Donnerstag, 28. August 2008
Thema: TV-Tipps
A

Heute Nacht auf arte: Roland Klicks vom Italowestern beeinflusster Wüstenthriller Deadlock (siehe auch hier) mit einem grandiosen Mario Adorf und dem heimlichsten größten Star des deutschen Nachkriegskinos, Marquard Bohm. Der Schutzheilige des Mitternachtskinos, Alejandro Jodorowsky, meinte über diesen Film einmal: "Deadock ist fantastisch. Ein bizarrer, glühender Film" - Dem ist von meiner Seite an dieser Stelle eigentlich nichts mehr hinzuzufügen (davon abgesehen, vielleicht, dass Supermarkt, auch von Klick, sogar noch einen Tick besser ist).

Mehr Informationen und ein Interview mit Klick auf der Website des Senders.


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Wer als Kind schon Horrorfilme und Gewaltspiele konsumiert, wird als Jugendlicher eher zu Gewalttaten neigen.
So hat es, der taz zufolge, eine Studie als Fazit formuliert.

Eine Kurve weiter scheint allerdings nicht gedacht zu werden: Kinder, die eben als Kinder schon regelmäßig Horrorfilme schauen und "Gewaltspiele" spielen, werden dies kaum in Familien tun, in denen Nestwärme herrscht oder die sich anderweitig durch gefestige Zusammenhänge ausweisen. Ich würde sogar die Vermutung wagen, dass es sich vorwiegend um desolate Familien handelt, in denen Kinder mit ihrem Medienkonsum auf sich alleine gestellt sind, die also von ihren Eltern beim Medienkonsum weder begleitet werden, noch mit ihnen darüber ein Gespräch führen können. Das nennt man soziale Verwahrlosung - und die manifestiert sich eben nur in kleinbürgerlichen, deutschen Spießeraugen in räudigem Erscheinungsbild, kennt in Wahrheit aber noch ganz andere Dimensionen.

Man darf sich auch die Frage stellen, welcher Umgang mit Gewalt in solchen Familien herrscht.


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