Thema: videodrome
22. Februar 08 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Eine der schönsten Kategorien der alljährlichen Oscarnominierungen - und zugleich eine der unbeachtetsten - ist die der Animationskurzfilme. Auf Ticklebooth.com findet sich eine Liste mit Links zu den Streamings der diesjährigen Nominierungen.
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Thema: DVDs
22. Februar 08 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Eine schöne, reich bebilderte Top30-Liste bei cinebeats:
Mission Statement 1-10 11-20 21-30
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Thema: Filmtagebuch
»Als Sweeney Todd (Johnny Depp) unschuldig ins Gefängnis geworfen wird, schwört er Rache, nicht nur für seine brutale Strafe, sondern auch für das grausige Schicksal, das seine Frau und Tochter erleiden müssen. Eines Tages kehrt er zurück, arbeitet wieder als Frisör und steigt zum dämonischen Barbier der Fleet Street auf: "Er rasiert den Gentlemen die Köpfe, die daraufhin spurlos verschwinden."«(Text: Warner Bros.)
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Sweeney Todd ist Tom Burtons düsterster, tragischster, mit Gewissheit sein blutigster Film, sein bester indessen leider nicht.

London als Unterwelt zu zeichnen, in die mit dem Boot erst hinüberzusetzen ist (im Original - auf der Bühne, im Film - fehlt diese Anreise meines Wissens), funktioniert zwar; selten war London derart teerig, rußig, dreckig, kurzum: schwarz zu sehen. Schritt für Schritt verdüstert sich das Bild, bis man schließlich im Keller angekommen ist, wo der dunkel dräuende Eisenofen überstundenlang brennt und sich die Leichen stapeln.
Allein fraglich bleibt die Entscheidung, auf das Musical nicht zu verzichten; dass Johnny Depp und Helena Bonham Carter gut singen könnten, mag vermutlich niemand behaupten wollen (Depp, immerhin, gibt sich Mühe). Es mangelt den (viel zu häufigen) Gesangssequenzen auch an Irrsinn, sprühendem Witz oder wenigstens durchchoreografierter Grandezza. Im wesentlichen wirken sie hemmend und stehen dem Film oft im Wege.
Auch scheint Burton langsam, aber sicher in eine Phase seines Schaffens eingetreten zu sein, in dem sein unbedingter Wille zur Gestaltung alles, vor allem den Film, unter sich erdrückt. Das war beim Willie-Wonka-Film schon ähnlich, aus dem ich mit Zahnschmerzen gegangen bin; hier ist's kaum anders: Dem Staunen über die ästhetische Wunderwelt, die Burton einst mit lockerer Hand aus dem Hut gezaubert zu haben schien, steht der Film hier mit all seiner Wucht und Pedanterie entgegen.
Nicht, dass Sweeney Todd ein wirklich schlechter Film wäre. Nur wo früher bei Burton die Funken sprühten, wirkt dieser Film wie ein Basaltstein erstarrt.
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