Mittwoch, 28. November 2012
Heute Abend läuft Klaus Lemkes schöner Film Sylvie im Prince Charles in Berlin-Kreuzberg (Infos)! In der taz habe ich dazu ein paar Zeilen: Hier!

Auch lesenswert zum Film: Lukas Foerster ° Dominik Graf ° Alexander P.

Ausschnitte:





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Freitag, 23. November 2012
Thema: literatur
In der taz ist heute meine Rezension der von Chris Wahl herausgegebenen Aufsatzsammlung Im Angesicht des Fernsehens erschienen.


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Freitag, 16. November 2012
Thema: Jukebox
Via Christian Keßler auf Facebook: Sospettos Hommage-Album an die Soundtrackwelten des italienischen Films - mit starkem Hang zum Giallo. Nicht jedes Stück finde ich restlos geglückt, aber es schimmert schon sehr viel Audiogold auf diesem Album. Erschienen bei Cineploit, einem Label, das sich offenkundig auf den Klang des italienischen Kinos versteht. Auf Youtube gibt es zwei aus unerfindlichen Gründen nicht einbindbare Videos (hier und hier), sowie auf Bandcamp das Album in voller Länge zum Anhören:



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Donnerstag, 15. November 2012


Dredd pflegt einen konzentrierten Minimalismus der Sachlage, der Genrefilmen auch im Zeitalter ihrer zentrifugalen Überbordungen durchaus gut tut: Der Zufall will es, dass Dredd in Deutschland zeitgleich mit dem weit über die Grenzen der Lächerlichkeit hinaus monströs aufgeblasenen Science-Fiction-Maskenball Cloud Atlas ins Kino kommt: Wo dieser bläht und wuchert und aus schmalen Ideen großmetaphysische Luftballons aufsteigen lässt, fasziniert Dredd mit düsterem Kino-Existenzialismus der klaren Anordnung.

Hier meine komplette Besprechung beim Perlentaucher.

Und hier ein Clip aus dem Film, den man im Kino mit Brille auf der Nase gesehen haben muss, um sich so in ihn zu verlieben, wie mir das geschehen ist (Hinweis: Mir scheint der Film für Onlinevideos deutlich heller gepegelt zu sein. In der Pressevorführung wirkte der Film von der Farbpalette her dunkler und damit grimmiger):



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Dienstag, 13. November 2012
Thema: videodrome
Werner Herzogs gestern spätnachts ausgestrahlter Into the Abyss steht jetzt für wahrscheinlich begrenzte Zeit in der ZDF-Mediathek: Hier.


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Samstag, 10. November 2012
Thema: TV-Tipps
"Ein Glanzlicht im Kulturangebot des ZDF", steht auf der Website des Senders. Man fragt sich allerdings schon, warum der Sender dieses Glanzlicht dann trotz solchem Eigenlob verschämt im hinteren Treppenhaus aufstellt: In der Nacht von Montag auf Dienstag zeigt der Sender Werner Herzogs Dokumentarfilm Into the Abyss. Nach Mitternacht und zudem unter einem deutschen Titel, der den Film nicht nur bis zur Unauffindbarkeit kaschiert, sondern auch dessen tief humanem Gestus krass zuwider läuft: Tod in Texas.

Ich finde es enorm schade bis ärgerlich, dass das ZDF Mut weder zum Originaltitel, noch zur Primetime aufweist. Der Film ist dennoch sehr zu empfehlen (auch wenn mir Herzogs Fernsehreihe Death Row, gewissermaßen ein Zwillingsprojekt, noch ein klein wenig besser gefiel).

Hier einige Clips aus dem Film, bei Youtube habe ich zudem ein Interview gefunden, in dem sich Herzog ausführlich zu dem Film äußert:





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Donnerstag, 8. November 2012
In den Gassen des heruntergekommenen Viertels von Seoul, in dem Pietà spielt, stapelt sich der Müll. Es ist eine herbstlich-kalte, gänzlich anmutfreie Welt der verwinkelten Gassen, der verbeulten Abwasserrohre, der schäbigen Werkstätten, in denen verlumpte Eheleute sich damit abplagen, kleine Metallstücke zurechtzubiegen, von denen sich nicht sagen lässt, welche Funktion sie einmal in welcher Maschine haben werden. Eine private Welt abseits der mühsamen Arbeit scheint es nicht zu geben: Müllleben in der Müllwelt. [weiterlesen bei der taz]



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Samstag, 3. November 2012
Thema: TV-Tipps
Heute Abend auf zdf.kultur: Die großartige Giallo-Hommage im Experimentalfilm-Stil Amer, über die ich hier bereits in der taz geschrieben hatte. Nicht verpassen!



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Mittwoch, 31. Oktober 2012
Es ist vielleicht kein Zufall, dass in Zeiten, in denen der Alltag mit GPS, Smartphones und Gadgets aller Art seine James-Bondisierung gründlich vollzogen hat, der Held (Daniel Craig) selbst mit einem simplen Peilsender und einer immerhin modifizierten Walther PPK vorlieb nehmen muss, die aufgrund eines Handflächenscanners nur dem Eigentümer zu Diensten ist. Mit ihrem Gadget-Fetisch bedienten die Bond-Filme immer auch eine grundfröhliche und erznaive Futurologie, die zu Connery-Zeiten noch nach blanker Science-Fiction roch, spätestens aber bei den vergleichsweise jungen und einigermaßen unsouverän dem unverbindlichen Bubblegum-Blockbuster der 90er nachhechelnden Brosnan-Filmen ins Alberne zu spielen begann und heute von der Realität längst überholt wäre. In "Skyfall" fällt Bond somit zu Beginn nicht nur aus heiterem Himmel, sondern als Held auch im wesentlich auf sich zurück: Peilsender und Schusswaffe, der Rest ist Körperarbeit. Und, zugegeben, viel Rechenpower im Hauptquartier, wo ein picklig-junger Q (Ben Whishaw) die Datenströme zusammen hält, interpretiert und Anweisungen gibt. Soviel Science Fiction dann doch: Nicht mehr Bond kontrolliert die griffigen Gadgets, der Gadget-Park kontrolliert Bond. [Weiter beim Perlentaucher]



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Dienstag, 30. Oktober 2012


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Samstag, 27. Oktober 2012
Thema: TV-Tipps
Am kommenden Montag zeigt das ZDF Dominik Grafs Frankenthriller Das unsichtbare Mädchen. Beim Perlentaucher hatte ich den Film zur Erstausstrahlung auf arte besprochen.

Nachtrag: Hier steht der Film in der ZDF-Mediathek.



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Samstag, 27. Oktober 2012
Thema: videodrome
Unbekannter Penis, Provinzpolitiker, Springer-Journalist: Herr Wichmann bei Herrn Stuckrad-Barre.



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Thema: Kinokultur
Der Jugendschutz in Deutschland bleibt ein Ärgernis: Wie man bei Hard Sensations gerade erfährt, wurde William Friedkins Killer Joe und John Hyams' (in dem Actionfilm zugeneigten cinephilen Kreisen gerade für Furore sorgendem) Universal Soldier: Day of Reckoning die FSK-Freigabe verwehrt. Gerade im ersten Fall ist es hochgradig ärgerlich, da selbst eine geschnittene, für eine 18er Freigabe vorgelegte Fassung unter Hinweis auf weiteren Kürzungsbedarf moniert wurde. (Wer den Film in Deutschland ungeschnitten sehen will, muss damit unbedingt auf die ungeprüfte Fassung des Films zurückgreifen, die in den Videotheken steht!)

Dies ist nicht allein deshalb ärgerlich, weil sich Friedkin mit Killer Joe meines Erachtens auf neuem Formhoch befindet und es anstands- und respektlos sondergleichen ist, einem gefeierten Meisterregisseur ins Werk zu pfuschen. Es ist vor allem auch deshalb ärgerlich, da sich Kürzungsauflagen für eine 18er-Fassung tatsächlich nur noch als Erwachsenenbevormundung begreifen lassen. Warum aber in Dreiteufelsnamen sollte ein Gremium, in dem sich auch Kirchenvertreter, etc., befinden, darüber entscheiden, was sich ein erwachsener Mensch ansehen darf - solange es sich dabei um eindeutig fiktionale Werke handelt, man also davon ausgehen darf, dass der gezeigten Gewalt keine reale zugrunde liegt?

Es gibt faktisch keine Begründung dafür. Außer natürlich einer: Ein Film, der über eine FSK-Freigabe verfügt, ist de facto indizierungssicher. Womit sich der Kreis schließt: Nicht nur sollte es keine Kürzungsauflagen für FSK18er-Anträge geben, sondern auch keine BpjM.

(und ärgerlich bis da hinaus ja eh schon, dass im Falle von Killer Joe mit einem Kinostart schon gar nicht mehr zu rechnen ist)


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Donnerstag, 25. Oktober 2012
Sehr deutlich, sehr mittig zerfällt der Film in zwei Teile: Hier ist Yaron (Yiftach Klein), Alpha-Mann einer israelischen Polizei-Elitetruppe und werdender Vater, dort eine sich radikalisierende klassenkämpferische Gruppe rund um Shira (Yaara Pelzig), die mitten in den Vorbereitungen zu einer Geiselnahme stecken. Beide durch einen harten Schnitt separierte Teile hält Nadav Lapid in (wie schon die erste Einstellung zeigt) zwischen Intimität und Distanz changierenden, letztlich kühlen Bildern in etwa im Gleichgewicht - beide Stränge finden zusammen, als die Geiselnahme vollzogen wird: Schießbefehl! Ein Actionfilm ist "Policeman" dennoch nicht. [Weiter beim Perlentaucher]



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Thema: Kinokultur
Frédéric Jaeger hat bei critic.de einen sehr lesenswerten Artikel zum Berliner Podiumsgespräch vom vergangenen Freitag zwischen Filmkritikern und Vertretern der Filmbranche verfasst. Insbesondere den "sechs Thesen zur Online-Filmpublizistik" schließe ich mich gerne an. Unbedingt lesenswert ist auch die Diskussion darunter in den Kommentaren.

Völlig offtopic dazu ein Lieblingslied aus meiner Jugend Maienblüte:



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Mittwoch, 24. Oktober 2012
Heute beginnt das 7. Pornfilmfestival in Berlin. Für die taz habe ich mich ein wenig in der Retro über Pornos aus den 70ern umgeschaut, die allesamt das Ticket wert sind. Und Nightdreams schon wegen seiner berühmtesten Szene:



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