Thema: Kinokultur
... lautet der Titel eines bereits vor einer Woche in der Jungle World erschienenen Dossier-Artikels von Martin Büsser, der darin die hiesige DVD-Kultur einer Bestandsprobe unterzieht und zu einem mehr oder weniger vernichtenden Ergebnis kommt.
Wer die Sachlage kennt, erfährt nichts Neues, allenfalls Bestätigung. Doch ist es wichtig, dass das Thema öffentlicht angegangen wird, dass Namen genannt werden, die essenziell sind und doch über die Grenze der Un-Sichtbarkeit hinaus fehlen, und dass im gleichen Atemzug die Alternative aufgewiesen wird: Der DVD-Import (und wenigstens in Berlin gibt es noch dazu kostengünstige Alternativen). Dass überhaupt einmal der ungemeine Reichtum, den eine globalisiert-digitale cinephile Kultur heute zumindest in Aussicht stellt, erwähnt wird.
Ich habe es an dieser Stelle einer sich derzeit zuspitzenden Diskussion bereits gesagt: "Im Zeitalter des Internet ist für den "Interessierbaren" jenseits der "Kinostädte" die DVD-Veröffentlichung in England, Asien oder Russland wesentlich näher als alles, was ins Kino gelangt" - umso weniger verstehe ich eine feuilletonistische DVD-Kritik, die (es gibt Ausnahmen, natürlich und zum Glück) sich zum einen nur auf den hiesigen DVD-Markt kapriziert und dessen Vorgaben zum anderen größtenteils zum Aufwärmen alter Texte nutzt.
Nicht, dass es hierzulande nicht Erfreuliches gäbe. Die gerade erschienene Achternbusch-Box zum Beispiel ist sicher Anwärterin auf den Titel "Veröffentlichung des Jahres" (umso bedauerlicher, dass sie keinerlei Untertitel, englische zum Beispiel, aufweist). Büsser führt in seinem Artikel weitere Ausnahmen an, die verdienstreiche Arbeit von absolutMedien und Trigon etwa.
Gerade hat Criterion in den USA seine neue Website online gestellt - sie nennt sich nun Online Cinémathèque und bietet, was der Titel in Aussicht stellt: Nach und nach soll das Angebot des Labels auch als qualitativ hochwertiger Stream zu vergleichsweise günstigen Bedingungen verfügbar sein. All jenen zumindest, die von den USA aus auf die Website zugreifen (alle anderen freuen sich wenigstens an Teaser-Clips und einer Auswahl an begleitetenden Essays oder beginnen mit Proxy Servern zu experimentieren). Dass eine solche künstliche Nationalgrenze nicht mehr lange aufrecht zu halten sein wird, steht zu erwarten.
Im Bereich der trägerorienierten Filmkultur ist sie eigentlich schon längst gefallen.
Wer die Sachlage kennt, erfährt nichts Neues, allenfalls Bestätigung. Doch ist es wichtig, dass das Thema öffentlicht angegangen wird, dass Namen genannt werden, die essenziell sind und doch über die Grenze der Un-Sichtbarkeit hinaus fehlen, und dass im gleichen Atemzug die Alternative aufgewiesen wird: Der DVD-Import (und wenigstens in Berlin gibt es noch dazu kostengünstige Alternativen). Dass überhaupt einmal der ungemeine Reichtum, den eine globalisiert-digitale cinephile Kultur heute zumindest in Aussicht stellt, erwähnt wird.
Ich habe es an dieser Stelle einer sich derzeit zuspitzenden Diskussion bereits gesagt: "Im Zeitalter des Internet ist für den "Interessierbaren" jenseits der "Kinostädte" die DVD-Veröffentlichung in England, Asien oder Russland wesentlich näher als alles, was ins Kino gelangt" - umso weniger verstehe ich eine feuilletonistische DVD-Kritik, die (es gibt Ausnahmen, natürlich und zum Glück) sich zum einen nur auf den hiesigen DVD-Markt kapriziert und dessen Vorgaben zum anderen größtenteils zum Aufwärmen alter Texte nutzt.
Nicht, dass es hierzulande nicht Erfreuliches gäbe. Die gerade erschienene Achternbusch-Box zum Beispiel ist sicher Anwärterin auf den Titel "Veröffentlichung des Jahres" (umso bedauerlicher, dass sie keinerlei Untertitel, englische zum Beispiel, aufweist). Büsser führt in seinem Artikel weitere Ausnahmen an, die verdienstreiche Arbeit von absolutMedien und Trigon etwa.
Gerade hat Criterion in den USA seine neue Website online gestellt - sie nennt sich nun Online Cinémathèque und bietet, was der Titel in Aussicht stellt: Nach und nach soll das Angebot des Labels auch als qualitativ hochwertiger Stream zu vergleichsweise günstigen Bedingungen verfügbar sein. All jenen zumindest, die von den USA aus auf die Website zugreifen (alle anderen freuen sich wenigstens an Teaser-Clips und einer Auswahl an begleitetenden Essays oder beginnen mit Proxy Servern zu experimentieren). Dass eine solche künstliche Nationalgrenze nicht mehr lange aufrecht zu halten sein wird, steht zu erwarten.
Im Bereich der trägerorienierten Filmkultur ist sie eigentlich schon längst gefallen.
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