»Aber die schönste Maschine, die Shannon je baute, war zugleich die sinnloseste. Ein einfacher schwarzer Kasten in Shannons Wohnzimmer mit einem einzigen Schalter, der selbstredend auf 'Off' stand. Kaum daß Freunde oder Besucher den Kasten nur sahen, legten sie den Schalter auf 'On' um. Der Deckel ging auf, eine kleine weiße Automatenhand tastete nach dem Schalter, fand ihn und stellte ihne wieder auf 'Off'. Die Hand wanderte in ihr Dunkel zurück, der Deckel ging zu, das Spiel war gespielt. Digitale Maschinen können, was sie können, weil sie keinen Sinn haben.«
- Friedrich Kittler: Claude Shannon
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Thema: Hinweise

Starcrash, 1979 von Luigi Cozzi gedreht, ist eines der farbenfrohsten, unverschämtesten, seltsamsten und vergnüglichsten von Star Wars inspirierten cash-ins - und gerade deshalb unglaublich sehenswert (schon weil es sich David Hasselhoff bereits an diesem frühen Zeitpunkt seiner Karriere nicht nehmen ließ, sich 110%ig zum Obst zu machen). Übertroffen wird das nur noch von der deliranten Brillanz des vielgepriesenen Dünyayi Kurtaran Adam, den die Türkei der Welt dereinst zum Geschenk machte.
Bereits 2002 - aber das sollte von der Lektüre nicht abhalten - hatte salon.com ein hübsches Feature zum kuriosen Subgenre der "Spaghetti Space Opera", auf das ich gerade via io9.com gestoßen bin (wo es zum noch einen Ausschnitt aus The Humanoid gibt, den ich leider noch nicht gesehen habe).
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Thema: Hinweise
25. April 08 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Schnell durchgereicht: viele, viele, viele Neuzugänge auf ubu.com - das Stöbern lohnt!
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Thema: good news
21. April 08 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Große Vorfreude hier auf Hellboy 2. Del Toro, auf den viel zu halten seine Gründe hat, wird, scheint mir schon ausgemacht, auch diesmal wieder Herziges vorlegen. io9.com hat, für Fanboys, ein hübsches Anheiz-Special. Fazit: Can't wait.
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Thema: FilmKulturMedienwissenschaft
18. April 08 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren

Bereits im vergangenen November befasste sich das filmwissenschaftliche Online-Journal Offscreen in einer Spezialausgabe mit dem populären Kino Italiens und in diesem Bereich besonders mit dem eher härteren Genrefilm, vom Italowestern vielleicht abgesehen noch immer eine große Leerstelle der Disziplin (so fiel es mir gerade erst wieder neulich bei der erneuten Lektüre von Verevis' an sich sehr sachkundigen Ausführungen zu den diversen filmhistorisch nachvollziehbaren Psycho-Metastasen schmerzlich auf, dass der Giallo - ohne Psycho in dieser Form nie auch nur denkbar gewesen - mit keiner Silbe erwähnt wird, obschon dieser Korpus an Filmen eine stattliche Größe aufweist).
Umso erfreulicher ist nun diese Handvoll Essays, die sich sowohl um eine Heranführung, als auch um eine Diskussion detaillierter Fragen bemühen.
Drauf gestoßen bin ich via GreenCine Daily, wo es noch mehr roundups zu einzelnen Offscreen-Ausgaben und einigen anderen Publikationen zu lesen gibt.
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Thema: unterhaltung in serie
18. April 08 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren

"Alright, Internet, what do you want from us?"
Vom früher eher beäugten, analfixierten Querulanten (so hieß denn auch die allererste Episode damals Cartman gets an anal probe) hat sich South Park mittlerweile ganz still und heimlich zu einem wunderbar subversiven und gänzlich unverzichtbaren Kommentar zum Zeitgeschehen entwickelt - und dabei die Simpsons, denen man mittlerweile eher nostalgisch nachhängt, sicherlich erfreut über deren wattig-schönen Hermetik nach innen (was sich auch im öffentlichen Gespräch nachvollziehen lässt: wann war eine Simpsons-Folge zuletzt Medienereignis?), allerdings ohne noch wirklich Prägnanz zu erwarten, in dieser Hinsicht längst hinter sich gelassen (Family Guy, ganz andere Baustelle, auch großartig, deshalb hier schnell zu erwähnen, eher aufgrund seiner surreal-absurden Qualitäten). Die ungemeine Dichte, die South Park - nicht nach innen, eher im Sinne eine Nähe zum großen, natürlich medial vermittelten, Außen dieser Welt - lässt sich schon daran ablesen, dass die Serie mittlerweile problemlos und legal übers Netz zu sehen ist, gänzlich ohne blödsinnige IP-Kontrollen; großartig ist freilich auch die demonstrative Geschmacklosigkeit, die es ja überhaupt erst gestattet, die ganze von Innen her morsche, schale Welt mit ihrem Diktum von falsch verstandener, in sich indes nur zynischer Geschmackswahrung als im Allgemeinen sinnbefreite Veranstaltung wohltuend zu denunzieren.
Auf was ich aber hinaus wollte, eigentlich, ist ja, dass die allerneueste Episode von vor zwei Tagen mal wieder ein Bravourstück ist: Das Internet liegt flach, was in der South Park-Welt die Ausmaße eines apokalyptischen Katastrophenfilms annimmt. Immer ist es vor allem die intertextuelle Konstruktion von Welt in einer mittlerweile maßgeblich multimedial über sich ins Gespräch tretenden Kultur, die hier - so plump wie klug - aufs Korn genommen wird, ohne dabei zur leidlich amüsanten "Spot the reference"-Veranstaltung für Pop-Enzyklopädie-Abonennten zu geraten. Haopy, happy, joy, joy, um es mit einer anderen, ganz großartigen Cartoonserie aus früheren Zeiten zu sagen.
° ° °
Thema: Hinweise
14. April 08 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Alfred Hitchcocks Werk bleibt - nach 24 Hour Psycho, Gus van Sants hochinteressantem Remake usw. usf. - auch weiterhin für die hohe Kunst der Aneignung interessant. Neuestes Beispiel: Give Us Today Our Daily Terror von Martijn Hendriks, Ein noch im Entstehen begriffenes Video, das identisch ist mit Hitchcocks Birds. Mit dem Unterschied, dass sämtliche Vögel aus dem Film entfernt wurden.
Weitere Stills und Videoauszüge hier.

Weitere Stills und Videoauszüge hier.

° ° °
Thema: unterhaltung in serie
14. April 08 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren

Dann und wann präsentiert Telepolis einen echten Leckerbissen, angenehm fernab von Tagesaktualität oder ähnlich akuter Aspekte. Diesmal: Eine angenehm weitgreifende Hommage an eine der Initialzündungen des QualityTV, die britische TV-Serie The Prisoner aus den 60er Jahren. [via]
Zwar habe ich diese bislang noch nicht zuende schauen können, doch waren die ersten Episoden sehr reizvoll; ein guter Reminder, sich der Serie endlich mal eingehender zu widmen.
Einen Vorgeschmack auf die obskure Welt dieser Serie bietet der folgende Teaser-Trailer auf YouTube:
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Thema: good news
Good news von Turbine Medien:: Wie man im Firmenforum auf Cinefacts verkündet, hat sich der Programmanbieter die Verwertungsrechte an einem
meiner Lieblingsfilme, Tobe Hopppers Texas Chain Saw Massacre, sowie an den umfangreichen Bonusmaterialien der letzten, in den USA erschienenen Special Edition des Films gesichert.
Dies lässt insofern aufmerken, da der im Ausland gewürdigte und als wichtiger Bestandteil der Popkultur gefeierte Film hierzulande neben Romeros Dawn of the Dead und Sam Raimis Evil Dead eines der traurigsten und bezeichnendsten Beispiele für Filmzensur im Namen einer davongaloppierenden Jugendschutzkonzeption darstellt. Wie Turbine Medien in der Pressemitteilung hervorhebt, unternimmt man die nötigen Anstrengungen, um den Kult-Klassiker aus dem Giftschrank zu holen. Schon aus Maßstabsgründen wäre dies längst fällig: Nahezu alle zeitgenössischen Horror-, bzw. Splatter-/Slasherfilme überbieten den entgegen seinem Ruf reichlich unblutigen TCM in ihren naturalistischen/drastischen Gewaltdarstellungen leicht um ein Vielfaches, von ihrem somatischen Wirkungsgrad (oder meinethalben auch devianten Aspekten) ganz zu schweigen; dafür läuft ihnen TCM mit seinem (wiederum: entgegen seinem Ruf) sehr reflektiertem Einsatz formaler Mittel - also als ästhetisches Werk - locker den Rang ab.
Das Vorhaben von Turbine Medien halte ich deshalb für sehr lobenswert und wünsche bestes Gelingen (auch wenn Oliver Krekel im selben Forum erhebliche Zweifel anmeldet) . Mögen sich dem zu erhoffenden Erfolg weitere Beispiele anschließen.
meiner Lieblingsfilme, Tobe Hopppers Texas Chain Saw Massacre, sowie an den umfangreichen Bonusmaterialien der letzten, in den USA erschienenen Special Edition des Films gesichert. Dies lässt insofern aufmerken, da der im Ausland gewürdigte und als wichtiger Bestandteil der Popkultur gefeierte Film hierzulande neben Romeros Dawn of the Dead und Sam Raimis Evil Dead eines der traurigsten und bezeichnendsten Beispiele für Filmzensur im Namen einer davongaloppierenden Jugendschutzkonzeption darstellt. Wie Turbine Medien in der Pressemitteilung hervorhebt, unternimmt man die nötigen Anstrengungen, um den Kult-Klassiker aus dem Giftschrank zu holen. Schon aus Maßstabsgründen wäre dies längst fällig: Nahezu alle zeitgenössischen Horror-, bzw. Splatter-/Slasherfilme überbieten den entgegen seinem Ruf reichlich unblutigen TCM in ihren naturalistischen/drastischen Gewaltdarstellungen leicht um ein Vielfaches, von ihrem somatischen Wirkungsgrad (oder meinethalben auch devianten Aspekten) ganz zu schweigen; dafür läuft ihnen TCM mit seinem (wiederum: entgegen seinem Ruf) sehr reflektiertem Einsatz formaler Mittel - also als ästhetisches Werk - locker den Rang ab.
Das Vorhaben von Turbine Medien halte ich deshalb für sehr lobenswert und wünsche bestes Gelingen (auch wenn Oliver Krekel im selben Forum erhebliche Zweifel anmeldet) . Mögen sich dem zu erhoffenden Erfolg weitere Beispiele anschließen.
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Standardszenen in der Videothek, in der ich arbeite: Empfehlungen, zuvor noch mit leuchtenden Augen entgegen genommen, werden rasch zurückgewiesen, wenn ich die Aufmerksamkeit hinweisend darauf lenke, dass der betreffende Film allerdings nur in der originalsprachlichen, zumeist englischen Fassung auf der DVD enthalten ist (was nun nichts mit Piesackerei unsererseits zu tun hat, sondern schlicht und ergreifend damit, dass gottweiß wieviele interessante Filme in Deutschland nie erschienen sind). Man verstehe zwar Englisch, sicher, aber das sei dann doch zu anstrengend, heißt es meist (zugegeben: Die Zahl derjenigen, die sich davon nicht abhalten lassen, ist zwar weitaus geringer, aber im Steigen begriffen und an zwei Händen nicht abzuzählen.). Das finde ich umso bedauerlicher, da es oft genug Studierende und Studierte sind, Leute also, für die Fremdsprachkenntnisse ganz basal sind, die sich in solcher Weise und für mich sehr unverständlicherweise äußeren (unverständlich zum einen deshalb, weil ich mir noch nach völlig durchgesoffenen Nächten zum Einschlafen englischsprachige Serien und Filme ankucken kann, ohne das Gefühl zu haben, mich irgendeiner Anstrengung auszuliefern, aber auch, weil ich solche bewusst eingegangene Selbstbeschränkung nicht verstehen kann).
Schuld an dem Phänomen, so meine Hypothese (und ich glaube: es spricht viel dafür), ist einmal mehr ein deutscher Sonderweg. Neben einem hysterisch-paranoischem Jugendschutz ist auch die Synchronisierwut der Deutschen international ohne Gleichen. Wer zeit seines Lebens von der guten Glucke Jugendschutz-meets-Synchrospaß übermuttert wird, tut sich später schwer, eigene Schritte in die Welt jenseits dieser Käseglocke zu unternehmen. Gern und hämisch weist der irgendwie sich intellektuell angestrichen wähnende Dünkeldeutsche darauf hin, dass in den USA untertitelte Filme, ja ausländische Filme generell kaum Chancen hätten - und vergisst ob solcher kulturnationalen Besoffenheit doch glatt, dass im Gegenzug hierzulande kaum was anderes gilt. Über alles wird gleichmachend Synchrosauce geschmiert, scheissegal, ob ein einst integraler Film dadurch nun klingt, als würden Porno-Heidi und Disco-Schorsch in einer schalldichten Kammer Sätze aufsagen, die allein schon in ihrer klangästhetisch höchst hermetischen Dimension die Einheit von Bild und Ton grundsätzlich in Frage stellen. Das ist nicht nur ein Tritt ins Gesicht jedes ernstzunehmenden Schauspielers, der hier buchstäblich mundtot gemacht wird; eine solche Unart hat auch zur Folge, dass die erforderlichste Fremdsprache, Englisch, in breiten Teilen der Bevölkerung nicht beherrscht und auch nur mit Argwohn betrachtet wird, und stellt überdies eine in ihrer Dimension kaum zu unterschätzende Zugangsschwelle zum deutschen Markt - und, da wir nunmal im Kapitalismus leben, somit auch zum hiesigen kulturellen Leben - dar: Zahlreiche Filme finden ihren Weg nicht nach Deutschland, ganz einfach, weil die nahezu unumgängliche und kostenintensive Investition in eine Synchronisation ihre Rentabilität für Programmanbieter in die dunkelsten Keller treibt.
Aufmerken ließ mich deshalb eine Meldung vor kurzem, die besagt, dass in Brüssel irgendwas beschlossen wurde, was die Ausstrahlung synchronisierter Inhalte zumindest im öffentlich-rechtlichen Fernsehen vorgeblich untersage und die Untertitelung zwangsweise einführe. Natürlich wurde die Meldung kolportiert wie blöde (weshalb ich mir hier auch Links spare), Horrorszenarien wurden ausgemalt, was nicht wundert, da des Deutschen höchstes Gut - jawoll, die Wohnstuben-Gemütlichkeit - mit einem Male in Frage gestellt zu sein schien. Natürlich hat mich das gefreut: Ganz einfach, weil ich eine solche Entscheidung - auch wenn der Rahmen, in dem sie Konsequenzen entfalten würde, denkbar schmal ausfallsen würde - für vernünftig und nützlich hielte, zum anderen aber auch ganz diebisch, weil mich die aufgerissenen Augen und die Panik, nun ja, schon entzückte.
Dass eine solche Meldung indessen Grundlagen entbehrte, dachte ich mir schon bei der zerstreuten Lektüre dieser Angsthasen. Irgendwas schien mir faul daran, zum anderen ist blindes Vertrauen in die Verlautbarungshaltung und den Kolportage-Wahn des deutschen Journalismus ohnehin nicht angebracht. Stefan Niggemeier hat das ganze nun zusammengefasst, kritisch korrigiert und einen Pressespiegel der Peinlichkeit zusammen gestellt.
Sehr bedauerlich, but the future is unwritten.
Schuld an dem Phänomen, so meine Hypothese (und ich glaube: es spricht viel dafür), ist einmal mehr ein deutscher Sonderweg. Neben einem hysterisch-paranoischem Jugendschutz ist auch die Synchronisierwut der Deutschen international ohne Gleichen. Wer zeit seines Lebens von der guten Glucke Jugendschutz-meets-Synchrospaß übermuttert wird, tut sich später schwer, eigene Schritte in die Welt jenseits dieser Käseglocke zu unternehmen. Gern und hämisch weist der irgendwie sich intellektuell angestrichen wähnende Dünkeldeutsche darauf hin, dass in den USA untertitelte Filme, ja ausländische Filme generell kaum Chancen hätten - und vergisst ob solcher kulturnationalen Besoffenheit doch glatt, dass im Gegenzug hierzulande kaum was anderes gilt. Über alles wird gleichmachend Synchrosauce geschmiert, scheissegal, ob ein einst integraler Film dadurch nun klingt, als würden Porno-Heidi und Disco-Schorsch in einer schalldichten Kammer Sätze aufsagen, die allein schon in ihrer klangästhetisch höchst hermetischen Dimension die Einheit von Bild und Ton grundsätzlich in Frage stellen. Das ist nicht nur ein Tritt ins Gesicht jedes ernstzunehmenden Schauspielers, der hier buchstäblich mundtot gemacht wird; eine solche Unart hat auch zur Folge, dass die erforderlichste Fremdsprache, Englisch, in breiten Teilen der Bevölkerung nicht beherrscht und auch nur mit Argwohn betrachtet wird, und stellt überdies eine in ihrer Dimension kaum zu unterschätzende Zugangsschwelle zum deutschen Markt - und, da wir nunmal im Kapitalismus leben, somit auch zum hiesigen kulturellen Leben - dar: Zahlreiche Filme finden ihren Weg nicht nach Deutschland, ganz einfach, weil die nahezu unumgängliche und kostenintensive Investition in eine Synchronisation ihre Rentabilität für Programmanbieter in die dunkelsten Keller treibt.
Aufmerken ließ mich deshalb eine Meldung vor kurzem, die besagt, dass in Brüssel irgendwas beschlossen wurde, was die Ausstrahlung synchronisierter Inhalte zumindest im öffentlich-rechtlichen Fernsehen vorgeblich untersage und die Untertitelung zwangsweise einführe. Natürlich wurde die Meldung kolportiert wie blöde (weshalb ich mir hier auch Links spare), Horrorszenarien wurden ausgemalt, was nicht wundert, da des Deutschen höchstes Gut - jawoll, die Wohnstuben-Gemütlichkeit - mit einem Male in Frage gestellt zu sein schien. Natürlich hat mich das gefreut: Ganz einfach, weil ich eine solche Entscheidung - auch wenn der Rahmen, in dem sie Konsequenzen entfalten würde, denkbar schmal ausfallsen würde - für vernünftig und nützlich hielte, zum anderen aber auch ganz diebisch, weil mich die aufgerissenen Augen und die Panik, nun ja, schon entzückte.
Dass eine solche Meldung indessen Grundlagen entbehrte, dachte ich mir schon bei der zerstreuten Lektüre dieser Angsthasen. Irgendwas schien mir faul daran, zum anderen ist blindes Vertrauen in die Verlautbarungshaltung und den Kolportage-Wahn des deutschen Journalismus ohnehin nicht angebracht. Stefan Niggemeier hat das ganze nun zusammengefasst, kritisch korrigiert und einen Pressespiegel der Peinlichkeit zusammen gestellt.
Sehr bedauerlich, but the future is unwritten.
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Thema: Hinweise
09. April 08 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Am 08.April 1953 feiert Man in the Dark als erster großer 3D-Film Hollywoods Premiere. Wired berichtet.


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Thema: Weblogflaneur
Da sich der schön simplizistische Tumblelog-Service soup.io (hier meins) auch ganz prima als RSS-Aggregator nutzen lässt, habe ich mal einen kleinen Testballon gestartet:
» movieblogs
Ausgelesen werden die Feeds zahlreicher (interessanter) Weblogs mit filmlastigem Schwerpunkt. Bislang habe ich nur ein kleines Bouquet zusammengestellt, mehr folgt dann wohl die Tage. Mal sehen, ob das interessant wird oder nicht. Vielleicht gefällt's ja der einen oder dem anderen. So auf den ersten Blick finde ich's ganz hübsch.
Man muss das ja noch dazu sagen: Das Ganze ist und bleibt werbefrei - der einzige Vorteil für mich ist ein kleines bisschen Google Juice, der auf Grund der Verlinkungen der einzelnen Blogs aber auch für alle anderen abfällt. (und für alle gibt's vielleicht noch eine Handvoll Klicks mehr)
» movieblogs
Ausgelesen werden die Feeds zahlreicher (interessanter) Weblogs mit filmlastigem Schwerpunkt. Bislang habe ich nur ein kleines Bouquet zusammengestellt, mehr folgt dann wohl die Tage. Mal sehen, ob das interessant wird oder nicht. Vielleicht gefällt's ja der einen oder dem anderen. So auf den ersten Blick finde ich's ganz hübsch.
Man muss das ja noch dazu sagen: Das Ganze ist und bleibt werbefrei - der einzige Vorteil für mich ist ein kleines bisschen Google Juice, der auf Grund der Verlinkungen der einzelnen Blogs aber auch für alle anderen abfällt. (und für alle gibt's vielleicht noch eine Handvoll Klicks mehr)
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Thema: unterhaltung in serie
06. April 08 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
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04. April 08 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Vieles merkt man manchmal ziemlich spät, zum Beispiel gerade eben erst, dass Rudolf Thome, Regisseur vom tollen Detektive-Film, bereits im vergangenen September auf meine Besprechung des genannten Filmes hingewiesen hat mit den netten Worten:
Zur DVD-Ausgabe von "DETEKTIVE" gibt es einen ungewöhnlich sachkundigen und hochinteressanten Text (zum mindesten für mich, weil aus einer völlig neuen Perspektive geschrieben) in einem Blog, von dessen Existenz ich noch nie etwas gehört hatte und noch dazu den Trailer (den ich noch nie gesehen hatte)Schmeichelt mir sehr - und Danke für den Film (und Rote Sonne natürlich!)
° ° °
Thema: Filmtagebuch
04. April 08 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Kein gutes Zeichen, wenn mich ein Film nach rund fünf Minuten dazu inspiriert, ein bisschen nebenbei im Netz zu surfen. In der Regel zieht dabei der Film aufmerksamkeitsökonomisch sehr rasch den kürzeren; bei Hirschbiegels Invasion war das gestern Nacht der Fall - ich glaube, man kann ihn sich schenken, auch wenn Kidmans Australo-Akzent freilich sehr niedlich ist. Kurz ein wenig gelacht habe ich, als bei Laufzeit 06:38 eine Digitaluhr im Bild zu sehen ist, die als Uhrzeit 06:45 anzeigt - nun hab' ich's zwar nicht ausgerechnet, aber wenn man den PAL-Speedup miteinbezieht, könnte es sogar sein, dass die Uhrzeitangabe mit der Laufzeitangabe identisch ist. Wäre immerhin hübsch.
+++
Zuletzt waren ein paar Auffrischungen aus meiner Jugend fällig. Kinder, was habe ich die Mad Max-Streifen früher geliebt! Schön festzustellen, dass die Filme bis heute noch verdammt gute Rocker sind. Zugegeben, Teil 3 sackt etwas ab. Die Kinderei in der zweiten Hälfte ist zwar für den Kultur- und Mythenforscher recht interessant und gar nicht mal dumm angelegt, aber wer bitte will sowas bei Mad Max sehen? Dafür begeistert Teil 1, den ich seinerzeit (ich spreche von Zeiten, als ich den Film rein jugendschutzrechtlich gar nicht hätte sehen dürfen, ich war so 12 oder 13, schöne Grüße an dieser Stelle an die BPjM) eher nicht so prall fand, mit unglaublich rabaukiger B-Movie-Madness auf allen Ebenen: So gehen Maverick-Actionfilme und nicht anders! Schön auch zu sehen, dass der Film eigentlich nichts anderes darstellt als eine origin story im Superhelden-Sinne (freilich ohne Superkräfte, aber die hat Maxens Leidgenosse Punisher ja schließlich auch nicht), wie überhaupt auch das völlig seltsam geratene storytelling fasziniert. Teil 2 potenziert die Rabaukerei schließlich unbekümmert vor apokalyptischer Fantasy-Kulisse (und mit wesentlich mehr Budget...) - rein handwerklich betrachtet sicherlich eine der besten Materialschlachten des 80er Jahre Actiongewerbes und auch heute noch schwer beeindruckend.
Wer möchte, erfreut sich hier an diversen Clips.
+++
Eher fremdschämen war indes bei der erneuten Sichtung von Running Man angesagt. Zuletzt gesehen, ich weiß nicht wann, irgendwann lange vor DVD jedenfalls. Abgebucht unter: Knorke Action mit Subversionsvorteil. Erneute Sichtung ergibt: Unfassbar plumpe, uninspirierte Inszenierung im Stil von Action-Vorabendserien (was nicht verwundert: Der Regisseur war in den 70er Jahren Starsky in Starsky & Hutch und vor wie nach Running Man vor allem Fernsehregisseur), eine absolut scheußlich-infantile Synchro ohne Charme, Plotschwächen und Logiklöcher, die Auswüchse annehmen, dass man um die Kontinuität von Raum und Zeit zu bangen beginnt, eine Ausstattung, die von fast jedem zeitgenössischen C64-Jump'n'Run geschlagen wird und ein regelrecht schwachsinniger Begriff von Subversion, die sich insofern eigentlich schon wieder selbst subvertiert, da sie ihre dämliche TV-Kritik rein "inhaltistisch" begreift und eigentlich nur eine Art geläuterten Medienfaschismus als Alternative anbietet, ohne das richtig zu bemerken. Hinzu kommt, dass eigentlich fast alle bösen Gladiatoren an eigener Dummheit und Unvermögen krepieren, dass man sich unweigerlich fragt, ob die sich auch beim Schuhezubinden tödlich verletzen.
Aber eigentlich ist es schon faszinierend, wie so ein Film überhaupt produziert werden, sich am Markt durchsetzen und einen derartigen Kult-Status erlangen konnte. Betrachtet man ihn kontextualisiert, ergibt es sich, dass Arnold zu dieser Zeit eigentlich schon ein Superstar war, dass Actionfilme mit zynisch-dystopischem Szenario durchaus Konjunktur hatten und inszenatorisch wie atmosphärisch schon weitaus elaborierter waren, als eine solche Hinkerei am Krückstock, die ohne den Governor vermutlich straight in die Direct-to-Video-Hölle gereist, im Nachtprogramm der Privatsender verheizt und anschließend in die allgemeine Vergessenheit verabschiedet worden wäre. Immerhin lässt sich zugestehen: Man kann sich über die Schwächen des Films auf wirklich allen Ebenen prächtig amüsieren - im Gegensatz zu anderen B-Movies aber eigentlich wirklich nur über und nicht mit ihm.
Passend: Die DVD, von der der Film gekuckt wurde, ist aller Wahrscheinlichkeit nach eine der qualitativ schlechtesten, die mir jemals begegnet ist.
+++
Ganz großer Spaß hingegen: Santo en la Veganza de la Momia, ein grobschlächtiges holziges Trash Movie par excellence, offensichtlich im Dauerlauf runtergekurbelt, ohne Sinn und Verstand alle Zutaten zusammengeschmissen und ab in den Kinobetrieb gekotzt. Resultat: Eigentlich gibt's in fast jeder Sequenz was zu entdecken.
So dachte man sich offenbar, dass man Santos absolute Virilität auch dadurch unterstreichen könnte, dass man ihn ständig mit irgendeinem Instrument in der Hand zeigt, dass Authorität und Souveränität ausstrahlt. So ist er in bestens ausgeleuchteten Szenen mit einer leuchtenden Funzel von einer Taschenlampe zu sehen, die nicht im geringsten einen Zweck erfüllt, aber wichtig rüberkommt. Wenn er den Dschungel verlässt, haut Santo demonstrativ mit der Machete um sich, auch wenn das nur ein harmloses Büschel Gras ist, dem auf diese Weise aus dem Leben geholfen wird. Beim schon recht debilen Showdown in einer Höhle zwischen der Mumie aus dem Titel und dem Helden aus dem Titel wird unter anderem wie blöde mit einer Fackel herumgefuchtelt und geworfen, dass irgendwann sogar der offenbar aus brennbarem Material gefertigte Höhlenstein zu brennen beginnt, was freilich die diegetische Realität des Films schwer in Frage stellt.
Nein, ehrlich, was für ein Spaß. Einer, der nach Dosenbier zwar schmeckt, aber manchmal ist stumpf ganz einfach Trumpf.
+++
Bei Snakes on a Plane war mir schon der seinerzeitige Internet-Viral-Hype recht suspekt - ich wähnte Gurkiges unterm Kult-Mantel versteckt im Argen. Auf DVD ergibt sich's denn auch, dass der Film zurecht umgangen wurde; hie und da gibt's gewiss hübsche Geschmacklosigkeiten und ein paar nette Bescheuertheiten. Aber echtes Dosenbier-Feeling geht für meine Begriffe einfach anders. Hier steht Snakes on a Plane dem ähnlich uninteressanten Slither, der kurz zuvor vergeblich an die eher geekigen Unterhaltungs-Horrorfilme vornehmlich der 80er Jahre anzuschließen versucht hatte, eigentlich in nichts nach: Ein bisserl hübsch, weitestgehend uninspiriert, insgesamt recht Wurscht und schnell vergessen.
+++
Zuletzt waren ein paar Auffrischungen aus meiner Jugend fällig. Kinder, was habe ich die Mad Max-Streifen früher geliebt! Schön festzustellen, dass die Filme bis heute noch verdammt gute Rocker sind. Zugegeben, Teil 3 sackt etwas ab. Die Kinderei in der zweiten Hälfte ist zwar für den Kultur- und Mythenforscher recht interessant und gar nicht mal dumm angelegt, aber wer bitte will sowas bei Mad Max sehen? Dafür begeistert Teil 1, den ich seinerzeit (ich spreche von Zeiten, als ich den Film rein jugendschutzrechtlich gar nicht hätte sehen dürfen, ich war so 12 oder 13, schöne Grüße an dieser Stelle an die BPjM) eher nicht so prall fand, mit unglaublich rabaukiger B-Movie-Madness auf allen Ebenen: So gehen Maverick-Actionfilme und nicht anders! Schön auch zu sehen, dass der Film eigentlich nichts anderes darstellt als eine origin story im Superhelden-Sinne (freilich ohne Superkräfte, aber die hat Maxens Leidgenosse Punisher ja schließlich auch nicht), wie überhaupt auch das völlig seltsam geratene storytelling fasziniert. Teil 2 potenziert die Rabaukerei schließlich unbekümmert vor apokalyptischer Fantasy-Kulisse (und mit wesentlich mehr Budget...) - rein handwerklich betrachtet sicherlich eine der besten Materialschlachten des 80er Jahre Actiongewerbes und auch heute noch schwer beeindruckend. Wer möchte, erfreut sich hier an diversen Clips.
+++
Eher fremdschämen war indes bei der erneuten Sichtung von Running Man angesagt. Zuletzt gesehen, ich weiß nicht wann, irgendwann lange vor DVD jedenfalls. Abgebucht unter: Knorke Action mit Subversionsvorteil. Erneute Sichtung ergibt: Unfassbar plumpe, uninspirierte Inszenierung im Stil von Action-Vorabendserien (was nicht verwundert: Der Regisseur war in den 70er Jahren Starsky in Starsky & Hutch und vor wie nach Running Man vor allem Fernsehregisseur), eine absolut scheußlich-infantile Synchro ohne Charme, Plotschwächen und Logiklöcher, die Auswüchse annehmen, dass man um die Kontinuität von Raum und Zeit zu bangen beginnt, eine Ausstattung, die von fast jedem zeitgenössischen C64-Jump'n'Run geschlagen wird und ein regelrecht schwachsinniger Begriff von Subversion, die sich insofern eigentlich schon wieder selbst subvertiert, da sie ihre dämliche TV-Kritik rein "inhaltistisch" begreift und eigentlich nur eine Art geläuterten Medienfaschismus als Alternative anbietet, ohne das richtig zu bemerken. Hinzu kommt, dass eigentlich fast alle bösen Gladiatoren an eigener Dummheit und Unvermögen krepieren, dass man sich unweigerlich fragt, ob die sich auch beim Schuhezubinden tödlich verletzen.
Aber eigentlich ist es schon faszinierend, wie so ein Film überhaupt produziert werden, sich am Markt durchsetzen und einen derartigen Kult-Status erlangen konnte. Betrachtet man ihn kontextualisiert, ergibt es sich, dass Arnold zu dieser Zeit eigentlich schon ein Superstar war, dass Actionfilme mit zynisch-dystopischem Szenario durchaus Konjunktur hatten und inszenatorisch wie atmosphärisch schon weitaus elaborierter waren, als eine solche Hinkerei am Krückstock, die ohne den Governor vermutlich straight in die Direct-to-Video-Hölle gereist, im Nachtprogramm der Privatsender verheizt und anschließend in die allgemeine Vergessenheit verabschiedet worden wäre. Immerhin lässt sich zugestehen: Man kann sich über die Schwächen des Films auf wirklich allen Ebenen prächtig amüsieren - im Gegensatz zu anderen B-Movies aber eigentlich wirklich nur über und nicht mit ihm.
Passend: Die DVD, von der der Film gekuckt wurde, ist aller Wahrscheinlichkeit nach eine der qualitativ schlechtesten, die mir jemals begegnet ist.
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Ganz großer Spaß hingegen: Santo en la Veganza de la Momia, ein grobschlächtiges holziges Trash Movie par excellence, offensichtlich im Dauerlauf runtergekurbelt, ohne Sinn und Verstand alle Zutaten zusammengeschmissen und ab in den Kinobetrieb gekotzt. Resultat: Eigentlich gibt's in fast jeder Sequenz was zu entdecken.So dachte man sich offenbar, dass man Santos absolute Virilität auch dadurch unterstreichen könnte, dass man ihn ständig mit irgendeinem Instrument in der Hand zeigt, dass Authorität und Souveränität ausstrahlt. So ist er in bestens ausgeleuchteten Szenen mit einer leuchtenden Funzel von einer Taschenlampe zu sehen, die nicht im geringsten einen Zweck erfüllt, aber wichtig rüberkommt. Wenn er den Dschungel verlässt, haut Santo demonstrativ mit der Machete um sich, auch wenn das nur ein harmloses Büschel Gras ist, dem auf diese Weise aus dem Leben geholfen wird. Beim schon recht debilen Showdown in einer Höhle zwischen der Mumie aus dem Titel und dem Helden aus dem Titel wird unter anderem wie blöde mit einer Fackel herumgefuchtelt und geworfen, dass irgendwann sogar der offenbar aus brennbarem Material gefertigte Höhlenstein zu brennen beginnt, was freilich die diegetische Realität des Films schwer in Frage stellt.
Nein, ehrlich, was für ein Spaß. Einer, der nach Dosenbier zwar schmeckt, aber manchmal ist stumpf ganz einfach Trumpf.
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Bei Snakes on a Plane war mir schon der seinerzeitige Internet-Viral-Hype recht suspekt - ich wähnte Gurkiges unterm Kult-Mantel versteckt im Argen. Auf DVD ergibt sich's denn auch, dass der Film zurecht umgangen wurde; hie und da gibt's gewiss hübsche Geschmacklosigkeiten und ein paar nette Bescheuertheiten. Aber echtes Dosenbier-Feeling geht für meine Begriffe einfach anders. Hier steht Snakes on a Plane dem ähnlich uninteressanten Slither, der kurz zuvor vergeblich an die eher geekigen Unterhaltungs-Horrorfilme vornehmlich der 80er Jahre anzuschließen versucht hatte, eigentlich in nichts nach: Ein bisserl hübsch, weitestgehend uninspiriert, insgesamt recht Wurscht und schnell vergessen.
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Thema: good news
04. April 08 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Durchgereichte News:
Werner Herzog will write and direct "The Piano Tuner," a lush Victorian-era drama about a Brit's journey to war-torn Burma, for Focus Features.Mehr weiß der Hollywood Reporter, frühere Herzog-Mania im Blog hier.
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Thema: Filmtagebuch
03. April 08 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren

In eigener Sache: Heute läuft Michel Gondrys neuer, sehr bezaubernder Film Be Kind Rewind (mit Lust zum Doppelsinn in Deutschland Abgedreht benannt, naja...) in den Kinos an, der mir als Videothekar in einer ebenfalls nicht ganz üblichen Videothek natürlich von vornherein schon gefallen muss, aber auch darüber hinaus sehr schön geraten ist. Meine Besprechung erschien gestern beim Perlentaucher im Doppelpack mit Lukas' Text zu Untraceable, einem Serienkillerfilm, mit dem sich wiederum Stefan bei Telepolis mit Serienkillerfilmforscher-Expertise beschäftigt.
Den in meinem Text angesprochenen, von Gondry handgeschwedeten Trailer zum Film habe ich in mein kleines, feines Tumblelog gestellt, das sich immer über Gäste freut: klick! Ebenfalls dort versammelt: Weitere schöne, von Fans im Zuge von Be Kind Rewind geschwedete Blockbuster-Filme - Tron, Star Wars und Jurassic Park.
Zahlreiche weitere geschwedete Filme findet man bei YouTube unter dem Suchbegriff "sweded".
° ° °
Thema: Hinweise

Noch immer mein Lieblingsfilm, keinen habe ich im Kino häufiger gesehen: 2001 - A Space Odyssey von Stanley Kubrick. Masterpiece - period!
Dass der Film dieses Jahr seinen 40. Geburtstag begeht, war mir bis eben gar nicht richtig bewusst, bis ich dieses kleine Posting auf GreenCine Daily las, welches wiederum hierhin verweist, wo es zahlreiche historische Quellen und Interviews zum Film zu lesen gibt. Ein Leckerbissen zum Morgenkaffee!
° ° °
Thema: videodrome
03. April 08 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Eric Spiegelman hat eine kleine filmhistorische Obskurität ausgegraben: Einen nie offiziell gezeigten Propagandafilm von John Ford zum Vietnamkrieg, Charlton Heston spricht den Kommentar.
[via ~ via]
Spiegelman hat dem Video zudem noch einige Informationen zur Seite gestellt, unter anderem ein Treatment zum Film als pdf (siehe Link oben).
[via ~ via]
Spiegelman hat dem Video zudem noch einige Informationen zur Seite gestellt, unter anderem ein Treatment zum Film als pdf (siehe Link oben).
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Thema: TV-Tipps

Sehr fein: arte, Garant für eine gute Spielfilmkultur im Fernsehen, strahlt am 18. April um 23.35 Uhr Alejandro Jodorowskys großartigen The Holy Mountain und damit ein ganz großes Epos der Subkultur der 70er Jahre und der sogenannten "Mitternachtsfilme" aus. Es versteht sich von selbst, dass diese rare Gelegenheit, den Film hierzulande derart aufwandsarm sehen zu können, unbedingt ans Herz gelegt wird. [via]
The Holy Mountain, gewiss mystizistisch versponnen, aber dennoch vollkommen wunderbar, ist das Monument einer von Restriktionen und (motivischen) Normen befreiten visionären Filmkunst, die sich souverän zwischen ganz großer Weltesoterik, archaischer Mythologie, schrammeligem comic book, bildender Kunst und Genrekino bewegt und dies alles mit einer ordentlichen Portion weed im Blut. Für mich ein flirrendes Meisterwerk und jedes Mal aufs Neue eine ganze eigene Erfahrung.
Dank Zattoo lässt sich arte seit neuestem auch via Internet auf dem Rechner problemlos empfangen, siehe auch hier. (auch wenn eine solche Fensterlösung in diesem Falle wirklich nur die ultima ratio darstellen sollte...)
Auf der Website von arte gibt es eine Seite mit näheren Informationen. Als DVD-Anschaffung empfiehlt sich die Jodorowsky-Box, die im letzten Jahr in den anglo-amerikanischen Ländern auf den Markt gekommen ist. Darin befinden sich noch weitere essenzielle Jodorowsky-Filme aus dessen Frühphase, tolle Bonusmaterialien, sowie ein sehr unerträglicher Dokumentarfilm über den Regisseur und das ganze in bester Bild- und Tonqualität; erhellende (die Filme mitunter aber auch etwaszu Tode erklärende) Audiokommentare des Maestros runden das Package ab. Zumindest die Code1-Variante der Box war im letzten Jahr für geradewegs unverschämt wenig Geld zu haben, vielleicht steht der Preis ja noch. Von der italienischen Veröffentlichung ist dringend abzuraten, es sei denn man steht auf fiesesten Grünstich und Pixelbildung.

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Thema: Hinweise
01. April 08 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Die bereits seit Mitte März angekündigte Einspeisung aller öffentlich-rechtlicher Fernsehkanäle in den kostenfreien P2P-TV-Stream Zattoo ist nun endlich erfolgt. Mit dem Zattoo-Player - nach Registrierung (für was gibt's yahoo-Mailaccounts...) kostenfrei von der Website herunterladbar - lassen sich seit heute die Programme, wie ein erster Test ergibt, problemlos im Desktopfenster anschauen. Im Vollbildmodus ruckelts hingegen noch etwas, das mag aber auch an meinem Rechner liegen.
Das deutsche Senderbouquet von Zattoo bestand bislang fast ausschließlich aus völlig uninteressanten Stationen und eigentlich nicht zumutbaren Werbedumps wie Tele5 oder DasVierte; durch diesen Schritt - ein begrüßenswerter weiterer zudem in Richtung Medienkonvergenz - verbessert sich die Qualität des Dienstes schlagartig und hoffentlich zu dessen Gunsten: Das Netzexperiment läuft zunächst nur eine einjährige Testphase lang.
Schön, auf diese Weise ein bisschen Qualitätsfernsehen via Netz ins Haus zu bekommen. Zwar muss man auch im ÖR-Programm nach Rosinen oft suchen, doch findet man sie auch, was sich von jenem Contentmüllhaufen namens Privatfernsehen kaum behaupten lässt. [Umso ärgerlicher, dass man dieses Krempel-Konvolut - obwohl man nicht im Traum dran denken würde, sich darauf einzulassen und hierfür auch gar nicht technisch ausgerüstet ist - tagtäglich an der Supermarktkasse mitzufinanzieren genötigt ist (zumindest wäre mir nicht bekannt, dass man sich - im Gegensatz zu den GEZ-Gebühren - vom keineswegs geringen Werbeanteil in den Produktpreisen befreien lassen könnte)].
Das deutsche Senderbouquet von Zattoo bestand bislang fast ausschließlich aus völlig uninteressanten Stationen und eigentlich nicht zumutbaren Werbedumps wie Tele5 oder DasVierte; durch diesen Schritt - ein begrüßenswerter weiterer zudem in Richtung Medienkonvergenz - verbessert sich die Qualität des Dienstes schlagartig und hoffentlich zu dessen Gunsten: Das Netzexperiment läuft zunächst nur eine einjährige Testphase lang.
Schön, auf diese Weise ein bisschen Qualitätsfernsehen via Netz ins Haus zu bekommen. Zwar muss man auch im ÖR-Programm nach Rosinen oft suchen, doch findet man sie auch, was sich von jenem Contentmüllhaufen namens Privatfernsehen kaum behaupten lässt. [Umso ärgerlicher, dass man dieses Krempel-Konvolut - obwohl man nicht im Traum dran denken würde, sich darauf einzulassen und hierfür auch gar nicht technisch ausgerüstet ist - tagtäglich an der Supermarktkasse mitzufinanzieren genötigt ist (zumindest wäre mir nicht bekannt, dass man sich - im Gegensatz zu den GEZ-Gebühren - vom keineswegs geringen Werbeanteil in den Produktpreisen befreien lassen könnte)].
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Thema: Hinweise
01. April 08 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Das freut mich sehr: Der Autor Kai Meyer ist auf meine Berlinale-Besprechung von Dominik Grafs neuestem Film Das Gelübde gestoßen, der auf Meyers gleichnamigen Roman basiert. Und er gibt meiner Vermutung, der Film sei von italienischen Horror- und Nonnenfilmen inspiriert, mit deutlichen Worten Recht:
Dominik Graf und ich haben während der Dreharbeiten und davor mehrfach darüber gesprochen, über Nonnen-Exploitation, "The Wicker Man" (das Original, nicht das schlimme Remake) und italienische Horrorfilme. Und als ich DAS GELÜBDE zum ersten Mal gesehen habe, war genau das mein Eindruck. "Spiegel", "Zeit" und wie sie alle heißen, mögen allein das Glaubensdrama darin sehen - für mich war das Ganze von Anfang an ein nostalgischer Schritt zurück in die Siebziger und späten Sechziger. Ganz abgesehen davon, dass ich beim Schreiben des Romans noch sehr viel mehr alte italienische Horrorfilme angeschaut habe als heute.Für mich ein weiterer Grund, den Film nochmals zu empfehlen. Das wäre wirklich toll, wenn dieser außergewöhnliche Film den Sprung ins Kino schafft. Und zudem ist die Notiz auch ein Reminder, endlich mal den Roman zu lesen.
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Thema: videodrome
24. März 08 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
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