wunder, als aficionado von altem Schrot und Korn erweist.
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Thema: Kinokultur
Es ist im äußersten Maße erstaunlich, welche Renaissance derzeit Werner Herzog erfährt. Freilich nicht in Deutschland, wo Herzog seit der (gelungenen) DVD-Edition von Kinowelt offenbar als historisiert gilt; zumindest hört man hier kaum mehr etwas von ihm, geschweige denn, dass man seine neuen Arbeiten im Kino nachvollziehen könnte. Nein, Ort des Geschehens sind die USA.
Dort hat Herzog seit dem etwas obskuren Rad der Zeit in kurzer Zeit eine Fülle von Arbeiten vorgelegt wie schon seit langem nicht mehr: Den hervorragenden Grizzly Man etwa, kurz zuvor The White Diamond (der es immerhin auch in hiesige Kinos geschafft hat, wenn auch nur mit kläglicher Kopienzahl) und nun The Wild Blue Yonder, eine irritierende Mischung aus Dokumentation, Essayfilm und Science Fiction; ebenfalls zu erwähnen ist seine Mitarbeit als Schauspieler in dem großartigen Incident at Loch Ness. Rescue Dawn, ein neuer Spielfilm feierte jüngst Premiere, hie und da hört man bereits von weiteren Projekten.
Das interessante aber ist nun eben, dass diese Filme in den Staaten auch wirklich wahrgenommen werden - kurios genug, sollte man meinen, handelt es sich doch (zumeist) um Dokumentationen, die zumindest hierzulande eher als Kinoblei verschrien sind (so sie denn keinen Karneval nach Fasson von Pausenclown Michael Moore in Aussicht stellen). Kaum eine Woche ohne ein Feature, einen ausführlichen Artikel, ein Interview oder einzelne Filmkritiken in den US-Printmedien - und dies meist an prominenter Stelle und von kundigen Autoren verfasst. Henry Rollins hatte sich Herzog sogar als Gast in seine TV-Show geholt. Seine Filme führen einige Jahrestoplisten der US-Kritiker an und wenn man Herzog selbst Glauben schenken darf, katapultierte sich der DVD-Release seines Nosferatu seinerzeit binnen einer Woche auf die Top-Position der Verkaufscharts (wenn ich mich recht erinnere, sprach er von 300.000 verkauften Einheiten, wobei hier wohl auch der Weltmarkt zu berücksichtigen ist: Meines Wissens handelte es sich um die weltweit erste Veröffentlichung des Films und dies sozusagen 'zur Pionierzeit' des DVD-Imports). Werner Herzog Superstar!
Einen rechten Reim kann ich mir allerdings nicht darauf machen (davon abgesehen, dass ich die Filme für große halte!). Natürlich freut es mich aber - und ich finde es, als Phänomen, eben sehr interessant. Allerdings ist es natürlich auch für den hinreichend morschen Zustand der hiesigen Kinokultur bezeichnend: Während hier das Kinoprogramm in einer unglaublichen Art und Weise von Woche zu Woche öder wird, erfahren andernorts einige großartige Werke die breite Aufmerksamkeit, die sie auch verdient haben.
Zum Nachvollzug der medialen Präsenz Herzogs empfiehlt sich im übrigen das Werner Herzog Archive.
Dort hat Herzog seit dem etwas obskuren Rad der Zeit in kurzer Zeit eine Fülle von Arbeiten vorgelegt wie schon seit langem nicht mehr: Den hervorragenden Grizzly Man etwa, kurz zuvor The White Diamond (der es immerhin auch in hiesige Kinos geschafft hat, wenn auch nur mit kläglicher Kopienzahl) und nun The Wild Blue Yonder, eine irritierende Mischung aus Dokumentation, Essayfilm und Science Fiction; ebenfalls zu erwähnen ist seine Mitarbeit als Schauspieler in dem großartigen Incident at Loch Ness. Rescue Dawn, ein neuer Spielfilm feierte jüngst Premiere, hie und da hört man bereits von weiteren Projekten.
Das interessante aber ist nun eben, dass diese Filme in den Staaten auch wirklich wahrgenommen werden - kurios genug, sollte man meinen, handelt es sich doch (zumeist) um Dokumentationen, die zumindest hierzulande eher als Kinoblei verschrien sind (so sie denn keinen Karneval nach Fasson von Pausenclown Michael Moore in Aussicht stellen). Kaum eine Woche ohne ein Feature, einen ausführlichen Artikel, ein Interview oder einzelne Filmkritiken in den US-Printmedien - und dies meist an prominenter Stelle und von kundigen Autoren verfasst. Henry Rollins hatte sich Herzog sogar als Gast in seine TV-Show geholt. Seine Filme führen einige Jahrestoplisten der US-Kritiker an und wenn man Herzog selbst Glauben schenken darf, katapultierte sich der DVD-Release seines Nosferatu seinerzeit binnen einer Woche auf die Top-Position der Verkaufscharts (wenn ich mich recht erinnere, sprach er von 300.000 verkauften Einheiten, wobei hier wohl auch der Weltmarkt zu berücksichtigen ist: Meines Wissens handelte es sich um die weltweit erste Veröffentlichung des Films und dies sozusagen 'zur Pionierzeit' des DVD-Imports). Werner Herzog Superstar!
Einen rechten Reim kann ich mir allerdings nicht darauf machen (davon abgesehen, dass ich die Filme für große halte!). Natürlich freut es mich aber - und ich finde es, als Phänomen, eben sehr interessant. Allerdings ist es natürlich auch für den hinreichend morschen Zustand der hiesigen Kinokultur bezeichnend: Während hier das Kinoprogramm in einer unglaublichen Art und Weise von Woche zu Woche öder wird, erfahren andernorts einige großartige Werke die breite Aufmerksamkeit, die sie auch verdient haben.
Zum Nachvollzug der medialen Präsenz Herzogs empfiehlt sich im übrigen das Werner Herzog Archive.
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Thema: Asienticker
01. November 06 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Man kommt ja kaum hinterher. Citizen Dog habe ich noch immer nicht gesehen und schon kommt der nächste Film von Wisit Sasanatieng: The Unseeable ist diesmal offenbar kein farbenprächtiges Neo-Retro-Spektakel (im Gegensatz zu den beiden Vorgängern), sondern, wie diesem vorsichtigen Vorab-Review zu entnehmen ist, ein »intelligenter, gruseliger Geisterthriller«. Eine weitere Beschreibung, die ich gerade eben schnell gefunden habe, ist die folgende:
Entnommen habe ich sie der Beschreibung des Trailers, der auf VideoGoogle zu finden ist:
Ich hoffe, dass sich die hiesigen üblichen Verdächtigen bereits um die Lizenzen für eine Kinoauswertung reißen.
»A tale of love and horror that brings together two unsuspecting ladies. Nuan Jan, a rural girl who is in search for her long lost love, ... Alle » runs into a rich widow named Ran Juan. Clues and eerie events lead up to portray Run Juan as a very mysterious person. The towns’ people say that she is hiding her lover away from the public eye. It is also rumored that her lover is not even human!«[via]
Entnommen habe ich sie der Beschreibung des Trailers, der auf VideoGoogle zu finden ist:
Ich hoffe, dass sich die hiesigen üblichen Verdächtigen bereits um die Lizenzen für eine Kinoauswertung reißen.
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