Samstag, 20. August 2011
Thema: Hinweise
Der Alieninvasionsfilm liefert die katastrophischen Bilder zur Zeit - und ist dabei mentalitätshistorisch aufschlussreich. Und dies nicht nur auf einer symbolischen/semiotischen Ebene, sondern, wie ich heute in ein paar Zeilen für die taz zu skizzieren versuche, auch auf Ebene von ästhetischen Grundsatzentscheidungen.



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Dienstag, 16. August 2011
Thema: festivals
Heute beginnt in Berlin das Fantasy Filmfest. Dazu von mir ein paar Zeilen in der taz.



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Samstag, 13. August 2011
Thema: videodrome
Abel Ferrara hat in Locarno nicht nur mit Songeinlagen sein Kinopublikum genervt, er hat sich auch mit Lukas Foerster und Frédéric Jaeger für critic.de unterhalten:



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Freitag, 12. August 2011
Thema: videodrome
Chris Marker: Overnight (via)




Romuald Karmakar: Ein kleiner Film für Michael (via)



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Donnerstag, 11. August 2011
In der taz habe ich heute einen Text über den diese Woche anlaufenden Shit Year, eine ganz liebreizende Reprise der Ästhetik eines längst obsolet geglaubten Independentkinos vergangener Tage. Und Ellen Barkin ist darin absolut umwerfend, vom Sound des Films ganz zu schweigen - anschauen!



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Mittwoch, 10. August 2011
Thema: Hoerspiele
Nachtrag, 18.07.: Da wegen der gestrigen Ausstrahlung des Hörspiels wieder einige bei diesem Posting landen: Der unten angegebene Link funktioniert nicht mehr, das Hörspiel gibt es aber online hier!

Eigentlich wollte der WDR im März Jörg Buttgereits neues Hörspiel Green Frankenstein - eine Hommage ans japanische Monsterkino, die zugleich dessen allegorischen Potenziale auslotet - ausstrahlen. Die Ereignisse in Japan kamen dem zuvor, kurzfristig wurde der Sendetermin abgesagt.

Nun hat ein findiger Mensch im Forum "Kongulas Pranke" entdeckt, dass es das Hörspiel tatsächlich auf dem Server des WDR zum Download gibt. Ich wünsche viel Vergnügen beim Hören:

Green Frankenstein


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Mittwoch, 3. August 2011
Den schönsten Sommer-Blockbuster nicht nur dieses Jahres, sondern auch seit geraumer Zeit hat meiner Meinung nach JJ Abrams mit Super 8 gedreht. Die Hommage an das von Spielberg produzierte Blockbusterkino der frühen 80er kommt morgen ins Kino, beim Perlentaucher habe ich dazu ein paar Zeilen verfasst.



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Samstag, 30. Juli 2011
Zwei aktuelle Kinostarts: Beim Perlentaucher schreibe ich über den japanischen Film Geständnisse. In der taz war am Donnerstag ein Text von mir über Green Lantern.





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Samstag, 9. Juli 2011
Thema: Hinweise
Klaus Lemke weilt gerade (oder weilte kürzlich - man weiß es ja nicht exakt) in Berlin - Tagesspiegel und FAZ berichteten (Links selber raussuchen!). Nicolas Šustr hat aus diesem Anlass ein sehr schönes Interview mit dem Regisseur geführt, in dem Lemke erklärt, warum aus seiner Berlinphobie eine Berlinphilie geworden ist. Dazu gab es Nescafé ("Bombe").


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Freitag, 8. Juli 2011
Thema: videodrome
Gerade noch empfohlen, jetzt in der arte-Mediathek: Sasori mit Meiko Kaji! (Wegen Jugendschutzgedöns aber aller Wahrscheinlichkeit nur zu vorgerückter Stunde abrufbar):



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Donnerstag, 7. Juli 2011
Thema: TV-Tipps
Heute Nacht unbedingt arte einschalten - um 23.40 läuft der großartige japanische Exploitation-meets-Art-Film Sasori - Scorpion mit der unvergleichlichen Meiko Kaji. Wer bei der Berlinale brav war und Sion Sonos großartiges 4-Stunden-Epos Love Exposure (meine Kritik hier) gesehen hat, bekommt hier das Hintergrundmaterial für die darin verhandelte Sasori-Figur geliefert.

Weitere Infos hier, folgend Ausschnitte aus der arte-Mediathek:



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Samstag, 2. Juli 2011
Thema: Kinokultur
Ich frage mich gerade, ob Ulrich Köhlers Schlafkrankheit, der nach dem Berlinale-Erfolg im Februar nun auch regulär ins Kino gekommen und unbedingt zu empfehlen ist, über die in Kritiken zum Film schon häufiger angeführten Korrespondenzen zum Kino von Apichatpong Weerasethakul hinaus nicht auch eine zu Dennis Hoppers ruhmhaft gescheitertem Last Movie unterhält. Ein wenig Googelei hat diesbezüglich jedenfalls noch nichts ans Tageslicht gebracht, deshalb will ich hier nur ein paar Spurenhinweise legen, die vielleicht/hoffentlich aufgegriffen werden.

Zum einen gibt es da die persönliche Wertschätzung: Vor wenigen Jahren präsentierte Köhler Hoppers Film im Kino Arsenal zu Berlin (wo ich den kaum sichtbaren Film gesehen habe) im Rahmen der Reihe "Kreativität, Film, Ökonomie", die ein von Köhler an der dffb gegebenes Seminar flankierte, von ihm zusammengestellt und in zwei Fällen - einer davon Hoppers Film - von Köhler persönlich in einer Einführung kommentiert wurde.

Gelegentlich angesprochen wurde auch schon die frappierende Ähnlichkeit, die Köhlers Hauptdarsteller Pierre Bokma in diesem Film mit Köhler selbst aufweist und als biografische Spur verstanden wird: Köhler verbrachte einige Jahre seiner Kindheit in Afrika in direkter Tuchfühlung zum Alltag der Entwicklungshilfe. Dass Bokma in diesem Film aber auch mitunter ähnlich frappierend dem Dennis Hopper zu New-Hollywood-Zeiten ähnelt, scheint bislang noch unkommentiert.

Schließlich handelt The Last Movie, ähnlich wie Schlafkrankheit, vom Versinken und Abtauchen in eine nicht profund fremde, aber, vom Zentrum des eigenen Lebensmittelpunkt betrachteten, peripheren Kultur, in der der für die westliche Kultur zentrale Antagonismus zwischen Zivilisation und Natur, zwischen Mythos und Ratio nicht vollständig etabliert ist. Bei Hopper verliert sich ein Stuntman in Peru, bei Köhler ein Entwicklungshelfer in Afrika. Beide verweigern die Rückkehr, beide nehmen sich in der zum neuen Lebensmittelpunkt gewordenen Umgebung eine neue Frau.

Schlussendlich handelt Schlafkrankheit womöglich auch von den Produktionsumständen von Hoppers Last Movie. Im Zuge des Erfolgs von Easy Rider hatte Hopper carte blanche für seine Dreharbeiten in Peru: Ein Geldstrom aus dem Zentrum Hollywoods ins periphere Peru, wo Hopper - wie man es dem Endresultat abspürt, wie man es aber auch in der Dokumentation American Dreamer sehen kann - im zerrüttenden Chaos zu versinken droht und nach kiloweise geschossenem Material schon längst nicht mehr Herr der Lage ist. Im zweiten Teil von Köhlers Schlafkrankheit macht sich ein Doktor aus Frankreich auf nach Afrika, um dort die Grundlagen für Bokmas Entwicklungshilfenprojekt zu evaluieren und um gegebenenfalls den Geldhahn zuzudrehen. Bokmas Figur ist persönlich zerrüttet und enorm erratisch in seinem Verhalten - wie sich herausstellt entbehrt das Projekt mittlerweile tatsächlich jeder Grundlage und dient lediglich der Abschöpfung von Geldmitteln.

Das alles sind jedoch, wie oben geschrieben, nur Spuren, die sich womöglich als haltlos herausstellen können. Falls nicht, wäre ich jedoch an ihrer Konkretisierung enorm interessiert.


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Mittwoch, 8. Juni 2011
Thema: videodrome
Dream come true:



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Dienstag, 24. Mai 2011
Thema: radio
Das Schöne am Reisen ist ja mitunter auch, dass man gänzlich leere Zeit zur Verfügung hat, die man mit Muse füllen kann. Man kann in aller Ruhe Bücher, Zeitungen, Magazine lesen oder endlich den mit Podcasts vollen MP3-Player leer hören. Auf den Straßen von Berlin nach Hamburg habe ich etwa mit großem Gewinn dieses aktuelle Radiogespräch mit Dominik Graf aus dem Podcast von Bayern2 artmix.gespräch gehört:

Dominik Graf: Verbindung zwischen Hörspiel und Film



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Thema: videodrome
Eines der schönsten Filmbücher in Deutschland der vergangenen zehn Jahre stammt von Michael Althen (und einen weiteren Anwärter auf diesen Titel hat er immerhin herausgegeben). Warte, bis es dunkel ist trägt sein Genre schon im Untertitel mit sich: "Eine Liebeserklärung an das Kino". Ein sonderliches Verhältnis zu Althens Filmkritiken hatte ich bis zur Lektüre dieses Buchs nicht aufgebaut, auch danach las ich seine Texte eher interessiert als mit Begeisterung. Sein Buch aber verschlang ich innerhalb eines Abends und einer Nacht mit roten Ohren beim Lesen: Hier schrieb einer mit einer entwaffnend aufrichtiger Inbrunst über die Liebe seines Lebens (und damit in diesem Fall auch immer: über Frauen). Seitdem war Althen für mich zwar keine wegweisende Instanz oder gar wortangebende Authorität (ich denke, so wie er schrieb, war das auch gar nichts, auf was er auch nur hinauswollte), aber ich hatte ihn sehr, sehr gern - schon auch, weil man seinen Texten auch immer noch ein bisschen abspüren konnte, wie sehr sich da einer freut, dass das überhaupt geht: Im Kino sitzen, ein - in diesem Falle viel zu kurzes - Leben lang.

Man merkt das auch an diesem Video, das Romuald Karmakar gerade in seinen YouTube-Channel gestellt hat. Beide reisen von München nach Berlin und wieder nach München, auf dem Weg zur Berlinale und zurück. Michael Althen ist blutjung, noch keine 30 und schon Kritiker bei der SZ - und freut sich auf viele und dann noch mehr Filme. Sein Bayerisch ist nicht abgeschliffen, mitunter noch etwas breit. Ich finde das enorm sympathisch.



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