Donnerstag, 28. Juni 2012
Beim Perlentaucher schreibe ich einige Zeilen über das Spider-Man-Reboot, das heute ins Kino kommt und mir ganz außerordentlich gefallen hat. Von den wenigen Wörtern zum Plot sollte man sich nicht irritieren lassen: Die Neuauflage ist eine wahre "Plotmaschine", vieles habe ich gar nicht erst erwähnt. Dass Gwen Stacy als love interest eine interessantere Funktion einnimmt Kirsten Dunst in der vergleichbaren Rolle in den früheren Filmen. Dass man endlich aus der Ich-Perspektive sieht, wie Spidey sich durch New Yorks Straßenschluchten wuppt. Als zweite Kritik findet man unter dem selben Link noch einen Text zu Wayne Wangs Der Seidenfächer, den Jochen Werner sehr treffend und zu Recht begräbt. Für die Stadtrevue habe ich eine schnelle Kinonotiz zu dem Film verfasst, für den man sich das Kinoticket wirklich sparen kann.

Bereits letztes Jahr beim Filmfestival in Istanbul konnte ich Small Town Murder Songs sehen, einen - schon auch wegen Peter Stormares Präsenz - auf den ersten Blick leicht Coen-epigonal wirkenden Indiethriller aus Kanada, der mir aber dennoch sehr gut gefiel- und im Grunde gar so arg sich an die Coens gar nicht anlehnt. Es mag an der archaisch religiös geprägten Musik legen, die jeder im Zusammenhang mit dem Film erwähnt (einen Eindruck vermittelt der Trailer), dass mir der Film so gut gefallen hat - diese trägt eine Ekstase in den ansonsten sehr ruhigen Film, die mir diesen sehr ans Herz wachsen ließ. Nicht zuletzt hege ich eine Vorliebe für religiös angehauchten Kinoexistenzialismus, auch wenn ich im echten Leben der Religion mit Vorliebe aus der Ferne zuwinke und dessen zufrieden bin. Ausführlicher besprochen habe ich den Film bereits in der Juni-Ausgabe 2011 der Splatting Image.





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Dienstag, 26. Juni 2012
Vom 28. bis 30. Juni findet in Berlin im Roten Salon der Volksbühne die Konferenz David Lynch - The Art of the Real. Das Programm ist bestens aufgestellt und lässt einige interessante Beiträge und Diskussionen erhoffen. Für alle, die daheim bleiben, gibt es zudem einen Livestream, der zumindest hoffen lässt, dass die Aufnahmen archiviert und später verfügbar gemacht werden. Die Konferenz findet in Englisch statt und ist damit auch für das internationale Publikum an den Empfangsgeräten von Interesse.

Dear international guests: From June 28th to 30th, there's a David Lynch conference going on in Berlin. The conference will be held in English, a live stream will be provided on the conference website, so feel free to tune in!



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Freitag, 22. Juni 2012
Thema: Jukebox
(via) Disco Frisco mixt sich auf sehr beeindruckende Weise einmal quer durch die Sounds des Italohorrorfilms der 70er und 80er Jahre. Umso beeindruckender, da der Mix wohl live am Turntable unter Einsatz echten Vinyls entstand:



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Donnerstag, 21. Juni 2012
Für die Stadtrevue habe ich eine schnelle Notiz über den heute anlaufenden Chernobyl Diaries verfasst. Ich fand den Film atmosphärisch recht gelungen und - ähnlich wie Lukas - auch angenehm emanzipiert vom Ichperspektive-Diktat des jüngeren Horrorkinos. Dass der Film sich vor allem auf seine Kulisse verlässt (hier ein paar Fotos von vor Ort, die ohne weiteres als Vorbild gegolten haben mögen) und davor eine recht übliche Geschichte abspielt ist angesichts des soliden Gruselns eigentlich fast geschenkt. Womöglich könnte man den Film auch als eine versteckte Adaption von Schatten über Innsmouth von Lovecraft lesen, aber das war nur ein kurzer Eindruck und hält einer detailliertend Überprüfung womöglich nicht stand.

Außerdem läuft Madonnas W.E. an, über den eigentlich fast jedes Wort zuviel ist. Ein paar wenige habe ich dann aber doch für die taz verfasst.





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Thema: Hinweise
Endlich bin ich dazu gekommen, einen Blick ins neue Cargo-Heft zu werfen. Gelesen habe ich bislang Matthias Dells sehr schönen Essay über den Tatort als Forum zum gesellschaftlichen Selbstgespräch, der mir einerseits erklärt, warum ich dem Sonntagabendphänomen Tatort vollkommen außer vor bleibe, ohne dass ich damit dem Tatort gegenüber negativ eingestellt wäre, andererseits mir aber auch erklärt, warum es lohnenswert sein könnte, die Archive des Tatort als eine in einzelnen Lieferungen sich vollziehende Chronik der Bundesrepublik nach 1968 zu lesen (ist der Tatort womöglich auch das, was Ozu für Japan ist?). Und warum das Petzold-Interview im Heft sehr lesenswert ist, geht schon aus Andreas' Zitat der Woche bei den Eskalierenden Träumen hervor.

Der Erwerb wird wie stets dringend empfohlen.



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Mittwoch, 20. Juni 2012
Thema: videodrome
Volker Sattels Dokumentarfilm steht nach der gestrigen TV-Ausstrahlung für eine Woche in der arte-Mediathek:

update: leider offline.


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Mittwoch, 20. Juni 2012
Thema: videodrome
(via) Restaurationsvideos könnte ich ewig schauen:



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Thema: TV-Tipps
Heute abend läuft Volker Sattels Unter Kontrolle auf arte. Meine Empfehlung.



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Montag, 18. Juni 2012
Thema: videodrome
(via, bzw. via). Hier kann man sich ins gemachte Nest setzen. Und per Webcam in hoher Auflösung dem Alltag in hohen, estnischen Wipfeln beiwohnen - live! Ganz großes Kino, bei Facebook ist die cinephile community schon ganz gebannt. Noch einen tollen Vogel gibt es hier.



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Mittwoch, 13. Juni 2012
Thema: videodrome


afrika pseudobruitismus ° mehr ° via


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Dienstag, 12. Juni 2012
Thema: videodrome
Aus der Fassbinder-Reihe finden sich In der arte-Mediathek nun auch der Kurzfilm Das kleine Chaos und Die bitteren Tränen der Petra von Kant.

Update: ... und offline.


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Thema: Hinweise
Die neue Ausgabe der Splatting Image ist erschienen und wenn mir als Beiträger dieses Urteil erlaubt ist: Es ist diesmal eine wirklich herausragend interessante Ausgabe geworden!

Hier kann man das Heft bestellen, die Sammlung zum günstigen Preis vervollständigen oder gleich ein Abo abschließen. Viel Spaß!



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Montag, 11. Juni 2012
Thema: radio
Im Whitney-Museum fand kürzlich ein Publikumgespräch mit Werner Herzog anlässlich dessen dort ausgestellter Installation mit Werken von Hercules Segers statt.

» Herzog @ Whitney


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Samstag, 9. Juni 2012
Thema: videodrome
Gestern noch im Fernsehen, heute für eine Woche in der arte-Mediathek: Rainer Werner Fassbinders schöner Science-Fiction-Klassiker Welt am Draht. Dazu passend: Dietmar Daths Vortrag über den Film und Ekkehard Knörers schnöne Kritik in der taz.

Update: .... leider offline.


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Donnerstag, 7. Juni 2012
Von Dietmar Daths kürzlich in Berlin gehaltenem Vortrag über Fassbinders Welt am Draht gibt's nun auch eine Videoaufnahme online. Der Vortrag ist Bestandteil der Veranstaltungsreihe "Hands on Fassbinder".




[via]


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Die Platte knistert arg, dann hängt und springt sie. Dann das Bild: ist schief. Schlingensief spricht im rechten Winkel, Querformat: "Guten Abend, meine Damen und Herren, ich begrüße Sie ganz recht herzlich hier aus Ouagadougou!" Ein Handybild jener verrauscht-kontrastarmen Sorte, die alles fahl wie die Unterseite eines Fisches aussehen lässt: Hi-Def ist das nicht. Dann geht Schlingensief von der Hotellobby auf die Straße, in die Nacht und verschwindet damit noch mehr im Undeutlichen des Bildes: "Ich bin jetzt wahrscheinlich gar nicht mehr zu sehen, was für ein Signal an die Zukunft!" Dann meldet er sich, nach kurzer Aufnahmeunterbrechung, nochmal: Er sei gerade darauf hingewiesen worden, wie man mit so einem Handy eigentlich richtig aufnimmt, dass man das Gerät dazu nämlich anders- und also quasi intuitiv verkehrtrum halten müsse; Schlingensiefs Gesicht wechselt aus der Horizontalen in die Vertikale zurück, "Ich hör' jetzt auf, Francis, Du musst übernehmen", sagt er noch mit seinem typisch verschmitzten Lausbubengrinsen zu seinem Architekten Diébédo Francis Kéré, bevor ein harter Cut den Film aus dem medial defizitären Rausch-Schwenken in eine professionelle Totale holt und damit eine strikte Differenz zur Schlingensiefschen Taumelästhetik der lustvoll-frechen Übertölpelung von Standards und Konvention markiert. [weiterlesen beim Perlentaucher]



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Dienstag, 5. Juni 2012
Thema: videodrome
Jörg Buttgereit hat für Stereo Total ein Musikvideo auf Super8 gedreht: Die Frau in der Musik -



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Samstag, 2. Juni 2012
Thema: Hoerspiele
Über eine Story beim Spiegel bin ich gerade darauf gestoßen, dass der so hochverehrte wie begnadete Autorenfilmer Wenzel Storch mittlerweile auch Hörspiele für das Radio schreibt. Ende April strahlte der SWR die aktuelle Produktion Komm in meinen Wigwam aus, in der es um katholische Erziehungsliteratur für Kinder und um allerlei Körperlichkeit geht. Glücklicherweise ist diese Radioexpedition in den religiösen Trash noch auf der Website des Senders zu finden:

komm in meinen wigwam

Der Erwerb des beim Spiegel angesprochenen Bulldozer Gottes wird im übrigen wärmstens empfohlen. Warum, verrät Euch zum Beispiel Christian Keßler.

Bonusmaterial: Wenzel Storchs Musikvideo für Bela B.



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