»... sprechende Kugelblitze und denkende Teigwaren; die Arkana der entlegenen Mathematik und der revolutionären Physik; riesige Fahrzeuge, die unterm Wüstensand nach Schätzen suchen wie U-Boote am Meeresgrund; Bücherwurmlöcher und Rutschbahnen quer durch die Raumzeit; Bühnenzauber und echte Magie; Sprengstoff; sexuelle Peitschenspielchen in den Stallungen der Superreichen und schmuddelige Orgien in den stickigen Quartieren des Lumpenproletariats.«
Dietmar Dath bespricht den neuen Roman von Thomas Pynchon. Und ich bin mir jetzt vollends sicher: Das wird groß. Unglaublich groß.
»... an den Rand des erlaubten Wissens und darüber hinaus.«
[und wie ich jubeln könnte über die "fortschrittliche Nostalgie", die Dath Pynchon erfunden zu haben konstatiert und dann die "großen Alten" anführt: Lovecraft, Verne, Wells. Zukünftigkeit als ein Gestaltbares im Rückgriff auf Retro-Utopismus der die Zukunft längst kolonialisiert habenden Gegenwart entreißen!]
»Mit der gerade erschienenen Ausgabe 14/15 wird KINtop, das seit 1992 bei Stroemfeld erscheinende Jahrbuch zur Erforschung des frühen Films eingestellt. Gegründet und herausgegeben von Frank Kessler, Sabine Lenk und Martin Loiperdinger, war KINtop fünfzehn Jahre lang das Forum für die wissenschaftliche Diskussion und Forschung zum frühen Kino im deutschsprachigen Bereich.«
Äußerst schade - eine der immer wieder interessantesten Schriftenreihen vor allem zur frühen Filmgeschichte geht damit verloren. Ein herber Verlust.

In schöner Regelmäßigkeit, also quartalsweise, ist es mir eine Freude auf eine neue Ausgabe der Splatting Image hinzuweisen.
Das Cover wird diesmal von einem Bild aus Robert Wienes
Die Standardrubriken sind auch diesmal wieder prall gefüllt, wobei sich die weihnachtliche Betriebsamkeit unter den Programmanbietern vor allem an der sehr umfangreich ausgefallenen DVD-Rubrik bemessen lässt. Ansonsten werden wieder tolle Pornos, tolle Kinofilme, tolle asiatische Filme und ein toller schlechter Film in aller Ausführlichkeit besprochen. Genaueres zum Inhalt siehe hier.
Das Magazin ist über dessen Website beziehbar, wo im übrigen noch immer eine Sonderverkaufs-Aktion läuft (ich kann es nur immer wieder betonen: auf Grund seiner Ausrichtung ist das Heft auch trotz älteren Datums keineswegs "erschöpft", sondern auch jenseits von Tagesaktualität und filmjournalistischer Chronistenpflicht lesenswert). Berliner Mitlesende können es beispielsweise direkt in den Videotheken Videodrom und Filmkunst-Cinethek, sowie in anderen Enklaven der Sub- und Filmkultur erwerben.
Ich selbst habe diesmal exklusiv eine Reihe DVD-Besprechungen und eine lange Kritik zu John & Jane beigesteuert.