Dienstag, 23. Oktober 2012
Thema: videodrome
Ulrich Köhlers Debütfilm Bungalow ist derzeit in der Mediathek des ZDF zu finden.

Edit: ... nur blöderweise im falschen Bildformat...


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Freitag, 19. Oktober 2012
Thema: Kinokultur
Zwei Kommentare zum offenen Brief einiger Filmkritiker an die Deutsche Filmakademie: Ekkehard Knörer stößt sich in einem Kommentar im Revolver-Blog am "geradezu devoten" Ton des Appells. Bei Telepolis hält Rüdiger Suchsland die Kritik zwar für "überfällig", wundert sich aber über den Grundgestus: "Die Unterzeichner sind im Printbereich sämtlich Redakteure, kein einziger freier Autor wurde offenbar gefragt. Ebenso ist kein Online-Medium vertreten. Aber auch im Printbereich wurden wichtige Medien im Vorfeld nicht gefragt (...) die Abwesenheit sämtlicher anderer Stadtmagazine ähnlichen Zuschnitts verstärkt den Eindruck einer Aktion gut vernetzter Berliner Freundschaftszirkel. Auch das wirft ein Schlaglicht, auf die Solidarität unter Kritikern."


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Donnerstag, 18. Oktober 2012
Thema: Visuelles


(via)


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Thema: Kinokultur
Eine Reihe von Filmkritikern hat einen offenen Brief an die Deutsche Filmakademie geschrieben. Inhaltlich schließe ich mich voll und ganz an.


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Donnerstag, 18. Oktober 2012
Thema: Hinweise
Werner Herzog überall. Im Buch. Im Theater. Im Kino. Im Filmmuseum. Im Radio, aber trotzdem Kino.

Außerdem auch in der Zeitung.

Und am allerwenigsten zu vergessen: Seit heute auch im Trailer von Jack Reacher, cold as ice:



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» Koji Wakamatsu, 1936 - 2012


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Samstag, 13. Oktober 2012
Thema: Hinweise
Der erste Michael-Althen-Preis für Kritik geht an die Schriftstellerin Sarah Khan für ihren sehr schönen, sehr persönlichen Text zu einer Episode aus Dr. House, der in Cargo erschienen ist. Meine herzlichsten Glückwünsche!

Den Text fand ich schon bei der Erstlektüre im besten Sinne sehr bewegend - eine gute Entscheidung der Jury. Cargo hat den Text freundlicherweise nun auch online dokumentiert. Die Lektüre lohnt!


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Freitag, 12. Oktober 2012
Soll einer sagen, Actionfilme sind zu nichts nutze: In Taken 2 findet sich immerhin ein Vorschlag, wie man einander etwa in einer dicht bevölkerten, engen Metropole wie Istanbul wiederfinden kann, wenn man sich aus den Augen verloren hat, idealerweise, wenn man sich selbst in einem Gebäude aufhält, von dem man gar nicht genau weiß, wo es sich eigentlich befindet (zum Beispiel, weil man entführt wurde und nun im Keller gefangen ist). Liam Neeson jedenfalls, dem als Leibwächter Bryan Mills genau dies passiert ist, gibt seiner sich noch im Hotelzimmer befindlichen Tochter Kim (Maggie Grace), der ein ähnliches Schicksal droht, über ein ins Verlies geschmuggeltes Mini-Agententelefon pragmatische Anweisungen: "Wirf' eine Granate aus dem Fenster, ich zähle die Sekunden, bis ich hier die Detonation höre!" Sprach's, warf's - und die Luxuskarosserie auf dem gegenüber liegenden Dach ist nur mehr kleinteiliger Metalschrott: Geh'n wir Granaten werfen in Istanbul! [weiterlesen beim Perlentaucher]



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Sonntag, 7. Oktober 2012
Thema: videodrome
Ich mag die Reihe sehr, sehr gern - nun ist sie 10, bzw. 100 geworden: Durch die Nacht mit.... Die gestern ausgestrahte Jubliäumsfolge ist nicht nur sehr unterhaltsam geraten, sie ist auch ein schöner Rückblick auf 10 Jahre entspanntes Kulturfernsehen mit jedes Mal offenem Ausgang. Bei arte steht sie nun für eine Woche in der Mediathek:

Edit: Und weg isses!


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Freitag, 5. Oktober 2012
Thema: festivals
Bereits seit gestern läuft das Münchner Underdox Festival im dortigen Filmmuseum und im Werkstattkino. Von Herzen empfehlen kann ich:
  • Bestiaire (meine Berlinalekritik)
  • Sick: The Life and Death of Bob Flanagan, Supermasochist (1997)
  • und
  • The Legend of Kaspar Hauser (den ich für die Splatting Image besprochen hatte)
  • Bei critic.de empfiehlt Martin Gobbin darüber hinaus noch White Epilepsy von Philippe Grandrieux.



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    Thema: videodrome
    Noch eine Musikvideo-Kollaboration zwischen Kreidler und Heinz Emigholz: Für Cascade hat man auf Material aus Die Basis des Make-Up zurückgegriffen. Quasi-Liner-Notes hier.



    (via)


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    Sehr gut gefallen hat mir Looper, ein eher "kleiner" Science-Fiction-Film, der eher den guten Kurzgeschichten des Genres nahesteht als Digital-Filmboliden wie dem Total Recall-Remake (mehr). Ideen und Charaktere stehen hier vor Effekt und Drehbuchcleverness - auch wenn man, wie Simon Rothöhler hier schon schrieb, auf die Gordon-Levitt ins Gesicht geschminkte Bruce-Willis-Ähnlichkeit lieber verzichtet hätte. Beim Perlentaucher habe ich mehr dazu geschrieben, unter dem selben Link findet sich dann auch Lukas Foersters Empfehlung zum Chaos-Dad mit Adam Sandler.



    Auch neu im Kino ist der deutsch mit Die Qual der Wahl doof betitelte The Campaign, an dem ich sehr viel Freude hatte - für mich eine der besten "Will-Ferrell-Verkleidungskomödien" mit einem, wenn auch unter vielen derben Witzen versteckt, an sich grundgütigen, menschlichen Herz. Das versöhnlich-märchenhafte Happy-End, das sich nach Kräften gegen den kalten Zynismus der Realität einer eingekauften Marktwirtschaftspolitik stemmt, sehe ich dabei weniger als eskapistisches Ventil, sondern eher als Ausdruck einer tiefen Melancholie: Ach, wäre es doch nur einmal so. Kein ausführlicher Text dazu von mir (aber einer von Lukas Foerster in der taz), aber eine Empfehlung von Herzen!



    Die On the Road-Verfilmung fand ich dann doch ein wenig besser als die meisten Kritiker, wobei mir hier aus vielen Texten eher eine große Leidenschaft für den zugrunde liegenden Roman zu sprechen scheint, die sich mit den konkreten Bildern des Films dann nicht in Einklang bringen lässt. Dass der Film den Aufbruch und die Rebellion der Beatniks in recht brave Bilder taucht, ist allerdings tatsächlich kaum von der Hand zu weisen: Solider Gebrauchsfilm mit einigen schönen Momenten, gut gefiel mir wie Kristen Stewart hier in manchen Bildern aus ihrem Image fällt.



    Nachgetragen aus letzter Woche: Am Samstag erschien in der taz mein Text zu Til Schweigers Schutzengel. Um es kurz zu machen: Der Film ist, trotz mancher toll geratener Actionszenen (nicht die großen, dafür aber die kleinen), das Ticket nicht wert.


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    Donnerstag, 20. September 2012
    Thema: videodrome
    Die in den 90ern von mir hochverehrte Jon Spencer Blues Explosion hat ein neues Album draußen. Das Musikvideo ist schön pulpig:



    (via) Wilco lassen unterdessen traurige Monster durch Labyrinthe laufen:



    (via) Und Willow projizieren die augmented reality direkt auf das Leben:



    ... und nicht zu vergessen: Ben Folds Five und die Fraggles, hier.


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    Mit einem gehörigen Schlag reißt einen Michael Haneke aus der sanften Vorspannkontemplation, aus dem samtschwarzen Grund. Mit einem Schlag direkt ins Gesicht: Da brechen Feuerwehrleute mit einem Rammbock die Tür einer Wohnung auf, Stoßrichtung: Kinopublikum. Ein Schlag, mit dem das gehobene Bildungsbürgertum, das man wenige Einstellungen später in der Totalen aus einer Bühnenperspektive sieht (fast, als würde man in einen gewaltigen Spiegel schauen), nicht rechnen muss: Dieses sitzt beim geschmackvoll-gediegenen Klavierkonzert, wo Grenzüberschreitungen wider das Publikum kaum zu erwarten sind. [weiter beim Perlentaucher]



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    Thema: videodrome
    Gestern empfohlen, heute online:

    Edit: Mittlerweile leider offline.

    Außerdem findet sich in der Mediathek noch Storz' Film Drei Schwestern Made in Germany.


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    Mittwoch, 19. September 2012
    Thema: TV-Tipps
    Heute Abend um 21:55 zeigt arte Dominik Grafs sehr schönen Portrait-/Essayfilm Lawinen der Erinnerung, den ich bereits auf der Berlinale (und vor wenigen Tagen nochmal im Berliner Zeughauskino) gesehen habe. Ausgehend von zwei ausführlichen Gesprächen mit dem Fernsehautor und -regisseur (in späten Jahren schließlich Schriftsteller) Oliver Storz wenige Monate vor dessen Tod nach langer Krankheit schlägt Graf hier Schneisen in die deutsche (Fernseh-)Geschichte: Konzentriertes Nachdenken in Filmform - über Geschichte, Fernsehen, Gedächtnis. Und das verheißungsvolle Rot, das am Ende doch nicht übrig blieb.

    Schauspieler Matthias Brandt (der sowohl für Graf, als auch für Storz vor der Kamera stand und in Lawinen der Erinnerung einen kurzen Auftritt hat) hat für die SZ eine sehr schöne Filmempfehlung geschrieben.

    Weitere Informationen beim Sender und hier (pdf) im Katalogblatt des Internationalen Forums der Berlinale.



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    Montag, 17. September 2012
    gesehen im Zeughauskino, DigiBeta.

    Grafs Hotte im Paradies hat mich ähnlich mitgenommen wie Lukas, mit dem ich den Film sah. Sein Posting siehe hier, zu dem sich mein Text hier nur als loser Kommentar versteht.

    Die romantische Heteromann-Vorstellung, die Dienste einer Prostituierten nicht nur in Anspruch zu nehmen, sondern die Frau gleich noch aus der Prostitution zu retten, ist eine der zentralen, großen Unterwerfungsfantasien: Die öffentliche Frau soll einem ganz alleine gehören. Doch die Fantasie und die Geste der Unterwerfung funktioniert auch spiegelbildlich: Der Zuhälter verführt eine Frau, um sie in die Prostitution zu zwingen.

    Der Film, der die erste Variante am schlagendsten bebildert (und dabei vor allem auch in Gloss und Glam deren ideologische Verpackung in Perfektion mitliefert), ist Pretty Woman - in nuce findet sie sich in den berühmten Montagen, in denen Julia Roberts von Richard Geres Finanzkraft in den Edelboutiquen von Los Angeles' eingekleidet wird (seinem prüfenden, gestattenden und jubelnden Blick stets unterworfen) und wie sich Roberts vor allem auch in der für sie profund fremden Welt der Edelgastronomie tapsig Schritt für Schritt vorwärts tastet.

    Es ist wahrscheinlich kein Zufall, dass sich in Hotte im Paradies eine lange Sequenz findet, in der vordergründig dasselbe passiert: Ein Mann protzt einer Frau gegenüber mit seinem Reichtum, zeigt ihr das beste Essen in den feinsten Restaurants (sehr zu ihrer Überforderung), kleidet sie neu ein, mit stets kritischem Blick: "Es gibt immer noch was Besseres." Der Versuch mit Geld (aber auch mit verschmitztem Geschick: Ein Oberteil wird frech geklaut), in eine Welt zu locken, in der noch mehr Geld wartet. Doch handelt es sich dabei auch um eine Inversion: Hotte holt die Frau nicht aus der Prostitution heraus, sondern zieht sie geradewegs hinein. Auch wegen der offenkundigen Parallelität zu Hollywoods Märchenhochglanz (in allerdings West-Berliner Digitalpixelschmutz) eine zutiefst erschreckende Sequenz, die viel darüber erzählt, wie tief sich die Ökonomie in die menschlichen Beziehungen schiebt.

    Auch aus dieser Perspektive sind die Übergänge zwischen Prostitution und bürgerlichem Leben in diesem Film interessant: Eine der Frauen, die für Hotte anschaffen, wird nur gegen einen "Abstand" aus der Prostitution entlassen, eine andere "rettet" Hotte schließlich selbst, doch erst nachdem er sie in einem SM-Keller gefoltert hat (Video)

    (Randnotiz: Überhaupt fällt einem im Laufe der Zeughaus-Graf-Retro erst wirklich auf, wie häufig Prositution in Grafs Filmen eine Rolle spielt oder zumindest präsent ist.)

    Reiner Zufall: Am Morgen nach der Vorführung stolpere ich am Gleis des S-Bahnhofs Charlottenburg über einen Spielort des Films, der in meiner Stadt spielt, die nicht meine ist (kaum einmal, dass ich an diesem S-Bahnhof bin, auch wartete ich hier bloß auf einen Anschlusszug ins idyllische Werder/Havel, der vom Ludenmilieu Charlottenburgs unendlich weit und doch nur eine halbe Stunde entfernt liegt).



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    Donnerstag, 13. September 2012
    Thema: Visuelles
    (von hier)



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    Mittwoch, 12. September 2012
    Thema: Jukebox
    Das (sehr schöne) britische Filmmagazin Little White Lies (Backissues online) hat einen Lieblingssoundtrack-Mix von Nick Cave und Warren Ellis veröffentlicht:



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    Dienstag, 11. September 2012
    Thema: videodrome
    (via) Das neue, knapp 21 Minuten dauernde "Musikvideo" von Kreidler hat Heinz Emigholz gedreht (bzw. wurde nachträglich die Musik darüber gelegt):



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