Mittwoch, 6. Mai 2009
Auf dem Highway ist die Hölle los war für mich um 1984 insofern ein Schritt in eine größere Welt, da er einer der allerersten Filme überhaupt war, die wir aus der Videothek ausliehen (und, öhömm, überspielten...). Damals war ich ja noch so wahnsinnig und stand um 5 Uhr morgens auf, um mir vor dem Gang in die (Grund-)Schule noch einen Film auf Video anzuschauen. Und Auf dem Highway ist die Hölle los muss ich hunderte Male gesehen haben, anders lässt sich nicht erklären, dass ich mich, obwohl ich den Film vermutlich seit 20 Jahren nicht mehr gesehen habe, an jede einzelne der in diesem Memorial-Video zusammengestellten Szenen erinnere:



In diesem Sinne: Rest in Peace, Dom DeLuise!

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Dienstag, 5. Mai 2009
Thema: Hinweise


Dass ich die deutsche Unternehmung zum Schutze der Jugend für eine ausgewiesen absurde, alberne und hoch-paranoide Veranstaltung halte, dürfte sich mittlerweile rumgesprochen haben. Und da mit dem heute veröffentlichten dritten Teil Hans Schmids Artikelreihe "Wie ich einmal versuchte, einen indizierten Film zu kaufen" abgeschlossen wurde, möchte ich nun auch gerne auf diese höchst lesenswerte Reihe verlinken:

» Teil 1
» Teil 2
» Teil 3

Schmid, der sich auf Telepolis häufiger mit dem klassischen Gruselfilm befasst und über den Horrorfilm promoviert hat, beschreibt hier, ausgehend von seinem bassen Erstaunen darüber, dass Mario Bavas Slasherklassiker A Bay of Blood in Deutschland indiziert (genauer: sogar beschlagnahmt) ist, die Abgründe, die sich auftun, wenn man ganz einfach als interessierter Erwachsener einen vor Unzeiten indizierten Horrorfilm beschaffen möchte.

Nun wäre das alleine noch nicht spannend. Doch Schmid beschreibt mit wacher Beobachtungsgabe und in vielen mäandernden Ausführungen, was die vermeintlich so harmlose Praxis des Filmindizierens mit einer Filmkultur anrichtet und warum dieser Praxis grundfalsche Parameter zugrunde liegen. Das ist nicht direkt echauffierte Trotz-Rhetorik, die Schmid dazu anbringt; für den Artikel ist das von Gewinn, zumal einige erhellende Anekdoten aus der Geschichte der Medienregulierung noch ein zusätzliches, ganz besonderes Schlaglicht auf heutige Diskurse werfen.

An die "Geschwindigkeit" des Textes, der sehr vorsichtig Schritt für Schritt vorgeht, muss man sich zwar gewöhnen. Ich habe jedenfalls alle drei Teile komplett und mit Gewinn gelesen.


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Montag, 4. Mai 2009
Im Vorfeld hatte mich der famose Trailer, fast noch mehr aber der Name J.J. Abrams - immerhin der Mastermind hinter Lost und Cloverfield - soweit gelockt, dass ich trotz bisheriger weiträumiger Umschiffungen des Star-Trek-Universums hinreichend Interesse und Erwartungen mitbrachte, nur um aber über weite Strecken enttäuscht zu werden. Ein eingefleischter ST-Fan mag deshalb ganz andere Qualitäten dieses Resets wahrnehmen, die sich mir allerdings nicht erschließen.

Schon der Plot ist so uninteressant wie eine zurecht vergessene fünfseitige Zeitreisegeschichte in schlechtem Englisch aus Zeiten von Amazing Stories. Doch für den Plot interessiert sich Abrams, glaube ich, ohnehin nicht recht. Wichtiger sind die Details, das unentwegte nudge nudge. So erfährt man so triftige wie erhellende Biografica, dass Kirk in einer Bar mal die junge Uhura angemacht hat. Und der junge Spock darf seine Finger in Großaufnahme in altbekannter Manier spreizen, aufdass sich Rührung einstellen möge. Das Wirrwarr um einen Pulp-Abziehbild-Romulaner aus der Zukunft wird unter solcher Anhäufung von Nostalgica unter den Teppich zu kehren versucht.

Überhaupt das Verhältnis vom Detail zum großen Ganzen. Dass der Film unentwegt Großaufnahmen von Gesichtern zeigt, mag seine Begründung zwar in der Referenzierung seliger TV-Zeiten der Serie finden, in der ein solcher Inszenierungsmodus unbedingt angeraten war, im Kino vermag sowas aber schnell zu nerven, zumal unter den Bedingungen des sensationsaffinen Blockbusters. So wird man in Star Trek ein ums andere Mal damit abgespeist, dass Attraktionen und Spektakel an den Bildrändern zwar hereindräuen, aber nie ganz zur Geltung kommen dürfen, weil es den Machern wichtiger erscheint, die physiognomische Ähnlichkeiten ihrer jungen Schauspieler mit den alten Vorbildern zu unterstreichen. Ganz bezeichnend ist dafür nicht nur eine irrwitzige Verfolgungsjagd gleich zu Beginn, deren sheer amount of awesomeness im folgenden Film an so gut wie keiner Stelle mehr erreicht wird, und passend dazu eine in jener Szene im Dunst am Horizont auszumachende Giganto-Metropolis, deren Pracht man im Detail gerne gesehen hätte, allein, sie bleibt vor allem: diesig. Oder diese wunderbaren Monster auf dem Eisplaneten gegen Ende, die so sehr damit beschäftigt sind, wild herumzutollen, dass man sich über ihr eigentliches Aussehen nicht abschließend sicher sein kann. (Noch viel trauriger stimmen einige Sekunden, in denen fast schon der Geist des Experimentalfilms in den Blockbuster hineinweht. Diese Momente stehen dann wie abgebrochener Zuckerguss im Film herum - oder vielmehr wie ein Versprechen, zu was die Leute hier eigentlich befähigt gewesen wären, hätten sie einfach nur gewollt.)

Eine der schrecklichsten ästhetischen Entscheidungen aber muss mit einem eigenen Absatz gewürdigt werden: Die kiloweise über den Film geschmierten Lens Flares. Abrams lässt in die Kameralinse strahlen, dass es nur so eine Art hat, kaum ein Filmdezimeter, auf dem's nicht mindestens einmal aus dem Bildzentrum oder keck von der Seite herein blitzt und funkelt. Im Presseheft ist man auf dieses Design sehr stolz - man selbst bleibt gerade wegen solcher Eigenbegeisterung schulterzuckend und völlig ratlos zurück: Die Lens Flares sehen, mit Verlaub, Scheiße aus, steuern zur visuellen Haptik und Attraktivität des Films zumindest auf der Habenseite eher gering bei und stehen eigentlich auch nur weitgehend sinnbefreit in der Gegend rum (zugestanden, gelegentlich hat man den Eindruck, dass durch solches lichtgleißende Aufblitzen allenthalben Insuffizienzen übertüncht werden sollen, was allerdings ein reichlich billiger Griff in die Trickkiste wäre).

Ums mal auf Web 2.0 zu sagen: Die Star Trek-Neupolitur ist ein eigentümlicher Blockbuster Fail. Wäre da nicht der charmante Auftritt eines gewissen Altdarstellers, der wenigstens für ein paar Minuten Herzigkeit in den Film trägt, das Ding wäre komplett an die Wand gefahren.


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Samstag, 2. Mai 2009
Thema: Hinweise
ist online und bietet somit genug Lesestoff für's sonnige Wochenende.



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Thema: videodrome
Bei Cargo gefunden: Rudolf Thome füllt derzeit seinen YouTube-Kanal mit zahlreichen Clips aus seinen Filmen. Hier z.B. ein Ausschnitt aus seinem Kurzfilm Stella, dem die FSK seinerzeit eine "entsittlichende Wirkung" unterstellte.



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Thema: Hinweise


Eine der schönsten, vielleicht auch romantischsten Vorstellungen über Film, die ich hege, ist die, dass Filme untereinander geheime Verstrebungen aufweisen, dass in einem Film eine Abkreuzung möglich ist und sich zwei Filme unvermutet miteinander verschalten (im Stadtthriller aus Hongkong ergibt sich diese Vorstellung schon alleine daraus, dass die Filme häufig in derselben Gegend, oft genug in denselben Straßen gedreht werden und sie schon deshalb dicht an dicht, wenn nicht ineinander stehen.)

Eine zweite Spur zu den geheimen Verbindungen, die Filme untereinander unterhalten, ohne dass diese bei vereinzelter Beobachtung evident wären, ist das geheime Leben der Props und Sets. Dass diese gerade in der klassischen Studioära recycelt werden, liegt freilich völlig auf der Hand. Einen faszinierenden und zum Glück reich bebilderten Artikel zu diesem geheimen Leben der Objekte im Hollywood-Kino hat Mark Rappaport auf Rouge veröffentlicht.



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Thema: good news
Interview Project

Beginnt am 01. Juni und sieht interessant aus. (Danke, Peter)


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Donnerstag, 30. April 2009
Thema: videodrome


» munk
» asia argento

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Freitag, 24. April 2009
Thema: Hinweise
Ekkehard Knörer weilt gerade in Lissabon beim Filmfestival, wo in diesem Jahr Werner Herzog eine Retrospektive gewidmet ist. Zwar ist der nun gerade nicht da - sondern irgendwo zwischen China und Steiermark -, dafür aber sein Bruder und langjähriger Produzent Lucki Stipetic (mit dem es ganz, naja, wie man's nimmt, großartige Szenen in Mein liebster Feind gibt) und mit dem hat sich Ekkehard unterhalten. Ein schönes Gespräch.


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Donnerstag, 23. April 2009
Thema: Kinokultur
Am vergangenen Wochenende war Kevin B. Lee von Shooting Down Pictures zu Gast bei der monatlichen Veranstaltung zur Kunst der Vermittlung im Kino Arsenal, um dort zum Thema Filmvermittlung und Internet seine Videoessays vorzustellen. Ein schöner Abend, der bei Landjägern und Bier einen sehr gesprächigen Ausklang fand.

Es versteht sich, dass Kevin das Ganze auch in zwei Videos dokumentierte:



Teil 2 gibt es nebenan bei Kevin, wo er auch seine weiteren Eindrücke von der Reise notiert.


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Dienstag, 21. April 2009
Thema: Kinokultur
Bei Telepolis schreibt Matthias Huber über die nächste Eskalationsstufe der Maulkorbstrategen unter den Filmverleihern: Wer die Pressevorführung eines in Bälde startenden, mutmaßlich recht uninteressanten Blockbusters, der absurderweise ohnehin als illegale Workprint-Kopie im Netz zirkuliert, besuchen will, verpflichtet sich nicht nur, ein Embargo einzuhalten, sondern darüber hinaus auch, "private Meinungsäußerungen" abseits journalistischer Plattformen auch in "neuen Medien" zu unterlassen. Wer fortan also bei twitter ein saloppes "Leude, der Film is Scheiße" fallen lässt, darf sich des ewigen Grolls einiger PR-Praktikanten und Herren in grauen Anzügen ziemlich sicher sein.

Eigentlich kann man dazu nicht mehr allzu viel schreiben. Es versteht sich von selbst, dass solche panischen Aktionen vor allem Ausdruck von Angst und ziemlich dümmlich sind, dass die aus solchen Bestrebungen resultierenden Konsequenzen glasklar auf der Hand liegen sollten. Illegale Manöver sind zwar schon wegen möglicher strafrechtlicher Konsequenzen nicht ratsam, letzten Endes muss dies aber jeder mit sich selbst ausmachen (und schlussendlich scheint dem Verleiher das grundgesetzlich garantierte Recht auf freie Meinungsäußerung auch nicht direkt wichtig zu erscheinen); auf der anderen Seite gibt es aber die Möglichkeit, Fake-Reviews zu veröffentlichen. Oder die Pressevorführung gar nicht erst zu besuchen. Es gibt die Möglichkeit, den Film an der Kinokasse schlicht zu ignorieren. Man kann als Journalist auch einfach keine Filmbesprechung schreiben - oder stattdessen zum Starttermin vor allem Artikel über diese um sich greifende Praxis veröffentlichen (gerade letzteres fände ich mal ziemlich hübsch - hallo, taz, welt, SZ, FAZ, FR und ja, hallo auch an uns drei Perlentaucher-Kritiker!)

Ich glaube jedenfalls, der Film ist scheiße und nicht sehenswert. Und da ich den FIlm weder gesehen, noch irgendeine lächerlicher Erklärung unterschrieben habe, ist mir diese private Meinung zu äußern wohl kaum verboten.


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Thema: Hinweise
Gestern abend lief im ZDF Kommissar Süden und der Luftgitarrist, der neue Film vom hochgeschätzten Dominik Graf. Wer ihn, wie ich, verpasst hat, wird in der Mediathek des Senders unter dem Suchbegriff "Luftgitarrist" fündig: Der Film ist in voller Länge abrufbar, für wie lange weiß ich allerdings nicht.

Nebenan bei Cargos hat Ekkehard Notizen zum Film veröffentlicht. Dass es dort auch ein sehenswertes Videointerview mit dem Regisseur gibt, ist ja, denke ich, schon bekannt. (Wann kommt eigentlich Teil 2, wenn da schon Teil 1 steht?)


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Sonntag, 19. April 2009
Thema: videodrome


Ein ziemlich großartiger, immens aufwändiger gestalteter Foto-Animationsfilm. Gefunden hier vor einigen Tagen auf cartoonbrew.com und von Markus daran erinnert worden.


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Gerade mit erster Ausgabe an den Start gegangen: Wide Screen, ein filmwissenschaftliches Open-Access-Journal.


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Thema: videodrome
UbuWeb now hosts 1000 avant-garde films by over 500 artists in our Film and Video section. To celebrate, we've upgraded our streaming player so that finally, UbuWeb videos can be viewed full-screen as well as embedded in your web pages and blogs.
UbuWeb: Film & Video

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Samstag, 18. April 2009
Heute beginnt im Berliner Zeughauskino eine hochinteressante Filmreihe, auf die ich umso freudiger hinweise, da sie auch von einigen meiner Kommilitonen kuratiert wird: Revolutionen aus dem Off, eine "Retrospektive des Dritten Kinos im Aufbruch". Vielleicht auch, weil sie sich den Luxus leichter Jubiläumsverspätung gönnt - 1968 steht spürbar über dem Programm -, gehört sie mit zu den engagiertesten Filmzusammenstellungen zu diesem Thema.

Der Programmtext:
Die anlässlich des 40. Jubiläums von 1968 neuerlich angefachte Diskussion über das gesellschaftliche Vermächtnis der Studentenrevolte belegt die ungeminderte Strahlkraft dieses historischen Datums. Dass sich im vorangegangenen Jahrzehnt und weit bis in die 1970er Jahre in Lateinamerika, Afrika und Asien soziale Bewegungen formierten, die in ihrer revolutionären Vehemenz die Revolten in Paris, Berlin oder Berkeley in den Schatten stellten, fällt leicht aus der eurozentrischen Wahrnehmung jener Ära heraus und ist darob in Vergessenheit geraten.

Diese an den Rand der Wahrnehmbarkeit gedrängten Revolutionen aus dem Off begünstigten die Entstehung eines politisch und bisweilen ästhetisch radikalen Kinos, das alle Register zog: vom generischen Erzählfilm bis zu experimentellen und dokumentarischen Formen, von Agitprop bis zu kritischer Reflexion, von der Besinnung auf einheimische Traditionen bis zur Anverwandlung modernistischer Einflüsse. So wie die sozialen Bewegungen, die es begleitete und mitgestaltete, stand dieses Kino für einen dritten Weg jenseits der konkurrierenden Machtblöcke USA und Sowjetunion, aber auch jenseits von Hollywood auf der einen und des mit der europäischen Linken assoziierten Autorenfilms auf der anderen Seite – für ein „Drittes Kino“, wie es die Filmemacher Octavio Getino und Fernando E. Solanas in ihrem vor genau 40 Jahren veröffentlichten Manifest „Hacia un tercer cine“ tauften.

Die Reihe Revolutionen aus dem Off unternimmt den Versuch, die bemerkenswerte Vielfalt politischer und ästhetischer Entwürfe im Einzugsgebiet des Dritten Kinos auf exemplarische Weise vorzustellen. Das Programm umfasst 34 Filme aus 14 Ländern im Zeitraum von 1955-1977, darunter etliche Raritäten, die in Deutschland nur selten zu sehen waren. Begleitende Einführungen erschließen die historischen und ideen-geschichtlichen Hinter-gründe des Dritten Kinos in seinen zahlreichen Spielarten und fragen nach seinem möglichen Nachleben im gegenwärtigen World Cinema.


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Samstag, 11. April 2009
Thema: videodrome
Der Independent Film Channel begleitet den bewundernswerten Daniel Johnston bei einer Shopping Tour durch Austin. Ein herzanrührendes WebVideo:



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Die neue Ausgabe des Online-Journals Film Philosophy ist erschienen. Am interessantesten erscheinen mir auf den ersten Blick der Aufsatz Hegel and the Impossibility of a Future in Science Fiction Cinema von Todd McGowan und eine Erörterung von Bedeutung und Autorenschaft in David Lynchs Dune von Tony Todd.


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Thema: videodrome
John Waters, einer der - und ich sage das ganz frei von Ironie - größten Söhne seines Landes (und größten Helden meines Lebens), gibt dem neuen Präsidenten ebendessen wertvolle und keineswegs unvernünftige Ratschläge, die man zwar nicht einbetten, aber immerhin verlinken kann.

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... und weil's eine schöne historische Spannbreite zu diesen Ratschlägen aufbaut, noch dieses "No smoking in this Theatre"-Announcement mit Waters:



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Thema: videodrome


Immer wieder: die seltsame Welt der Paramount Cartoons! [via]

(Und ja, hier is grad wenig los. Bin in der Sonne spielen.)


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Montag, 23. März 2009
Thema: videodrome


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Sonntag, 22. März 2009
Thema: Hoerspiele
Durch Zufall bin ich gerade auf Walk of Fame gestoßen, ein anscheinend nicht uninteressantes Hörspiel, das vor kurzem im WDR lief:
Pussy Stanton will nach oben, auf den „Walk of Fame“, die legendäre Meile am Hollywood Boulevard, die mit den Namen großer Filmstars gepflastert ist. „Walk of Fame“ heißt auch Pussys erster Film, eine Persiflage auf die Produktion eines B-Movies und dessen erschwerte Drehbedingungen: Moskitos, Tsunamis, verschwundene Eingeweideeimer. Nackte Filipinas laufen durchs Bild, bei einem Zombie löst sich der Glibber und dann geschieht noch ein Mord auf dem Filmset von „Racheengel auf der Blutinsel“.

Eine saftige Hommage an die allerschlechtesten Filme der 60er- und 70er-Jahre, an Giallo-, Gore- und Bikerinnen-Movies, Insel-, Foltercamp- und Frauengefängnisfilme, an Sexploitation jeder Couleur sowie schwimmende Leichen. Und an die B-Filmköniginnen Mary Woronov und Candice Rialson. Und der Beweis, dass aus einem dünnen Film ein fettes Hörspiel werden kann. Das akustische Film-im-Film-Geschehen wird kommentiert von den Splatter-Impresarios und Kinospezialisten Jörg Buttgereit und Thilo Gosejohann.
Auf der Website des Senders kann man sich das Hörspiel für begrenzte Zeit frei herunterladen.



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Donnerstag, 19. März 2009
Thema: DVDs
Hoch die Gläser - es gibt etwas zu feiern! Nach vielen Jahren sehnsuchtsvoller Erwartung (und mit einer minimalen Verspätung auf der Zielgeraden) ist Wenzel Storchs opus magnum, der ganz und gar unvergleichliche Ausstattungsfilm Die Reise ins Glück, /endlich/ auf DVD erschienen. Und ich weiß, wovon ich rede: Seit gestern befindet sich mein Belegexemplar des wie der Film luxuriös verschwenderisch gestalteten Digipacks in meinem Besitz - und liegt jetzt gerade in Griffnähe auf dem Schreibtisch. Die exorbitante Luxusausgabe ist exklusiv über die Website des Labels Cinema Surreal (für das ich, Disclaimer und so, gelegentlich als Texter arbeite) beziehbar (das exklusiv ist im Wortsinne zu verstehen - andere Versender bieten lediglich die ziemlich abgespeckte Verleihvariante zum minimal günstigeren Preis an, also lasst Euch nicht verscheissern!).

Das Feuilleton hat diese, auch wenn ich ja befangen bin, rundum tolle Veröffentlichung bereits zu würdigen begonnen:

Leider (noch?) nicht online auffindbar, schreibt Georg Seeßlen in der Zeit von vergangener Woche unter der Überschrift "Jules Verne auf LSD" über das "gottverdammt prächtige, umwerfend komische, elendiglich poetische Gesamtwerk des Wenzel Storch". Bereits zum Kinostart bejubelte Seeßlen den Film.

Ekkehard Knörer hat für die taz einen "immerwährenden Flohmarkt der Fantasie" durchschritten und sieht in Wenzel eine Art Kosmonaut durch die bundesrepublikanische Fantasienwelt. Immerfort bestaunt wird die Inneneinrichtung und beim Nachvollzug des in Die Reise ins Glück zusammengetragenen Sprachmülls flog dem Rezensenten "echt das Blech weg". Liebenswert muss man dies einzigartige Sammelsurium vieler einzelner Teile zwar nicht finden, doch gesehen haben sollte man es schon.

Auch der Tagesspiegel hat ein Ticket ins Glück erstanden: Eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Freud- und Jungianer sah Karl Hafner in dem "schrillen, schrecklich schönen Märchenkino" von Wenzel Storch, in dem viel Freude am Infantilen herrscht. Begeistert zeigt sich Hafner von dem Treiben, das man eigentlich nicht nacherzählen kann und insistiert darauf, dass man Die Reise ins Glück gesehen haben muss.

"In der Gehirnwaschanlage" fand sich Maria Holzmüller wieder, dabei ist sie doch in der Süddeutschen. Sie schwankt etwas ratlos zwischen Übelkeit und Euphorie. Zu bunt wurde es ihr dann allerdings doch: Spätestens bei der berüchtigten Vergewaltigung eines Kirchengebäudes durch ein Schneckenschiff wollte sie "am liebsten aussschalten". Bleibt nun ausgerechnet gerade hier am Ende jene Frage, die deutschen Filmen entgegen aller Dringlichkeit fast täglich nie gestellt wird:"War das jetzt wirklich nötig?" - Ich finde: Ausdrücklich ja, denn am Storch'schen Wesen soll der deutsche Film genesen!

Zum Abschluss noch: Der Trailer!



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