Zwischen Peter Jacksons preisgekrönter "Herr der Ringe"-Trilogie und diesem neuen, ersten Film der ebenfalls als Trilogie konzipierten Verfilmung von Tolkiens Kinderbuch "Der kleine Hobbit", mit dem der Sprachhistoriker 1937 den phantastischen Kosmos von Mittelerde erstmals beschrieb, liegen nicht nur neun Jahre, sondern ein ganzer Medienwechsel samt folgenreicher Umstrukturierung des Kinobetriebs: Die volldigitale Produktionsweise ist durchgesetzt (freilich, ein paar wenige Idealisten werden vom Betrieb als 35mm-Fanatiker gerade noch geduldet), im Bereich großbudgetierter Produktionen ist an 3D so gut wie kein Vorbeikommen mehr. Mit "Der Hobbit" setzt Jackson dem nun noch einen obendrauf: Gedreht wurde nicht nur in 3D, sondern gleich im "High Frame"-Verfahren, also mit 48 statt der üblichen 24 Bilder pro Sekunde, was dem Film nicht nur die berüchtigten Unschärfen bei schnellen Bewegungsabläufen austreibt, sondern auch ein teures Equipment-Upgrade der Kinos erforderlich macht. Der Keil zwischen hochgerüstetem Kinobetrieb, der schon zur Amortisierung seiner Investition vermehrt auf große Eventfilme setzen muss, und den zu solchen Ausgaben kaum befähigten Einzelbetrieben wird damit noch ein bisschen tiefer ins Gewebe der ohnehin schon parzellierten Kinokultur getrieben. [weiterlesen beim Perlentaucher]



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