Thema: good news
27. Mai 08 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Ich glaub's ja erst, wenn ich im Kino sitze: In diesem Fernsehinterview berichtet Tarantino, dass er das Skript für sein seit Jahren angekündigtes Remake des 1978 unter der Regie von Enzo G. Castellari entstandenden Kriegsfilms Inglorious Bastards nun fertiggestellt habe und kündigt darüber hinaus an - if all goes well - den Film bereits im kommenden Festivaljahrgang in Cannes zu präsentieren.
Die DVD des Originals erschien übrigens vor gar nicht allzu langer Zeit bei Koch Media unter dem Titel Ein Haufen verwegener Hunde in hervorragender Qualität.
Aber wie gesagt: Ich glaub's erst, wenn ich im Kino sitze.
[via]
Die DVD des Originals erschien übrigens vor gar nicht allzu langer Zeit bei Koch Media unter dem Titel Ein Haufen verwegener Hunde in hervorragender Qualität.
Aber wie gesagt: Ich glaub's erst, wenn ich im Kino sitze.
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Thema: TV-Tipps

Auf der Berlinale hat mich Dominik Grafs neuer, auf einem Roman von Kai Meyer basierender Film Das Gelübde enorm begeistert. Arte strahlt den Film nun am kommenden Freitag aus, hier die detaillierten Programminformationen. (Das arte-Programm lässt sich im übrigen mit dem Zattoo-Player (siehe) online sehen)
Ich empfehle diese Möglichkeit ganz dringend, zumal allen Freunden klassischer, vor allem italienischer Gruselfilme, ohne dass sich die Empfehlung nur an diese richten würde. Schade bleibt allein, dass die Möglichkeit, Das Gelübde in einem Kino zu sehen - wo er eigentlich hingehört, wie ich finde -, auch weiterhin wohl kaum besteht.
Aktuell zu Das Gelübde hat Volker Hummel ein Interview mit Dominik Graf auf sein Weblog gestellt, das mir überdies empfehlenswert erscheint. Als Bonus konnte er dem Regisseur noch dessen Dreckiges Dutzend, eine schöne Liste mit deutschen Lieblingsfilmen, abgewinnen.
[Nebenbei: Dominik Grafs 2004 in der Süddeutschen erschienener Essay über den Polizeithriller ist noch immer online]
Nachtrag: Der Film wurde erfreulich positiv von der Presse mit Rezensionen begleitet. FAZ, Spiegel, Tagesspiegel und Welt brachten ausführliche Kritiken.
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Thema: Kinokultur
27. Mai 08 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren

Kurios und zumindest als Geste doch überfällig: Ab Anfang Juni zeigt die Cinémathèque Francaise eine erstaunlich umfangreiche Retrospektive zu einem der sonderbarsten (und berühmt-berüchtigsten) Regisseure des europäischen Nachkriegskinos: Jess Franco. [via]
So umfangreich sein Werk - irgendwas um 300 Filme -, so obskur die einzelnen Beiträge: Schon exploitation, aber doch nicht ganz; irgendwie schon Kunstfilme, aber eben doch nicht ganz. Merkwürdige, undefinierbare Zwitterwesen: Kolportagen ja, aber eben doch nicht so brachial reißerisch, wie man es sich eigentlich vorstellen müsste. Oft genug schnell und schlampig runtergedreht, und doch immer wieder mit dem Gran Gestaltungswillen, dass man darin nicht nur bloße Geldmaschinen sehen kann. Insofern sind sie - was immer man im einzelnen von ihnen halten mag (ja, einige, viele sind sturzlangweilig, aber eben auf sehr spezielle Art) - doch auch Autorenfilme klassischen Zuschnitts: Man erkennt eine (seltsame) Handschrift, eine Signatur der Obessionen, wiederkehrende Stilmittel und Motive (alleine schon, wie sich in fast jedem mir bekannten Franco-Film mindestens eine Bühnenszene befindet, in der es oft genug um das Spiel zwischen Kunst und Realität geht). Wobei dies, zugegeben, eher für seine 'klassische' Periode gilt: Ab den späten 70ern versackte Franco zusehends im Pornosumpf, wo er sich, nach meinem Kenntnisstand, eher mäßig profilierte, sondern wirklich nur noch öde vor sich hin ferkelte.Als maitre würde ich Jess Franco zwar nicht bezeichnen wollen; wohl aber als eines der faszinierendsten Phänomene der hiesigen Filmgeschichte. Viele Trailer finden sich hier.
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