Thema: berlinale 2013
14. Februar 13 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
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Thema: videodrome
14. Februar 13 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Die kürzlich auf arte ausgestrahlte Doku über Fritz Langs Metropolis und dessen Restauration steht nun auch für einige Tage in Mediathek des Senders. Dokus über Filmrestaurationen könnte ich endlos anschauen - schön:
edit: und wieder off.
edit: und wieder off.
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Thema: berlinale 2013
14. Februar 13 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
(via) Kevin B. Lee, David Hudson (beide Fandor) und Cristina Nord resümieren das bisherige Festival in diesem schönen Video:
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Thema: berlinale 2013
13. Februar 13 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Andrew Bujalski interessiert sich für das Obsolete: Seine Filme sind für gewöhnlich in 16mm gedreht, in seinem "Beeswax" von 2009 (unsere Kritik) steht ein Secondhandladen im Mittelpunkt. Warum er seinen neuen Film "Computer Chess" nun auf einer alten Sony-Videokamera aus den frühen 80ern gedreht hat, erklärt er verschmitzt im Q&A nach der Vorführung: "Die Leute fragte mich immer, warum drehst Du noch immer auf 16mm, warum nicht auf Video? Nun, da dachte ich mir, euch geb ich Video!"Aber auch in anderer Hinsicht lässt sich die eigenwillige ästhetische Entscheidung zum monochromatischen Schwarzweiß (nur für eine einzige, bestrickend verspielte Miniatur bricht der Film in die Farbe aus), zu ausfasernden Lichtflächen, zur niedrig aufgelösten Verschwommenheit und zahlreichen Einschreibungen der technischen Materialgegenständigkeit ins Bild erklären: Wenn in "Computer Chess" analoges Magnetband auf obsolete Digitaltechnik blickt, zeichnet sich darin die für einen bestimmten Moment in der Technikgeschichte noch selbstverständlich bestehende medienhistorische Kluft ab, die im Zeitalter allüberall erfolgreich bestandener Medienkonvergenz, in der es keine Videokameras und Telefone mehr gibt, sondern nur noch Computer in jeder Hosentasche, längst überbrückt ist. Der Film spielt in den frühen 80ern in einem Provinzhotel. Eine Gruppe Nerds transportiert ihre klobigen Computer für ein Schachturnier an. Nicht Mensch gegen Maschine, sondern Maschine gegen Maschine, genauer: Algorithmus gegen Algorithmus treten an. Die Nerds sind lediglich Schnittstellen im noch nicht voll ausgeprägten Medienverbund: Brav tippen sie die Züge des Gegners in ihre Rechenmaschinen und bewegen die Spielfiguren. [weiterlesen beim perlentaucher]
»»» offizielle website »»» facebook »»» katalog (pdf)

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Thema: berlinale 2013
13. Februar 13 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Wenn in Bruno Dumonts "Camille Claudel, 1915" plötzlich ein Auto vorfährt, erschrickt man eine Sekunde über diesen Misston: Natürlich sind Autos im Jahr 1915 keine Neuheit mehr, doch bricht mit dem Auto jäh eine Ahnung der Außenwelt und der Moderne in diese bis dahin zugemauerte Welt, in der schon ein Salon im Stil des 19. Jahrhunderts wie ein Zugeständnis an den Zeitenlauf wirkt, dass man sich halb im Schock dazu zwingen muss, sich zu erinnern, dass dieser Film im frühen 20. Jahrhundert spielt.Die Bildhauerin Camille Claudel (Juliette Binoche) ist in einer von Nonnen geführten Anstalt untergebracht. Die Umstände der Einweisung bleiben unklar - dass es sich um eine männerbündische Abschiebung handelt, wird zumindest sehr implizit angedeutet. Die Welt wirkt vom schweren Gemäuer abgeschlossen - so abgetötet wie die Körperlichkeit der Nonnen unter ihren Gewändern und Tüchern. Einmal führt eine Art Pilgerweg auf den Gipfel eines nahen Bergs, von dem aus weite Landschaften, aber keine Anzeichen von Zeitgenossenschaft zu sehen ist. Eine überkontrollierte, unter dem Alb der Vergangenheit liegende Umgebung, in der als Misstöne das Gejauchze und Gekluckse der Insassen, das schelmisch wahnhafte Grinsen oder der nervtötende Trommeltick beim Essen fast befreiend wirken. [weiterlesen beim Perlentaucher]
»»» trailer

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Thema: berlinale 2013
13. Februar 13 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
"Pulchritude", "Schönheit" also heißt das Stück der Thee More Shallows, dessen so markant wie sanft um sich selbst kreisende Spielfigur Ramon Zürchers "Das merkwürdige Kätzchen" immer wieder als Intermezzo durchstreicht, strukturiert, aufatmen lässt. Eine ganz spezifische Schönheit sucht auch dieser fragile, funkelnde Film: die aufblitzende Poesie des Alltags, die Melancholie des einen kurzen Moments, den Zauber dessen, was als Spur bleibt.Leicht schief gedrehte Zigaretten im Etui etwa, flüchtig auf der Küchenarmatur liegengelassen, eine Tasse Tee mit Beutel auf dem Tisch, daneben ein Einkaufszettel voller zu Herzen gehender Schreibfehler eines kleinen Kindes, eine Ratte, die mit dickem Hintern hektisch über den Gehsteig huscht, eine menschenverlassene Küche, auf deren Tisch ein Kätzchen hüpft, das magische Blitzen im Innern eines Pfandautomaten. [weiterlesen bei der taz]

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Thema: berlinale 2013
13. Februar 13 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Am Ende von "Before Sunset" wurde ein Flug verpasst, zu Beginn von "Before Midnight" wird einer erreicht: Dazwischen liegen nicht nur genau neun Jahre und ein Tag - zumindest, wenn man mit den beiden Berlinale-Premieren rechnet -, sondern auch jene Zeit, in der fragile Liebesversprechungen an einem lauen Pariser Sommerabend zum ganz gewöhnlichen Beziehungstrott eingedickt sind.Was bisher geschah: 1995 begegneten sich die Französin Celine (Julie Delpy) und der Amerikaner Jesse (Ethan Hawke) in Wien. Die jugendlichen Träumer durchstreiften eine Nacht lang die Wiener Straßen, erkannten einander als Seelenverwandte und verloren sich wieder. 2004 trafen sie sich - sie mittlerweile Berufsaktivistin, er Schriftsteller - in Paris wieder und verbrachten einen Spätnachmittag miteinander: Bilanz und Lebensabgleich, was ist aus den Träumen geworden und was könnte noch aus ihnen werden - aus den Träumen, aus Celine und Jesse, diesem schönsten Liebespaar der jüngeren Filmgeschichte?[weiterlesen bei der taz]

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Thema: berlinale 2013
13. Februar 13 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Einmal, als er wild gestikulierend vom Filmemachen erzählt, vom Leben, das in die Filme schießt, da verlässt Roland Klick den sorgfältig scharf gezogenen Bereich des Bildes. Über 70 ist der Mann, doch auf eine Weise agil und mit einer inbrünstigen Leidenschaft gesegnet, als wäre er noch keine 30. Wenn er plötzlich loslacht – und Klick lacht viel –, dann reißt sein ganzes Gesicht auf, es funkelt ein Spott über die Absurditäten des Lebens darin, den sich gut leisten kann, wer stets Außenseiter gewesen und Held geblieben ist. Roland Klick, ein Verschütteter der deutschen Filmgeschichte. Einer jener Regisseure, die im verlässlichen Turnus wiederentdeckt und wieder vergessen werden, denen man die Aufnahme in den offiziellen Pantheon auch ernsthaft gar nicht wünschen kann. [weiterlesen bei taz]

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Thema: berlinale 2013
09. Februar 13 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Keine Emphase: Der dem Strom entrissene Nugget liegt auf einer Hand, bestaunt von einer Gruppe Pioniere. Es fällt kein und damit auch nicht dieses Wort - Gold. Darin liegt, im Norden Amerikas des späten 19. Jahrhunderts, auch ein Versprechen: Die Aussicht darauf, beengtesten und elendsten Verhältnissen (beschrieben wird einmal eine Unterkunft in New York: Vier Leute, ein Zimmer, dunkel, Feuchtigkeit und Kälte nagen an der Gesundheit) zu entkommen - sofern man die Strapazen meistert, die zwischen den jungen städtischen Zentren und dem Goldvorkommen in unwirtlichem Gebiet lauern. So finden sich in Thomas Arslans Post-Berliner-Schule-Western denn auch eine Gruppe deutscher Migranten ein, die dem Ruf des Goldes, genauer: der Annonce eines windigen Reiseführers, der zum geringen Preis eine weniger strapaziöse Passage zum neuen Reichtum in Aussicht stellt, folgen. [weiterlesen beim Perlentaucher]
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Thema: berlinale 2013
09. Februar 13 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Die Pirate-Bay-Doku aus dem Panorama steht in voller Länge auf Youtube:
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Thema: berlinale 2013
08. Februar 13 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Wo man hinschaut: schmutzige Scheiben. Oft dreht Gus van Sant durch Scheiben hindurch, so dass man die Schlieren auf dem Glas sieht. Oder das Licht auf der Frontscheibe eines Autos reflektiert so, dass Matt Damon dahinter nur schemenhaft erkennbar ist. Ein Kontrast zu den weiten Panoramen oder den aus einiger Höhe aufgenommenen Gottesperspektiven: Hier, wo die USA am amerikanischsten sind, im Hinterland, wo die meisten - wenn auch zunehmend unter wirtschaftlichen Schwierigkeiten - noch auf Farmen leben, hier also, wo manche Einstellung so aussieht, als sei sie der Rahmenhandlung vom "Wizard of Oz" entnommen, wo man den Eindruck gewinnt, als habe sich die USA in den letzten Winkel und ihren eigene Ursprungsmythos zurückgezogen, hier liegt das Land in aller Klarheit vor einem. Nur die Leute, die in die Stadt kommen, bleiben undurchsichtig.Es geht ums "Fracking", die Erschließung von Erdgas in tiefsten, bislang unzugänglichen Gesteinsschichten. Eine Technologie, die einerseits die USA vom Ressourcenvorkommen in Krisengebieten unabhängiger machen und den verarmten Farmern zugleich ein Vermögen einbringen könnte, wenn sie sich nur auf die Angebote von Steve Butler (Matt Damon) und Sue (Frances McDormand) einlassen.[weiterlesen beim Perlentaucher]

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Thema: berlinale 2013
offizielle website | forum
Eine Ehe wird getrennt. Ein Kind haut von zuhause ab (einmal um den halben Globus). Eine Schwangerschaft und noch nicht mal 20. Und doch kein Problemfilm.
I used to be Darker ist buchstäblich voller Musik - live mit elektronischer Verstärkung und Verzerrung, akustisch im Proberaum, von Platte (analog, ein wunderbar alter Plattenspieler). Einmal wird Theater gespielt. Es wird viel gesungen.
Musik und Kunst als utopischer Fluchtpunkt, der sich nicht mehr anvisieren lässt. Der unverbunden neben dem Leben steht. Eine bessere Welt in der Kunst, unendlich zart - wie der Gitarrist über die Saiten gleitet, wie Kim am Ende singt - angedeutet, leicht evoziert und doch unerreichbar. Zu Beginn wird eine Malerei mit einem Messer zerstückelt. Die Inkongruenz von Leben und Kunst.
Ein Film, der in hellen, sonnenklaren Bildern (wie dunkel war dagegen doch Putty Hill) keine Hoffnung spendet, in einer Umarmung dann aber am Ende vielleicht doch.
Eine Ehe wird getrennt. Ein Kind haut von zuhause ab (einmal um den halben Globus). Eine Schwangerschaft und noch nicht mal 20. Und doch kein Problemfilm.I used to be Darker ist buchstäblich voller Musik - live mit elektronischer Verstärkung und Verzerrung, akustisch im Proberaum, von Platte (analog, ein wunderbar alter Plattenspieler). Einmal wird Theater gespielt. Es wird viel gesungen.
Musik und Kunst als utopischer Fluchtpunkt, der sich nicht mehr anvisieren lässt. Der unverbunden neben dem Leben steht. Eine bessere Welt in der Kunst, unendlich zart - wie der Gitarrist über die Saiten gleitet, wie Kim am Ende singt - angedeutet, leicht evoziert und doch unerreichbar. Zu Beginn wird eine Malerei mit einem Messer zerstückelt. Die Inkongruenz von Leben und Kunst.
Ein Film, der in hellen, sonnenklaren Bildern (wie dunkel war dagegen doch Putty Hill) keine Hoffnung spendet, in einer Umarmung dann aber am Ende vielleicht doch.
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Thema: videodrome
07. Februar 13 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Für die Berlinale zuhause: Ulrich Köhlers hervorragender Schlafkrankheit steht für einige Tage in der arte-Mediathek. Im Grunde muss man den Film im Kino sehen und die Bröselkodierung von arte wird ihm auch nicht gut tun, aber darauf hingewiesen sei dann eben doch. Außerdem dort: Johnnie Tos Vengeance, den ich leider noch immer nicht gesehen habe - klick!
edit: und wieder offline.
edit: und wieder offline.
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Thema: berlinale 2013
07. Februar 13 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Bruce Lee war der große Pragmatiker und Eklektiker des Kung-Fu: "Sei Wasser", war sein Leitspruch - nicht die Verbundenheit zu einer bestimmten Schule, sondern die Situation beherrschte seinen Kampfstil: Gut ist, was praktisch ist, Stiltreue nur soweit von Belang, wie sie im Moment weiterhilft. Einen ganz ähnlichen Pragmatismus hört man zu Beginn von "The Grandmaster", dem Berlinale-Eröffnungsfilm von Jury-Präsident Wong Kar-Wai, der darin Schlaglichter auf das Leben von Ip Man (Tony Leung), Bruce Lees Lehrmeister, wirft: Im Grunde läuft bei Kung-Fu alles auf zwei Begriffe hinaus - horizontal und vertikal. Einer steht, einer liegt am Boden.Dass Wong Kar-Wai sich diesen Pragmatismus zu Herzen nimmt, wäre zu wünschen gewesen. Doch aufs Minimale und Praktische lässt Wong Kar-Wai sich (nicht, dass es zu erwarten gewesen wäre) von vornherein nicht ein: Er schlägt Schneisen in die chinesische Geschichte, die oft willkürlich, zumindest aber unkonturiert wirken (dass dies auch an Kulturtransferproblem liegen könnte, lässt sich allerdings nicht ausschließen), fährt ein Ensemble auf, dessen Beziehungen untereinander lange Zeit undeutlich bleiben und streut über den Teig Streusel aus dem Weisheitenschatz des Kalenderspruchgenres. [weiterlesen beim Perlentaucher]

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Thema: berlinale 2013
07. Februar 13 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Die Würdigung japanischer Studioregisseure zählt zu den in den vergangenen Jahren am meisten liebgewonnenen, jüngeren Traditionen der Berlinale, respektive des Forums. Will einen aus dem Festivalprogramm womöglich auch sonst nichts anspringen - auf die japanische Hommage im Forum ist stets Verlass.Dass sich rund um die Shochiku, Japans ältestem Film- und Studiogesellschaft, ein ganz eigenes "Genie des Systems" abzeichnet, wie es André Bazin in Abgrenzung zum und in Kritik am Hollywood-Geniekult seiner jüngeren Cahiers-Kollegen Godard und Truffaut bezeichnet hat, wird dabei auch in diesem Jahr aufs Neue (und Schönste) kenntlich: Hinter den cinephilen Schwergewichten Kurosawa, Mizoguchi und Ozu gab es bislang eine ganze Reihe im Ausland faktisch unbekannter Routiniers zu entdecken, deren Werke unter den verlässlichen Arbeits- und Auftragsbedingungen eines Großstudios eine Meisterschaft im (gar nicht despektierlich gemeinten) kleinen aufweisen: Eine Termitenkunst, die vielleicht gerade in Japan florieren konnte, wo Genie- und Schöpferkult im europäischen Sinn kulturhistorisch kaum verankert ist und ästhetische Meisterschaft weniger am Ideal eines kristallin-erhabenen Kunstwerks, als vielmehr am Studium und Beherrschen einer handwerklich zwar komplexen, in seiner Erscheinung aber einfachen Form festgemacht wird. [weiterlesen beim Perlentaucher]

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Thema: berlinale 2013
07. Februar 13 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Mechanik der männlich-heterosexuellen Pornophilie: Computer an, Bilder zum Aufwärmen, die Suche nach dem passenden Clip, schließlich Hand an den Schwanz und kopfüber in eine Welt williger Frauen ohne lästiges Kuschelbedürfnis.Porno ist besser als Sex, sagt Don Jon (Joseph Gordon-Levitt) und er bringt - in einem schmerzhaft zugespitzten Vergleich - einen ganzen Strauß Gründe dafür an. So funktional sich das anhört, so funktional ist auch sein Verhältnis zu allem anderen: Da die Freunde, dort der Club, dort drüben der Aufriss (nach Erfolg: Handsex mit dem Internet), hier sein durchtrainierter Körper, dann die Familie, sonntags Kirche und dann im Kämmerlein Beichte. [weiterlesen bei der taz]

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Thema: berlinale 2013
07. Februar 13 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Kurzer Rundumschlag:
Auch in diesem Jahr werde ich wieder im Berlinale-Blog des Perlentauchers mit vielen geschätzten Kollegen vom Festival berichten. Dazu gesellen sich einige Kritiken, die ich für die taz schreiben werde.
Hier beteilige ich mich neben vielen ebenso sehr geschätzten Kollegen an einem Kritikerspiegel.
Außerdem der Hinweis, dass ich in der rechten Spalte dieses Blogs wieder einen "Berlinale-Dump" führen werde, also Links zu interessanten Texten, Artikeln, etc. pp. die ich im Netz auffische. Dafür nutze ich den Social-Bookmark-Service Delicious und dort den tag berlinale2013. Wer will abonniert einfach den dazu passenden Feed.
Auch in diesem Jahr werde ich wieder im Berlinale-Blog des Perlentauchers mit vielen geschätzten Kollegen vom Festival berichten. Dazu gesellen sich einige Kritiken, die ich für die taz schreiben werde.Hier beteilige ich mich neben vielen ebenso sehr geschätzten Kollegen an einem Kritikerspiegel.
Außerdem der Hinweis, dass ich in der rechten Spalte dieses Blogs wieder einen "Berlinale-Dump" führen werde, also Links zu interessanten Texten, Artikeln, etc. pp. die ich im Netz auffische. Dafür nutze ich den Social-Bookmark-Service Delicious und dort den tag berlinale2013. Wer will abonniert einfach den dazu passenden Feed.
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Thema: videodrome
05. Februar 13 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Schön: Noch bis 17. Februar kann man hier viele Filme von Agnès Varda im Stream ansehen. (via)
Außerdem: Susan Sonntag und Agnès Varda im Fernsehen (1969).

Außerdem: Susan Sonntag und Agnès Varda im Fernsehen (1969).

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Thema: berlinale 2013
05. Februar 13 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Die Spiele sind (fast) eröffnet: Hier gibt es in diesem Jahr als Kooperation zwischen critic.de, dem Perlentaucher und Freunden einen Kritikerspiegel von der Berlinale. Da das Festival den Berliner Kritikern bereits viele Filme in Vorabpressevorführungen zeigt, gibt es bereits viele Einschätzungen. Als besonderes Bonbon kann man sich die Bewertungen jedes Kritikers auch einzeln hierarchisiert anzeigen lassen - ein Klick auf den Namen genügt.Meine Bewertungen etwa gibt es hier. Ich werde in diesem Jahr wieder für den Perlentaucher und verstärkt für die taz vom Potsdamer Platz berichten.
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Thema: videodrome
03. Februar 13 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Bei Netzkino, einem Onlineanbieter, der offenbar legal Filme für Streaming lizenziert, gibt es tatsächlich den wunderbaren Star Crash - Sterne im Duell im Angebot (wenn auch, sigh, im beschnittenen Bildformat). Einer der, wie ich finde, herzigsten Italofilme aller Zeiten, in dem Wahnsinn und Spielfreude einem gleichermaßen entgegentriefen. Dass sich der Film unwesentlich bei einem etwas bekannteren Science-Fiction-Film aus den USA, der um 1980 für etwas Aufsehen gesorgt hat, bedient - was soll's? Toller Film!
Siehe dazu auch die Begeisterungsstürme hier, hier und hier.
Siehe dazu auch die Begeisterungsstürme hier, hier und hier.
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Thema: Berliner Filmgeschehen
02. Februar 13 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Morgen im Bundesplatz-Kino in Berlin: Eine Will-Tremper-Double-Matinee (mit allerdings spielfilmlanger Pause zwischen beiden Filmen). Gezeigt wird um 11 Uhr Die endlose Nacht sowie um 15:45 Playgirl, die ich für zwei der schönsten bundesrepublikanischen Filme der 60er Jahre halte. Ersterer kam kürzlich in einer, nach allem, was man bislang hört, ziemlich wunderbaren DVD auf den Markt - was an einer Sensation grenzt, weshalb man der DVD sogar eine offizielle Website spendiert hat. Auch auf VHS hat es diesen wundervollen Film bis dahin nicht gegeben.
Ein paar Eindrücke aus dem Film gibt es auf Youtube. Und hier eine Bilderstrecke auf critic.de. Im Archiv des Spiegel gibt's außerdem einen Hintergrundartikel über die ungewöhnliche Entstehung dieses ungewöhnlichen Films. Eh legendär: Nettelbecks Filmkritik/Porträt anlässlich von Playgirl.

(hier gefunden)

Ein paar Eindrücke aus dem Film gibt es auf Youtube. Und hier eine Bilderstrecke auf critic.de. Im Archiv des Spiegel gibt's außerdem einen Hintergrundartikel über die ungewöhnliche Entstehung dieses ungewöhnlichen Films. Eh legendär: Nettelbecks Filmkritik/Porträt anlässlich von Playgirl.

(hier gefunden)

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Thema: Berliner Filmgeschehen
01. Februar 13 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
»Sichtlich eilig konzipiert und gedreht, hinterläßt der Film nur ungute Gefühle.« (film-dienst)
Heute Abend um 21 Uhr im Berliner Zeughauskino: Blutiger Freitag, Rolf Olsens phänomenaler Krauts- bzw. Bankübferfalls-ploitation-Film von 1972, der Hans Georg Rammelmayrs Banküberall in der Münchner Prinzregentenstraße im Jahr zuvor einerseits spekulativ ausschlachtet, andererseits aber auch eine Art Zeitbild der sozialen Spannungen in der BRD der frühen 70er Jahre schafft.
In der Hauptrolle: Raimund Harmstorf in seiner, wie ich finde, größten Rolle. Vor dem Film gibt es eine kurze Einführung von Philipp Stiasny (CineGraph Babelsberg) zu Rolf Olsen und von mir zum Film selbst.
Auf der Website der Zeit gibt es eine historische Reportage über die Ereignisse von 1971. Auf Youtube gibt es die ersten fünf Minuten des Films (mit ziemlich idiotischen englischen Untertiteln).
Sehenswert ist der Film vor allem auch als Bestandteil einer heute verschütteten und mangels einer befriedigenden DVD-Editionslage auch kaum mehr rekonstruierbaren Genrefilmkultur in Deutschland, die sämtliche Onkelig- und Beschaulichkeit, die man den Wallace- und Winnetou-Filmen (von den Heimatfilmen ganz zu schweigen) vielleicht wirklich attestieren möchte, abschüttelt und roh, dynamisch, rasant auftritt. Kein "Theaterdeutsch" trübt das Spiel, kein Bild wird zulange gehalten, der Schnitt ist grob und packend, die Kamera hochmobil. Über weite Strecken gleicht der hysterische Pegel einem Schlingensief-Film. Olsen, der zuvor St.Pauli-Filme (ebenfalls sehr sehenswert - Wenn es Nacht wird auf der Reeperbahn gibt es gerade bei Das Vierte gratis in der Mediathek) und einen ziemlich sonderbaren Heinz-Erhardt-Film (Immer wenn ich traurig bin...") gedreht hat, ließ hier mit einem Mal italienische Thrillerhärte ins bundesrepublikanische Genrekino einfließen.

Heute Abend um 21 Uhr im Berliner Zeughauskino: Blutiger Freitag, Rolf Olsens phänomenaler Krauts- bzw. Bankübferfalls-ploitation-Film von 1972, der Hans Georg Rammelmayrs Banküberall in der Münchner Prinzregentenstraße im Jahr zuvor einerseits spekulativ ausschlachtet, andererseits aber auch eine Art Zeitbild der sozialen Spannungen in der BRD der frühen 70er Jahre schafft.
In der Hauptrolle: Raimund Harmstorf in seiner, wie ich finde, größten Rolle. Vor dem Film gibt es eine kurze Einführung von Philipp Stiasny (CineGraph Babelsberg) zu Rolf Olsen und von mir zum Film selbst.Auf der Website der Zeit gibt es eine historische Reportage über die Ereignisse von 1971. Auf Youtube gibt es die ersten fünf Minuten des Films (mit ziemlich idiotischen englischen Untertiteln).
Sehenswert ist der Film vor allem auch als Bestandteil einer heute verschütteten und mangels einer befriedigenden DVD-Editionslage auch kaum mehr rekonstruierbaren Genrefilmkultur in Deutschland, die sämtliche Onkelig- und Beschaulichkeit, die man den Wallace- und Winnetou-Filmen (von den Heimatfilmen ganz zu schweigen) vielleicht wirklich attestieren möchte, abschüttelt und roh, dynamisch, rasant auftritt. Kein "Theaterdeutsch" trübt das Spiel, kein Bild wird zulange gehalten, der Schnitt ist grob und packend, die Kamera hochmobil. Über weite Strecken gleicht der hysterische Pegel einem Schlingensief-Film. Olsen, der zuvor St.Pauli-Filme (ebenfalls sehr sehenswert - Wenn es Nacht wird auf der Reeperbahn gibt es gerade bei Das Vierte gratis in der Mediathek) und einen ziemlich sonderbaren Heinz-Erhardt-Film (Immer wenn ich traurig bin...") gedreht hat, ließ hier mit einem Mal italienische Thrillerhärte ins bundesrepublikanische Genrekino einfließen.

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Thema: Filmtagebuch
30. Januar 13 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Das erste Bild: Kein Bild, aber ein Datum. 11. September 2001. Die Leinwand bleibt schwarz, die Ikone der qualmenden, schließlich kollabierenden Twin Towers bleibt ausgespart. Stattdessen hört man Aufnahmen von Telefonanrufen aus dem Innern des Gebäudes. Menschen in Lebensangst. In der Überpräsenz der buchstäblich monolithischen Panorama-Nachrichtenbilder vom 11. September verschwindet das Schicksal des Einzelnen - Regisseurin Kathryn Bigelow bricht dieses Bilderregime für einen Moment lang auf. Von vornherein ist klar: Zero Dark Thirty versteht sich als bildpolitische Intervention. [weiterlesen beim Perlentaucher]

Nachgetragen aus letzter Woche:
Nahtlos reiht sich dieser kindliche Victor Frankenstein in die lange Kette autobiografisch geprägter Sonderlingen ein, die Tim Burtons Filme seit jeher bevölkern: Verunsichert und etwas phlegmatisch im Auftreten, hager in der Erscheinung, den Eltern oft ein Rätsel (zumal, was die Monomanie seiner Interessen betrifft: wissenschaftliche Forschung und das Erstellen ruckeliger Super8-Filme, die dem Horrorkino ihren Tribut zollen), in körperlichen Dingen herausgefordert (Sport - ein Graus!) und mit auffälligen, wenngleich als Schrulle noch erträglichen Defiziten, was die soziale Kompetenz betrifft. Was in Burton County, wo auch dieser Film angesiedelt ist, ohnehin nicht allzu schwer ist: Seit jeher ließen sich Burtons Kringel und Kreise als Gegenentwurf zu einer aufgeräumten Welt der rechten Winkeln und geraden Linien lesen. [weiterlesen beim Perlentaucher]

Daneben lief noch der episodisch zwar recht hübsch geratene, im Gesamten dann aber arg christlich-schicksalshaft verbrämte Flight von Robert Zemeckis an, über den ich eine Kurznotiz bei der Stadtrevue verfasst habe. An Gangster Squad sollte man unterdessen keine NeoNoir-Maßstäbe ansetzen, um sich den Film nicht verderben zu lassen: Dass der Film unentwegt Pulphefte wie Detective Stories etc. ins Bild rückt, hat Methode. Dieser Film knallt um sich, wie das nur eine sich um kulturelles Kapital nicht scherende Pulpstory tut, die sich nicht unter Hinweis auf Chandler und Co. um Legitimiation bemühen muss. Auch hier eine Notiz für die Stadtrevue. Selbst noch als Horrorfan schenken kann man sich unterdessen den wenig erfreulichen House at the End of the Street.

Nachgetragen aus letzter Woche:
Nahtlos reiht sich dieser kindliche Victor Frankenstein in die lange Kette autobiografisch geprägter Sonderlingen ein, die Tim Burtons Filme seit jeher bevölkern: Verunsichert und etwas phlegmatisch im Auftreten, hager in der Erscheinung, den Eltern oft ein Rätsel (zumal, was die Monomanie seiner Interessen betrifft: wissenschaftliche Forschung und das Erstellen ruckeliger Super8-Filme, die dem Horrorkino ihren Tribut zollen), in körperlichen Dingen herausgefordert (Sport - ein Graus!) und mit auffälligen, wenngleich als Schrulle noch erträglichen Defiziten, was die soziale Kompetenz betrifft. Was in Burton County, wo auch dieser Film angesiedelt ist, ohnehin nicht allzu schwer ist: Seit jeher ließen sich Burtons Kringel und Kreise als Gegenentwurf zu einer aufgeräumten Welt der rechten Winkeln und geraden Linien lesen. [weiterlesen beim Perlentaucher]

Daneben lief noch der episodisch zwar recht hübsch geratene, im Gesamten dann aber arg christlich-schicksalshaft verbrämte Flight von Robert Zemeckis an, über den ich eine Kurznotiz bei der Stadtrevue verfasst habe. An Gangster Squad sollte man unterdessen keine NeoNoir-Maßstäbe ansetzen, um sich den Film nicht verderben zu lassen: Dass der Film unentwegt Pulphefte wie Detective Stories etc. ins Bild rückt, hat Methode. Dieser Film knallt um sich, wie das nur eine sich um kulturelles Kapital nicht scherende Pulpstory tut, die sich nicht unter Hinweis auf Chandler und Co. um Legitimiation bemühen muss. Auch hier eine Notiz für die Stadtrevue. Selbst noch als Horrorfan schenken kann man sich unterdessen den wenig erfreulichen House at the End of the Street.
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Thema: FilmKulturMedienwissenschaft
12. Januar 13 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
(via diverse auf Facebook) 13 Jahre, die die Filmgeschichte veränderten: David Bordwells Vortrag samt Präsentation über die Jahre 1908 bis 1920, in denen aus bewegten Bildern Spielfilme wurden.
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Thema: Hinweise
Weitergereicht an die Dominik-Graf-Aficionados: Die FAZ dokumentiert heute Grafs schöne Laudatio auf Wolfgang Petersen. Leider nicht online.
Jetzt online!
Bei YouTube ist außerdem Wolfgang Petersens Dankesrede auf Grafs Laudatio (Aufnahme hier) zu sehen:
Jetzt online!
Bei YouTube ist außerdem Wolfgang Petersens Dankesrede auf Grafs Laudatio (Aufnahme hier) zu sehen:
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Thema: Filmtagebuch
03. Januar 13 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Zu Beginn zehn Minuten reine Cine-Faszination: Ein Scharfschütze nimmt Position auf einem Parkhaus ein, streckt fünf Passanten nieder, flieht. Ermittler kommen zum Tatort, finden und sichern Spuren. Sie führen in überwältigender Stringenz zu einem Verdächtigen, der bald missbraucht und zusammengeschlagen, nur noch zu einer Kritzelei auf einem Blatt Papier fähig ist: "Holt Jack Reacher." Währenddessen fällt kein Wort: Bild - Montage - Assoziation. [weiterlesen bei der taz]

Hemingways „A Farewell to Arms“ fliegt im hohen Bogen aus dem Fenster. Nachts um drei. Anlass für solch grobe Literaturkritik: Wie kann der Mann seinen beiden Hauptfiguren nach all den Entbehrungen am Ende das Happy End verweigern? Warum muss die Frau sterben, warum können die beiden nicht einfach miteinander tanzen? Der da so erbost über Kanonliteratur zetert, ist Pat (Bradley Cooper). Die Scheiben, durch die das Buch spätnachts flog, gehören seinen Eltern Pat Sr. (Robert De Niro) und Dolores (Jacki Weaver), die sich um diese Uhrzeit auch Besseres vorstellen könnten als wutschnaubende Textinterpretationen im eigenen Schlafzimmer. [weiterlesen bei der taz]

Hemingways „A Farewell to Arms“ fliegt im hohen Bogen aus dem Fenster. Nachts um drei. Anlass für solch grobe Literaturkritik: Wie kann der Mann seinen beiden Hauptfiguren nach all den Entbehrungen am Ende das Happy End verweigern? Warum muss die Frau sterben, warum können die beiden nicht einfach miteinander tanzen? Der da so erbost über Kanonliteratur zetert, ist Pat (Bradley Cooper). Die Scheiben, durch die das Buch spätnachts flog, gehören seinen Eltern Pat Sr. (Robert De Niro) und Dolores (Jacki Weaver), die sich um diese Uhrzeit auch Besseres vorstellen könnten als wutschnaubende Textinterpretationen im eigenen Schlafzimmer. [weiterlesen bei der taz]

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Thema: TV-Tipps
03. Januar 13 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Heute Nacht um 01:09 zeigt arte Julia Ostertags und Francesca Araiza Andrades Dokumentarfilm Noise and Resistance über die europäische Hardcorepunk-Underground-Szene. Auch wenn ich mich heute nicht mehr darin bewege, hatte diese einen nicht zu unterschätzenden Anteil an meiner Sozialisation, was mich, schätze ich, bis heute prägt.
Dass der Film die Szene (der auch die beiden Macherinnen entspringen) mitunter etwas verklärt, sah ich deshalb schon auch aus persönlichen Gründen nicht ganz so eng. In der taz hatte ich zum Kinostart einen Text.
Dass der Film die Szene (der auch die beiden Macherinnen entspringen) mitunter etwas verklärt, sah ich deshalb schon auch aus persönlichen Gründen nicht ganz so eng. In der taz hatte ich zum Kinostart einen Text.
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