Thema: Hoerspiele
02. Juni 12 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Über eine Story beim Spiegel bin ich gerade darauf gestoßen, dass der so hochverehrte wie begnadete Autorenfilmer Wenzel Storch mittlerweile auch Hörspiele für das Radio schreibt. Ende April strahlte der SWR die aktuelle Produktion Komm in meinen Wigwam aus, in der es um katholische Erziehungsliteratur für Kinder und um allerlei Körperlichkeit geht. Glücklicherweise ist diese Radioexpedition in den religiösen Trash noch auf der Website des Senders zu finden:
komm in meinen wigwam
Der Erwerb des beim Spiegel angesprochenen Bulldozer Gottes wird im übrigen wärmstens empfohlen. Warum, verrät Euch zum Beispiel Christian Keßler.
Bonusmaterial: Wenzel Storchs Musikvideo für Bela B.
komm in meinen wigwam
Der Erwerb des beim Spiegel angesprochenen Bulldozer Gottes wird im übrigen wärmstens empfohlen. Warum, verrät Euch zum Beispiel Christian Keßler.
Bonusmaterial: Wenzel Storchs Musikvideo für Bela B.
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Thema: location
29. Mai 12 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Eine Szene aus der von Dominik Graf inszenierten Fahnder-Folge "Der kleine Bruder" (1986):

Die selbe Location, wie man sie heute bei Google StreetView findet:

Das an die Ecke applizierte "Ristorante"-Schild scheint noch identisch, wie eine Spur, die womöglich noch bis in die 70er führt. Der Rest wurde in den vergangenen 26 Jahren neu angestrichen. Die schmutzige Seitenstraßen-Ästhetik (unterstützt noch durch das Filmkorn und den Straßenschnee) ist dahin, alles neu und proper. Einen Fahnder könnte man dort kaum mehr glaubhaft drehen.
(damit verbunden der Hinweis, dass der Hessische Rundfunk derzeit jeden Samstag zu später Sendezeit eine Folge vom - auch abseits der Dominik-Graf-Episoden - wirklich großartigen Fahnder ausstrahlt.)

Die selbe Location, wie man sie heute bei Google StreetView findet:

Das an die Ecke applizierte "Ristorante"-Schild scheint noch identisch, wie eine Spur, die womöglich noch bis in die 70er führt. Der Rest wurde in den vergangenen 26 Jahren neu angestrichen. Die schmutzige Seitenstraßen-Ästhetik (unterstützt noch durch das Filmkorn und den Straßenschnee) ist dahin, alles neu und proper. Einen Fahnder könnte man dort kaum mehr glaubhaft drehen.
(damit verbunden der Hinweis, dass der Hessische Rundfunk derzeit jeden Samstag zu später Sendezeit eine Folge vom - auch abseits der Dominik-Graf-Episoden - wirklich großartigen Fahnder ausstrahlt.)
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Thema: FilmKulturMedienwissenschaft
27. Mai 12 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Rainald Goetz: Lesen und Schreiben: Der Existenzauftrag der Schrift. Vorlesung an der FU Berlin, Videoaufnahme. [via]


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Thema: videodrome
24. Mai 12 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Jafar Panahis Nicht-Film Dies ist kein Film lief gestern auf arte und ist nun für begrenzte Zeit in der Mediathek zu sehen:
Update: Leider offline.
Update: Leider offline.
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Thema: Filmtagebuch
23. Mai 12 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Bloß gut, dass die Fernsehzuschauer 1969 noch kein High-Definition-TV hatten. Sonst hätte ihnen, die sie da bei Kaffee und Kuchen vor hübsch-hässlichen Sixties-Garnituren und dem TV-Gerät sitzen und anhand fleckig verrauschter Fernsehbilder die Startvorbereitungen zur "Apollo 11"-Mission verfolgen, das gestochen scharfe Bild wohl offenbart, wie da ein paar Gestalten in den Metallgerüsten rund um die startbereite Rakete einander herb ans Leder gehen. Gut auch, dass die Zuschauer und Fernsehkameras vor Ort auf Distanz gebracht sind und von den Scharmützeln ebenfalls nichts mitbekommen: Die Astronauten in ihrer Kapsel merken wohl, was sich da neben ihnen abspielt, einigen sich aber auf pragmatisches Klappehalten - das bisschen Geschubse einiger Lebensmüder soll doch wohl nicht eine Mission von derart historischem Rang wie die erste bemannte Mondlandung in Frage stellen. [weiterlesen beim Perlentaucher]


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Thema: Filmtagebuch
16. Mai 12 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
"Idiot" ist gar kein Ausdruck: Eigentlich wollte der Cop, der den Hippie Ned Rochlin (Paul Rudd) am Gemüsestand auf dem Marktplatz um Dope für den Feierabend bittet, schon abziehen, als Ned dann doch was zum Einkauf obendrauf legt. Sogar gratis, Ned ist Menschenfreund. Das könne er nicht annehmen, meint der Cop und insistiert auf einen Betrag. Kein Wunder: Erst wenn Bares fließt, klicken die Handschellen. Tun sie dann auch, Neds Gefeixe zum Trotz, der alles für Ironie hält, die ihn aber doch noch vor dem Filmvorspann für acht Monate ganz unironisch ins Kittchen bringt. [weiterlesen bei der taz]


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Thema: videodrome
12. Mai 12 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Das sehr beglückende Gespräch zwischen Rainald Goetz und Diedrich Diederichsen, dessen Zeuge man vergangene Woche bei den Mosse Lectures in Berlin werden konnte, ist nun auch bei YouTube hochgeladen worden. Sehr schön!
Siehe dazu zum Beispiel auch diesen schönen Text von Detlef Kuhlbrodt.
Siehe dazu zum Beispiel auch diesen schönen Text von Detlef Kuhlbrodt.
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Thema: Hinweise
11. Mai 12 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Ein paar Hinweise: Der Bayerische Rundfunk hat sich in der Sendung Eins und Eins ausführlich mit Klaus Lemke unterhalten. Dank Podcast kann man die Sendung auch nachhören:
(direktlink)
Außerdem neu im Hörspielpool des BR: Nicht nur ein Stück schlummriger Bayernambient mit Gerhard Polt am Schliersee (hier die MP3-Datei), sondern auch die Radiobearbeitung von Thomas Harlans Veit:
(direktlink)
Außerdem: Das Korean Film Archive auf YouTube mit Klassikern der koreanischen Filmgeschichte - offiziell und größtenteils englisch untertitelt. Und Lloyd Kaufman kündigt an, regelmäßig Troma-Filme auf YouTube zu posten (eine gute Zahl findet sich schon dort).
(direktlink)
Außerdem neu im Hörspielpool des BR: Nicht nur ein Stück schlummriger Bayernambient mit Gerhard Polt am Schliersee (hier die MP3-Datei), sondern auch die Radiobearbeitung von Thomas Harlans Veit:
(direktlink)
Außerdem: Das Korean Film Archive auf YouTube mit Klassikern der koreanischen Filmgeschichte - offiziell und größtenteils englisch untertitelt. Und Lloyd Kaufman kündigt an, regelmäßig Troma-Filme auf YouTube zu posten (eine gute Zahl findet sich schon dort).
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Thema: Filmtagebuch
10. Mai 12 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Zwei Texte heute in der taz: Fast schon übergehenswert entbehrlich ist Das Hochzeitsvideo, Sönke Wortmanns Versuch, die Found-Footage-Ästhetik mit der deutschen Beziehungskomödie zu vermählen, was nach allen Regeln der Kunst schrecklich schief geht. Außerdem: Das Langfilmdebüt Die Vermissten von Jan Speckenbach, dessen erste Hälfte leider in den trüben Gewässern des deutschen Problemfilms fischt, dann aber eine zwar nicht vollends gelungene, aber interessante Wendung hinbekommt - mehr dazu hier.


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Thema: videodrome
06. Mai 12 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Gefällt mir:
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Thema: Hinweise
03. Mai 12 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Andreas Beilharz schreibt auf artechock über die Anstrengungen, die es braucht, in Deutschland gute Filme aus Deutschland zu finden. Gewissermaßen auch eine Ergänzung zu Dominik Grafs Text in Zeit vor kurzem.
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Thema: videodrome
03. Mai 12 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Auf der Website des Amherst College gibt es den Videomitschnitt eines Vortrags von Werner Herzog, den der Regisseur dort vor einigen Tagen gehalten hat. Leider nicht embeddable, macht aber nix.


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Thema: Filmtagebuch
03. Mai 12 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Michael (Zoé Héran) ist neu in der Stadt. Es ist Sommer, die Schule hat noch nicht begonnen. Michael freundet sich mit einem Haufen Jungs und einem Mädchen, Lisa (Jeanne Disson), an. Man tollt im Wald, spielt Fußball, rauft, schwimmt. Was Jungs in dem Alter - alle sind um 10 herum - eben tun. Lisa mag Michael, Michael mag Lisa, beide küssen sich im Wald, ganz scheu und zaghaft. Dass Michael Laure heißt, erfährt man vom Film erst später, wenn Laure in der Badewanne mit ihrer kleinen Schwester spielt. [weiterlesen bei Perlentaucher]


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Thema: Hinweise
02. Mai 12 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Spread the news und aktualisiert Euren Feedreader: David Hudson wechselt von Mubi zu Fandor. Damit sind auch die DailyTweets nun hier zu finden.
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Thema: Filmtagebuch
Adrian Hovens nach meinem Kenntnisstand recht rarer Krimi Der Mörder mit dem Seidenschal ist derzeit noch für wenige Tage in der Mediathek von Das Vierte zu sehen.
Ein typischer Kraut-Krimi der damaligen Mode steht bei diesem günstig entstandenen Film aus dem Jahr 1966 allerdings nicht zu erwarten: Weder handelt es sich um eine Wallace-Produktion, noch standen hier die üblichen Verdächtigen (Artur Brauner, Horst Wendlandt) Pate. Auch die Wiener Kulisse hebt den Film vom Teutonen-London der Wallace-Filme und ihrer Plagiate spürbar ab: Kein spätbürgerliches Dekors bestimmt die Kulisse, sondern Innenstadtatmosphäre zwischen modernem Café und Kino, zwischen Kiosk, Boulevard und Hinterhof. Mitten drin: Susanne Uhlen, hier wenige Jahre vor ihrer großartigen Rolle in Brynychs Engel, die ihre Flügel verbrennen, in ihrem Debüt, gerade mal 10 Jahre alt. Mit erschrockenen Rehaugen spielt sie als Symbol der in einer verkommenen Welt zuschanden zu kommen drohenden Unschuld alle an die Wand.
Hoven, der als Schauspieler im muffigsten Sumpf des deutschen Trivialkinos begann und nach einem Zwischenspiel für Jess Franco bei Fassbinder landete, dreht im tänzelnden Flirt mit dem modernen Film einerseits, der Filmgeschichte andererseits eine Art urban-düstere Rotkäppchen-Variante: Die Stadt mit ihrem Betrieb ist der Wald, das ringsum alles bestimmende Profitdenken der böse Wolf und der rettende Jäger ein lange im Dunkeln tappender Polizeibeamter, der das Mädchen, das den Mord an ihrer Mutter beobachtet hat, im Wald nicht findet.
Zwei, drei Schwächen mag es geben - auf Juhnke als jungen Ermittlungsassistent mit Pfiff und Witz, sehr deutlich ein Zugeständnis an vergleichbare Typen beim populären Wallace-Franchise, hätte man vielleicht verzichten können -, von der Entdeckung dieses zumindest in Sichtweite zum gerade in Italien (Co-Produktion!) prosperierenden Giallo vorbeisegelnden Krimis sollte dies indessen nicht abhalten. Auch wegen seiner Koketterie mit der urbanen Verruchtheit scheint mir der Film im direkten Zusammenhang mit Dominik Grafs kürzlicher Kritik am Besinnungsaufsatz-Kino im heutigen Deutschland sehenswert: Es bleibt zu erwägen, ob man Hoven in die Reihe von Regie-Ekstatikern, die Graf dort auflistet, mitaufnehmen sollte.

(Mehr großartige Lobby Cards zu diesem Film hier bei Kino-50er)
Ein typischer Kraut-Krimi der damaligen Mode steht bei diesem günstig entstandenen Film aus dem Jahr 1966 allerdings nicht zu erwarten: Weder handelt es sich um eine Wallace-Produktion, noch standen hier die üblichen Verdächtigen (Artur Brauner, Horst Wendlandt) Pate. Auch die Wiener Kulisse hebt den Film vom Teutonen-London der Wallace-Filme und ihrer Plagiate spürbar ab: Kein spätbürgerliches Dekors bestimmt die Kulisse, sondern Innenstadtatmosphäre zwischen modernem Café und Kino, zwischen Kiosk, Boulevard und Hinterhof. Mitten drin: Susanne Uhlen, hier wenige Jahre vor ihrer großartigen Rolle in Brynychs Engel, die ihre Flügel verbrennen, in ihrem Debüt, gerade mal 10 Jahre alt. Mit erschrockenen Rehaugen spielt sie als Symbol der in einer verkommenen Welt zuschanden zu kommen drohenden Unschuld alle an die Wand.
Hoven, der als Schauspieler im muffigsten Sumpf des deutschen Trivialkinos begann und nach einem Zwischenspiel für Jess Franco bei Fassbinder landete, dreht im tänzelnden Flirt mit dem modernen Film einerseits, der Filmgeschichte andererseits eine Art urban-düstere Rotkäppchen-Variante: Die Stadt mit ihrem Betrieb ist der Wald, das ringsum alles bestimmende Profitdenken der böse Wolf und der rettende Jäger ein lange im Dunkeln tappender Polizeibeamter, der das Mädchen, das den Mord an ihrer Mutter beobachtet hat, im Wald nicht findet.
Zwei, drei Schwächen mag es geben - auf Juhnke als jungen Ermittlungsassistent mit Pfiff und Witz, sehr deutlich ein Zugeständnis an vergleichbare Typen beim populären Wallace-Franchise, hätte man vielleicht verzichten können -, von der Entdeckung dieses zumindest in Sichtweite zum gerade in Italien (Co-Produktion!) prosperierenden Giallo vorbeisegelnden Krimis sollte dies indessen nicht abhalten. Auch wegen seiner Koketterie mit der urbanen Verruchtheit scheint mir der Film im direkten Zusammenhang mit Dominik Grafs kürzlicher Kritik am Besinnungsaufsatz-Kino im heutigen Deutschland sehenswert: Es bleibt zu erwägen, ob man Hoven in die Reihe von Regie-Ekstatikern, die Graf dort auflistet, mitaufnehmen sollte.

(Mehr großartige Lobby Cards zu diesem Film hier bei Kino-50er)
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Thema: Hinweise
28. April 12 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Das Oberhausenjubiläum und der Filmpreis bedingen gerade wieder einige Wortmeldungen zur Filmproduktion in Deutschland: Beim Perlentaucher gab's "im Kino" diesmal nicht, wie ansonsten üblich, zwei Kritiken zu neuen Kinofilmen, sondern eine kritische Bilanz von Maximilian Linz, der an der dffb studiert(e?) und für arte creative die Webreihe "Das Oberhausener Gefühl" gedreht und produziert hat. Dazu flankierend hat sich Frédéric Jaeger von critic.de mit Max unterhalten. Bereits im März hat Romuald Karmakar ein Videogespräch mit ihm geführt.
Außerdem findet sich in der aktuellen Zeit ein Grundsatzbeitrag von Dominik Graf wider das deutsche Themen- und Fleißstempelchen-Kino.
Nur Lemke ist die Tage still.
Außerdem findet sich in der aktuellen Zeit ein Grundsatzbeitrag von Dominik Graf wider das deutsche Themen- und Fleißstempelchen-Kino.
Nur Lemke ist die Tage still.
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