Thema: Berliner Filmgeschehen
14. April 13 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Am 04.Mai verlassen wir in der Nachtschicht erstmals den europäischen Kontinent und wenden uns dem japanischen Film der 60er, genauer: dem im vergangenen Herbst bei einem Unfall ums Leben gekommenen, ewigen Kinorebell Koji Wakamatsu zu. Sein Film Akamoru - Das dunkle, wilde Begehren (1967) gehört zu den legendären Ultrararitäten aus Wakamatsus über 100 Filme umfassendem Werk. Nach unserem Kenntnisstand liegt Akamoru in keinem Homevideo-Format vor.
Wir zeigen den Film im Kino Babylon/Berlin-Mitte als historische 35mm-Kopie aus den 60ern mit der deutschen Synchro der damaligen Kinoauswertung. Selbst der gerne mal pingelige film-dienst war seinerzeit nicht völlig abgeneigt und bemerkte so anerkennend wie zurückhaltend: "Würde [Wakamatsu] einmal eine Geschichte geradlinig und diszipliniert erzählen und nicht um jeden Preis eine Schocktherapie verabreichen wollen, so müßte ihm ein bedeutender Film gelingen."
Bereits im Januar lief der Film im Nürnberger KommKino, auf dessen Programmtext ich an dieser Stelle gerne verweise.

Wir zeigen den Film im Kino Babylon/Berlin-Mitte als historische 35mm-Kopie aus den 60ern mit der deutschen Synchro der damaligen Kinoauswertung. Selbst der gerne mal pingelige film-dienst war seinerzeit nicht völlig abgeneigt und bemerkte so anerkennend wie zurückhaltend: "Würde [Wakamatsu] einmal eine Geschichte geradlinig und diszipliniert erzählen und nicht um jeden Preis eine Schocktherapie verabreichen wollen, so müßte ihm ein bedeutender Film gelingen."
Bereits im Januar lief der Film im Nürnberger KommKino, auf dessen Programmtext ich an dieser Stelle gerne verweise.

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Thema: Weblogflaneur
13. April 13 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
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Thema: ad personam
10. April 13 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
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Thema: Filmtagebuch
(Eine etwas magere Kinowoche. Daher haben wir uns beim Perlentaucher dazu entschlossen, heute nur eine Aktualität statt wie üblich zwei zu besprechen. Dafür schreibe ich über Ulrich Schamonis tollen Chapeau Claque von 1974, der diese Woche endlich auf DVD erscheint.)

Eigentlich folgerichtig für einen Film, der für sich in Anspruch nimmt, archäologischer Splitter zu sein, dass er auch tatsächlich lange Zeit kaum greifbar war. "Möge dieser Film für Sie so sein wie diese Scherbe für mich", adressiert Regisseur Ulrich Schamoni in der Rolle der Hauptfigur Hanno Giessen ein nicht näher identifiziertes Publikum, "in 1000 oder 10000 Jahren oder überhaupt einer Zeit" und hält dabei mit dem unvergleichlich schiefen, Bös' noch Arg nicht kennenden Ulrich-Schamoni-Grinsen eine im ägyptischen Sand entdeckte Scherbe aus antiken Zeiten hoch. Ein Fragment aus längst vergangenen Zeiten, ephemer und fragil, im Vorbeigehen aufgelesen - Deutungshoheit oder gar repräsentativen Charakter beansprucht es für sich nicht, auch wenn es uns wohl einiges erzählen kann. Wie dieser Film, der bislang ähnlich unaufgehoben im Sand der deutschen Filmgeschichte schlummerte, den man nur bei raren Kinovorführungen oder in Form einer unter Freunden weitergereichten, qualitativ fragwürdigen Fernsehaufnahme aus den 80ern sehen konnte. (...)
Das Fragment, das Übriggebliebene, das Übersehene, Aufgelesene und Aufgehobene, all das ist in der allein auf Schamonis eigene Villa in Berlin-Grunewald beschränkten Welt dieses Films reich vorhanden. Schon Hanno Giessen selbst ist so etwas wie eine Endmoräne großkapitalistischer Unternehmertage, von seinem mit allerlei liebevoll zusammengetragener Curiosae der Alltagskultur aus längst vergangenen Zeiten vollgestelltem Anwesen ganz zu schweigen. [weiterlesen beim perlentaucher]

Eigentlich folgerichtig für einen Film, der für sich in Anspruch nimmt, archäologischer Splitter zu sein, dass er auch tatsächlich lange Zeit kaum greifbar war. "Möge dieser Film für Sie so sein wie diese Scherbe für mich", adressiert Regisseur Ulrich Schamoni in der Rolle der Hauptfigur Hanno Giessen ein nicht näher identifiziertes Publikum, "in 1000 oder 10000 Jahren oder überhaupt einer Zeit" und hält dabei mit dem unvergleichlich schiefen, Bös' noch Arg nicht kennenden Ulrich-Schamoni-Grinsen eine im ägyptischen Sand entdeckte Scherbe aus antiken Zeiten hoch. Ein Fragment aus längst vergangenen Zeiten, ephemer und fragil, im Vorbeigehen aufgelesen - Deutungshoheit oder gar repräsentativen Charakter beansprucht es für sich nicht, auch wenn es uns wohl einiges erzählen kann. Wie dieser Film, der bislang ähnlich unaufgehoben im Sand der deutschen Filmgeschichte schlummerte, den man nur bei raren Kinovorführungen oder in Form einer unter Freunden weitergereichten, qualitativ fragwürdigen Fernsehaufnahme aus den 80ern sehen konnte. (...)
Das Fragment, das Übriggebliebene, das Übersehene, Aufgelesene und Aufgehobene, all das ist in der allein auf Schamonis eigene Villa in Berlin-Grunewald beschränkten Welt dieses Films reich vorhanden. Schon Hanno Giessen selbst ist so etwas wie eine Endmoräne großkapitalistischer Unternehmertage, von seinem mit allerlei liebevoll zusammengetragener Curiosae der Alltagskultur aus längst vergangenen Zeiten vollgestelltem Anwesen ganz zu schweigen. [weiterlesen beim perlentaucher]
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Thema: ad personam
02. April 13 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren

Wie ich gerade über Tim Lucas erfahren habe, ist Jess Franco heute in den frühen Morgenstunden in einem spanischen Krankenhaus den Folgen eines Schlaganfalls erlegen. Hier Lucas' Nachruf, außerdem hier der von Christian Keßler.
Wäre er dem Kino nicht schon längst abhanden gekommen und in der Zwischenwelt von digital video angekommen, könnte man sagen: Das Kino hat einen seiner eigensinnigsten Lichtpoeten verloren. Traurige Bilanz: Eine der sonderbarsten, in alle Richtungen davonstrebenden und nicht zuletzt umfangreichsten Filmografien der Filmgeschichte ist damit - leider - abgeschlossen. Es war ein Kino der Obsessionen, der ungebremsten Experimentierfreudigkeit und sicher auch des Scheiterns an den Begrenzungen der Möglichkeiten, ein Kino, das sich vorderhand mit den Insignien des Genrefilms schmückte, um darunter an einer ganz eigenen, zuweilen verschrobenen, zuweilen beglückend befreiten Poesie zu arbeiten: Free Jazz - free Jess.

Zuletzt waren seine Filme an einem Punkt angekommen, an dem sie schon wegen der eigenen marginalisierten Position auf narrative Korsette nichts mehr geben mussten oder sie als solche überhaupt kenntlich machten: Paula/Paula, gedreht nahezu ausschließlich in Francos Wohnung, erzählt (wenn dies überhaupt ein passender Begriff dafür ist) von einer Nachtclubtänzerin, die wegen eines Mordes von der Polizei verhört wird (die ermittelnde Polizistin ist Jess Francos 2011 verstorbene Muse Lina Romay, die Polizeiwache entspricht Francos Wohnzimmer). Soweit der Rahmen, dann bricht der Film auf und zu ungeheuer smoother Jazzmusik folgt eine fast einstündige, durch Aluminiumfolien und vertikale Achsenspiegelung ins monströs-abstrakte verzerrte Tanzsession zweier Frauenkörper. Jekyll und Hyde? Krimi? Kunst? Experimentalfilm? Intimistisch-erotische Session? Kein Begriff passt zum fertigen Resultat. Ein Videosplitter - anreizend, entspannt, freidrehend.

Seinen "klassischeren" Filmen tut man Unrecht, beschränkt man sie auf faden Eurosleaze. Eine Einschätzung, die von schrecklichen Videotransfers in falschen Bildformaten herrühren dürfte, anhand derer Franco - vom Vatikan einst als gefährlichster Filmregisseur neben Buñuel eingeschätzt - seit den 80ern wiederentdeckt wurde. Erst im Kino, so meine Erfahrung, entfalten seine Filme ihren eigentlichen/sehr eigenen Reiz. Es mag auch damit zu tun haben, dass man im Kino einem Film weit eher ausgeliefert ist als zuhause in den eigenen vier Wänden. Wohl nicht umsonst finden sich zahlreiche masochistische Séancen in Francos Filmen: Nicht selten ist er selbst als sein eigener Hauptdarsteller geknebelt und gefesselt anzutreffen.

Die vergangenen Jahre sahen eine erfreuliche Entdeckung und Würdigung dieses tatsächlich einzigartigen Regisseurs. Allen voran die große Retrospektive in der Cinématheque Francaise, die Würdigung für das Lebenswerk mit einem spanischen Goya und schließlich auch eine, wenngleich nicht ideale, Werkschau im Berliner Kino Babylon. Zu letzterer hatte ich einen Text in der taz, zu zwei weiteren Kinovorführungen seiner Filme in Berlin habe ich einführende Vorträge gehalten, die hier und hier dokumentiert sind.
Danke, Jess, für
Sie tötete in Ekstase
Venus in Furs
Miss Muerte
Lorna, l'exorciste
Eugenie - Philosophy in the Boudoir
Der Todesrächer von Soho
Necronomicon - Geträumte Sünden
Blue Rita
... und wahrhafte unzählige, weitere rohe Diamanten einer Filmkunst abseits des cinéma de qualité. Und grüß' Lina von uns.

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Thema: Berliner Filmgeschehen
30. März 13 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren

Kommenden Samstag um 22 Uhr laden wir zur 2. Nachtschicht im Kino Babylon/Mitte: Gezeigt wird Gianni Martuccis rarer Poliziesco Heroin (Milano... difendersi o morire) aus dem Jahr 1978. "Ein Film", schrieb seinerzeit der film-dienst, "der keine Auseinandersetzung lohnt.". Wir, das sind Philipp Stiasny, Bennet Togler und ich, sehen das völlig anders und zelebrieren im Kino Babylon stattdessen die Lust an der Trivialität und am "italo-dynamischen Erzählen." Und das auf altem, authentischem 35mm-Material aus dem Archiv.
Unser Programmtext:
Nach sechs Jahren aus dem Knast entlassen, träumt Pino (Marc Porel) vom sauberen Neuanfang im Mailand der späten siebziger Jahre. Doch die Stadt befindet sich im Würgegriff der organisierten Kriminalität, die die Jugendlichen mit Drogen überschwemmt. Auch Pinos Kusine hängt an der Nadel und schafft im Bordell an. Um sie von ihren Zuhältern loszueisen, lässt sich Pino auf einen faulen Deal mit einem örtlichen Syndikat ein, das im florierenden Heroinhandel mitmischen will. „Nur ein letzter Job für die Firma, Pino, und die Puppe kann abziehen. Ehrenwort.“Hier kann man die Nachtschicht auf Facebook besuchen. Im folgenden: Der Vorspann mit tollem italo-pathetischem Soundtrack.
Ein harter und selten gezeigter Poliziesco aus der Hochphase des italienischen Genrekinos mit viel Sleaze-Appeal, treibendem Soundtrack und quietschenden Reifen.
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Thema: Hoerspiele
29. März 13 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Jetzt im Download bei EinsLive: Jörg Buttgereits Hörspiel über Ed Gein:
Ed Gein - Ein True-Crime-Hörspiel.
Ed Gein - Ein True-Crime-Hörspiel.
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Thema: Filmtagebuch
28. März 13 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Eine Kinoempfehlung:
Das erste Bild: Ein Alpenpanorama - im Hintergrund die weiße Pracht, im Vordergrund, auf einem grauen Plateau, neben einem Haufen dicker Industriekabelrohre eine Frau und ein Mann in traditionellen Kostümen. Beide beginnen mit einem Lied auf die Heimatliebe, die Kamera nähert sich ihnen schleichend aus dem Panorama in die Totale an. Der Wandel der Einstellungsgrößte entbirgt den galligen Gehalt des Bilds: Die Skianlagen im Hintergrund treten deutlicher hervor, man sieht Menschen und Skifahrer auf dem Berg, die Kabelrohre nehmen mehr Raum im Bild ein. Die unberührte Heimat der Berge: Ein Kitschbild im Spielkasten vor den beiden, von dem keine Spur mehr zur faktischen Realität führt, Sache der Sachwaltung von Heimatvereinen und Nostalgikern. [weiterlesen beim perlentaucher]
Hinweis auch auf drei Kommentare des Regisseurs zu drei Bildern aus dem Film, zu finden hier (runterscrollen) bei Revolver.

Das erste Bild: Ein Alpenpanorama - im Hintergrund die weiße Pracht, im Vordergrund, auf einem grauen Plateau, neben einem Haufen dicker Industriekabelrohre eine Frau und ein Mann in traditionellen Kostümen. Beide beginnen mit einem Lied auf die Heimatliebe, die Kamera nähert sich ihnen schleichend aus dem Panorama in die Totale an. Der Wandel der Einstellungsgrößte entbirgt den galligen Gehalt des Bilds: Die Skianlagen im Hintergrund treten deutlicher hervor, man sieht Menschen und Skifahrer auf dem Berg, die Kabelrohre nehmen mehr Raum im Bild ein. Die unberührte Heimat der Berge: Ein Kitschbild im Spielkasten vor den beiden, von dem keine Spur mehr zur faktischen Realität führt, Sache der Sachwaltung von Heimatvereinen und Nostalgikern. [weiterlesen beim perlentaucher]
Hinweis auch auf drei Kommentare des Regisseurs zu drei Bildern aus dem Film, zu finden hier (runterscrollen) bei Revolver.

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Thema: videodrome
27. März 13 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
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Thema: videodrome
An dieser Stelle spreche ich mit Freunden unter anderem darüber, dass viele Filme den Sprung von VHS und DVD nie mitgemacht haben (und wahrscheinlich auch nie mitmachen werden - von den Unmengen an Filmen überhaupt zu schweigen, die noch nicht einmal auf VHS erschienen sind). Zu diesen ephemeren Werken gesellt sich die noch flüchtigere Kunst des Videojingles vor dem Hauptfilm. Obskure bis teils mutmaßlich mafiöse Firmen (was ich so an Gerüchten gehört habe, war die Produktion liebloser VHS-Editionen gerade im Nischenbereich offenbar eine beliebte Methode zum Geldwaschen - aber man frage mich nichts genaueres) verewigen sich da in blutenden Farben: Kein Hauch von Hollywood - eher schon spricht durch die Ästhetik von Digitalklotz-Schriften das heraufdämmernde Zeitalter von Heimcomputern, das zeitgleich von Kraftwerk besungen wurde. 
Heute begegnet man solchen Fragmenten ungeschriebener Firmengeschichten auf VHS-Rips, die durch entlegene Nischen des Interwebz geistern. Sie sind, finde ich, von einem sehr eigenen ästhetischen Reiz: Zuweilen Trunst reinsten Wassers - Splitter also jener Zwischenwelten, in denen die Tristesse die Kunst berührt und umgekehrt. Zugleich verweisen sie streng auf ihren eigenen obsoleten Charakter und tragen in Form von glitches ihre eigene Medienmaterialität vor sich her. Es liegt darin der Reiz des Schäbigen, des Verwahrlosten, der sich vielleicht wirklich erst im nostalgischen Zugriff ergibt: Eine Welt tut sich auf, die noch nicht hochauflösend ist, nicht bis in alle Winkel durchleuchtet. Der Film im Zeitalter der VHS, insbesondere der illegitime Film findet im Verborgenen statt - eine Schattenwelt, deren Mechanismen nicht eindeutig sichtbar werden.
Zwei Exemplare dieser Jingles habe ich extrahiert und der Youtube-Welt von heute vermacht. Je nach Lust und Laune mögen weitere folgen.
Heute begegnet man solchen Fragmenten ungeschriebener Firmengeschichten auf VHS-Rips, die durch entlegene Nischen des Interwebz geistern. Sie sind, finde ich, von einem sehr eigenen ästhetischen Reiz: Zuweilen Trunst reinsten Wassers - Splitter also jener Zwischenwelten, in denen die Tristesse die Kunst berührt und umgekehrt. Zugleich verweisen sie streng auf ihren eigenen obsoleten Charakter und tragen in Form von glitches ihre eigene Medienmaterialität vor sich her. Es liegt darin der Reiz des Schäbigen, des Verwahrlosten, der sich vielleicht wirklich erst im nostalgischen Zugriff ergibt: Eine Welt tut sich auf, die noch nicht hochauflösend ist, nicht bis in alle Winkel durchleuchtet. Der Film im Zeitalter der VHS, insbesondere der illegitime Film findet im Verborgenen statt - eine Schattenwelt, deren Mechanismen nicht eindeutig sichtbar werden.
Zwei Exemplare dieser Jingles habe ich extrahiert und der Youtube-Welt von heute vermacht. Je nach Lust und Laune mögen weitere folgen.
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Thema: Hinweise
Und dann noch Teil 2 des Gesprächs mit Christian Fuchs und Sebastian Selig über das Goldene Zeitalter der Videotheken, in dem ich unter anderem davon schwärme, wie semi-legale Privat-Filmhistoriker in Vergessenheit geratene Regie-Ekstatiker ins digitale Zeitalter hieven.


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Thema: Filmtagebuch
21. März 13 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Heute in der taz: Ein paar Zeilen zu den Fantasy Filmfest Nights, die derzeit durch Deutschlands Städte touren und am kommenden Wochenende in Berlin Rast einlegen. Mit besonderem Fokus auf Don Coscarellis vielleicht nicht unbedingt gutem, aber doch respektabel absonderlich geratenen John Dies at the End.


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Thema: videodrome
21. März 13 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Ein Videoessay von Kevin B. Lee über einen dieser Filme, die man eigentlich erst im Kino wirklich zum ersten Mal sieht.
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Thema: Filmtagebuch
20. März 13 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Unsere Mütter, unsere Väter - eine Zumutung zum Preis von 10 Millionen Euro Gebührengeldern. In Prunk und Glorie des Eventfilms wird hier etwas zelebriert, was hinter vieles fällt, was die deutsche Nachkriegsgeschichte sich in Film und Fernsehen an Zugängen zur Geschichte erarbeitet hat. Und die Feuilletons stehen dazu stramm bei Fuß, rufen das nationale Hochamt aus. In der Welt - dafür nun wahrlich kein Link - rät man noch glatt, das Bier kalt zu stellen, so mache Geschichtsaufarbeitung schließlich Spaß. Mutti, bring' doch noch Schnittchen aus der Küche mit, heut' gibt's wieder irgendwas mit Nazis im Fernsehen!

Ein Gruselfilm zwischen Historienbombast, der sich Deutungshoheit und Repräsentationsanspruch erbombt, und Bläterrauschen, ein transmedialer Gruselfilm, der nochmal eindrücklich unterstreicht, dass hierzulande noch immer viel im Argen liegt.
Und nachdem im Großereignis viele brave Deutsche überhaupt erst unter den Strapazen des Russlandfeldzugs zu bösen Deutschen wurden, was ihnen - wie der Film mit allen Mitteln stets zu unterstreichen sich beeilt - deutlich mehr Leid zufügt, als den Menschen, die unter ihnen zu leiden haben, dürfen dann auch im anberaumten Diskussionsevent Schulkinder dem Drehbuchautor brav Bericht erstatten, was ihnen nun klar geworden ist: Nämlich wie sehr die Menschen seinerzeit zu leiden hatten. Wohlgemerkt: Menschen übersetzt sich hier sehr widerstandsfrei in: die braven Wehrmachtssoldaten-Deutschen. Echte Nazis, nun gut, die gibt es hier auch: Sie tanzen gelegentlich geckenhaft durchs Bild, geben Schmiere aus dem Groschenheft, aber "unsere Mütter, unsere Väter" sind sie jedenfalls nicht. Selbst noch die prolligen Wehrmachtssoldaten, die sich nicht direkt wie die Vorhut der ehrbaren Bundesrepublik benehmen, sind im Grunde fast schon bloß kernige Jungs im maskulinistischen Überschwang. Der jüdische Freund aus der Clique, um die es hier geht, hat's zumindest im ersten Teil der Schmonzette ja noch einigermaßen kommod im Vergleich zu den entbehrungsreichen Abenteuern, auf die sich die anderen vier einlassen. Dazu bitte etwas American Beauty-Emo-Musik - ach, schön habt ihr das gemacht.
Sehr gerne hätte ich mit viel Ärger noch einiges mehr dazu geschrieben, gottlob hat aber Ekkehard Knörer diesen Job bereits übernommen. Seinen Darlegungen kann ich mich vollkommen anschließen.
Ein Gruselfilm zwischen Historienbombast, der sich Deutungshoheit und Repräsentationsanspruch erbombt, und Bläterrauschen, ein transmedialer Gruselfilm, der nochmal eindrücklich unterstreicht, dass hierzulande noch immer viel im Argen liegt.
Und nachdem im Großereignis viele brave Deutsche überhaupt erst unter den Strapazen des Russlandfeldzugs zu bösen Deutschen wurden, was ihnen - wie der Film mit allen Mitteln stets zu unterstreichen sich beeilt - deutlich mehr Leid zufügt, als den Menschen, die unter ihnen zu leiden haben, dürfen dann auch im anberaumten Diskussionsevent Schulkinder dem Drehbuchautor brav Bericht erstatten, was ihnen nun klar geworden ist: Nämlich wie sehr die Menschen seinerzeit zu leiden hatten. Wohlgemerkt: Menschen übersetzt sich hier sehr widerstandsfrei in: die braven Wehrmachtssoldaten-Deutschen. Echte Nazis, nun gut, die gibt es hier auch: Sie tanzen gelegentlich geckenhaft durchs Bild, geben Schmiere aus dem Groschenheft, aber "unsere Mütter, unsere Väter" sind sie jedenfalls nicht. Selbst noch die prolligen Wehrmachtssoldaten, die sich nicht direkt wie die Vorhut der ehrbaren Bundesrepublik benehmen, sind im Grunde fast schon bloß kernige Jungs im maskulinistischen Überschwang. Der jüdische Freund aus der Clique, um die es hier geht, hat's zumindest im ersten Teil der Schmonzette ja noch einigermaßen kommod im Vergleich zu den entbehrungsreichen Abenteuern, auf die sich die anderen vier einlassen. Dazu bitte etwas American Beauty-Emo-Musik - ach, schön habt ihr das gemacht.
Sehr gerne hätte ich mit viel Ärger noch einiges mehr dazu geschrieben, gottlob hat aber Ekkehard Knörer diesen Job bereits übernommen. Seinen Darlegungen kann ich mich vollkommen anschließen.
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Thema: Hinweise
19. März 13 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Man hat mich zum virtuellen Kaminfeuer des ORF geladen, wo ich mich mit Christian Fuchs (von FM 4) und Sebastian Selig (u.a. Splatting Image-Kollege) an das goldene Zeitalter der Videotheken erinnerte.
Daraus ist ein so exzessiv ausladendes Gespräch geworden, dass wir das ganze splitten und in zweiteiliger Lieferung bringen mussten. Hier der erste Teil des Gesprächs, der zweite folgt alsbald.

Daraus ist ein so exzessiv ausladendes Gespräch geworden, dass wir das ganze splitten und in zweiteiliger Lieferung bringen mussten. Hier der erste Teil des Gesprächs, der zweite folgt alsbald.

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