Thema: Hinweise
Warum Alan Moores opus magnum, sein unglaublich großartiges Superheldenepos Watchmen, nicht als Film adaptiert werden sollte (was gerade, Regie: Zack Snyer, geschieht), argumentiert Charlie Jane Anders detailliert, kenntnisreich, unter Zuhilfenahme zahlreicher (verlinkter) Quellen und also plausibel auf io9.com (ein ohnehin völlig unverzichtbares Blog für eine lohnende Auseinandersetzung mit Science Fiction).

(well, gespannt bin ich, was hilft da schon das Argument, natürlich dennoch)

(well, gespannt bin ich, was hilft da schon das Argument, natürlich dennoch)
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30. Juni 08 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Dass ich mein zweites Nebenfach, Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, mit vollstem Elan studiere, lässt sich kaum behaupten. Dafür blieb mir das Fach - aber auch weite Teile der Studierenden und auch der Dozenten - viel zu fremd.
Was die Dozenten betrifft, gab es eine Ausnahme (von bislang insgesamt zweien), die ich leider nur in einer Veranstaltung kennenlernen durfte. Sie war menschlich angenehm, wissenschaftlich exakt, immer um Methodenvermittlung bemüht und in der Wahl ihrer Themen stets aufs Wesentliche und Interessante aus. Ein heillos überfülltes Seminar war das, dass sie es doch domptiert hat, war fast eine Glanzleistung. Am Ende: Ein Schein, ein kurzer, aber euphorisierender Kommentar, meine beste Leistung am Institut, nicht ohne Grund.
In den folgenden Semestern aber fielen ihre Veranstaltungen aus. Wegen Krankheit. Jedes Semester erneut der immer wieder enttäuschte Blick ins neue Vorlesungsverzeichnis. Und die Sorge.
Am 26.06. hat die Krankheit, wie ich gerade dem Mailverteiler des Instituts bestürzt entnehme, obsiegt (dem Nachruf ist jeder Satz zu glauben). Das Institut und die Studierenden verlieren eine der engagiertesten Kräfte; ihre nächsten Mitmenschen, bin ich überzeugt, einen der wertvollsten Menschen. Ihnen gilt mein Beileid.
Was die Dozenten betrifft, gab es eine Ausnahme (von bislang insgesamt zweien), die ich leider nur in einer Veranstaltung kennenlernen durfte. Sie war menschlich angenehm, wissenschaftlich exakt, immer um Methodenvermittlung bemüht und in der Wahl ihrer Themen stets aufs Wesentliche und Interessante aus. Ein heillos überfülltes Seminar war das, dass sie es doch domptiert hat, war fast eine Glanzleistung. Am Ende: Ein Schein, ein kurzer, aber euphorisierender Kommentar, meine beste Leistung am Institut, nicht ohne Grund.
In den folgenden Semestern aber fielen ihre Veranstaltungen aus. Wegen Krankheit. Jedes Semester erneut der immer wieder enttäuschte Blick ins neue Vorlesungsverzeichnis. Und die Sorge.
Am 26.06. hat die Krankheit, wie ich gerade dem Mailverteiler des Instituts bestürzt entnehme, obsiegt (dem Nachruf ist jeder Satz zu glauben). Das Institut und die Studierenden verlieren eine der engagiertesten Kräfte; ihre nächsten Mitmenschen, bin ich überzeugt, einen der wertvollsten Menschen. Ihnen gilt mein Beileid.
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Thema: visuelles
27. Juni 08 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Die alte Tante des britischen Genrefilms erfährt eine Würdigung auf Briefmarke: Royal Mail releases Hammer Horror and Carry On stamps.
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Thema: Hoerkino
27. Juni 08 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Da ist ein Glückwünsch (und ein großes "Danke!") fällig: Der von Dr. Nachtstrom betreute, hervorragende Podcast Überklang feiert seine 50. Ausgabe und gönnt sich aus diesem Anlass einen ganz besonderen Themenschwerpunkt, den Science-Fiction-Autor Philip K. Dick. Parallel dazu gibt es auf dem hauseigenen Netlabel bruit erstmals eine Compilation, die sich ebenfalls mit dem genialen Schriftsteller befasst.
Genaueres zur Sendung hier, viel Spaß beim Hören.
Genaueres zur Sendung hier, viel Spaß beim Hören.
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Thema: TV-Tipps
Eine kleine Fernsehempfehlung: Morgen, in der Nacht von Freitag auf Samstag, zeigt arte (mit dem Zattoo-Player online empfangbar) um allerdings 3 Uhr den ersten (Korrektur: zweiten, aber ebenfalls sehenswerten) und schwer empfehlenswerten Teil der Sasori-Reihe mit der bezaubernden Königin des japanischen 70s Exploitation-Films, Meiko Kaji, in der Hauptrolle. Das Gütesiegel exploitation sollte dabei nicht gleich abschrecken, da solcher Filmkost in Japan zumindest in den 70ern zumeist dezidierter Gestaltungswille zugrunde lag, der in diesem Falle auch Menschen, die nicht nur an grafischen Abscheulichkeiten Interesse haben, begeistern sollte. Kurz: Sasori ist, zumindest in den ersten beiden Teilen, ganz fulminanter Arthouse-Sleaze. Wer ob solcher Vokabeln wirklich noch eine Inhaltsangabe braucht, liest die Programmbeschreibung des Senders. Oder man lässt sich vom folgenden Bildmaterial anregen:



Eine DVD ist bei Rapid Eye Movies erschienen.



Eine DVD ist bei Rapid Eye Movies erschienen.
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Thema: Weblogflaneur
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26. Juni 08 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Funkhundd, die eine Hälfte der benzinaffinen Himmelhunde, bloggt auch individuell und dies seit nicht eben gestern.
Schöner Zufall zudem: Den ersten Terminator, der gerade frisch bei den Himmelhunden buchstäblich besprochen wurde, habe ich rein zufällig etwa zeitgleich gesehen und ganz ähnliche Beobachtungen angestellt. Den Aspekt der Komprimierung würde ich sogar noch stärker akzentuieren: Nicht nur, dass der Schicksalslauf der Menschheit hier mit dem Verhältnis dreier Protagonisten innerhalb eines Tages verschaltet wird, der Raum selbst, in dem sich die Action abspielt, wird im Showdown auf das letztmögliche Minimum komprimiert, wenn Sarah und der verbliebene Terminator-Rumpf miteinander um letzte Zentimeter hadern. Auch die bislang übersehenen Noir-Anleihen standen mir diesmal ganz konkret vor Augen (kein Wunder, habe ich den Film doch das letzte Mal mit, ich glaube, 16 oder 17 gesehen). Jedenfalls: Ein verflucht großartiger Film!
Schöner Zufall zudem: Den ersten Terminator, der gerade frisch bei den Himmelhunden buchstäblich besprochen wurde, habe ich rein zufällig etwa zeitgleich gesehen und ganz ähnliche Beobachtungen angestellt. Den Aspekt der Komprimierung würde ich sogar noch stärker akzentuieren: Nicht nur, dass der Schicksalslauf der Menschheit hier mit dem Verhältnis dreier Protagonisten innerhalb eines Tages verschaltet wird, der Raum selbst, in dem sich die Action abspielt, wird im Showdown auf das letztmögliche Minimum komprimiert, wenn Sarah und der verbliebene Terminator-Rumpf miteinander um letzte Zentimeter hadern. Auch die bislang übersehenen Noir-Anleihen standen mir diesmal ganz konkret vor Augen (kein Wunder, habe ich den Film doch das letzte Mal mit, ich glaube, 16 oder 17 gesehen). Jedenfalls: Ein verflucht großartiger Film!
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Thema: Weblogflaneur
26. Juni 08 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Lukas stellt sich die Frage nach dem Sinn bezüglich Twitter - und wagt das in dieser Benennung leicht finnisch anmutende Live-Experiment: Dirty Laundri mit Kurz- und Kürzest-Verdicts vor allem zum TV-Segment. Was mich immerhin dazu verleiten könnte, meinen mal zum Test angelegten Twitt (Tweet? Twat? wtf?) für ähnliche Zwecke zu reanimieren. Mal schau'n.
Andererseits ließe sich selbiges ja auch hier über den feinen Tumblelog-Service soup bewerkstelligen - hmmmm...
Andererseits ließe sich selbiges ja auch hier über den feinen Tumblelog-Service soup bewerkstelligen - hmmmm...
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Thema: good news
26. Juni 08 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren

Edit 08.01.: Da hier gerade so Unmengen von Leuten über Google reingeschwemmt kommen: Zu Jerichow kann ich leider nicht soo viel sagen. Aber gut gefallen dürfte Ihnen vielleicht dieses sehr ausführliche und aktuelle Videogespräch mit Regisseur Christian Petzold. Gute Website, schaun Sie da vorbei!
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Zum sich derzeit in Produktion befindenden Jericho, dem neuen Film von Christian Petzold, den der Regisseur am Ende dieses Interviews bereits kurz skizzierte, hat Christoph Hochhäusler weitere Informationen. Der Spannung schließe ich mich an.
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Thema: good news
26. Juni 08 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren

Good News von den Salon-Punkern, die das wichtige Revolverblatt schmeißen: Heft kriegt neue Ausgabe (18), DVD-Edition kriegt neuen Film (Blissfully Yours - sehr schön!) und Party kriegt Termin (11.07.2008).
Genauere Informationen hier und hier drüben bei Christoph Hochhäusler, der in der Vorführung von Ferraras Mary in Mittes Babylon mit Ulrich Köhler hinter mir saß und dabei, mit diesem, viel zu viel geredet hat.
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Thema: Hinweise
Ausgabe 74 der alten Tante Splatting Image ist jüngst erschienen. Dass mein Kommilitone, Nachbarblogger und Perlentaucher-Kollege Lukas von dieser Ausgabe an nun auch mit an Doch kommen wir zum Inhalt! Der hauseigene Filmgelehrte, Christian Keßler M.A., konturiert das oft übergangene Feld des us-amerikanischen Aktionskinos der 80er Jahre aus dem tiefpreisigen Segment. Alldieweil lümmelt sich Dr. habil. Marcus Stiglegger in filmhistorischen Grab- und Grabungsstätte herum und bringt so einige Mumien essayhaft ans Tageslicht. In den Pornotions schließlich kommt der im Gendermilieu ja durchaus angesagte Bruce LaBruce im Gespräch zu Wort. Dasselbe gilt für einen der interessantesten Regisseure, die das Welt-Genrekino in den letzten Jahren zu bieten hatte: Im Interview steht der nimmermüde Johnnie To Rede und Antwort.
Neben solchen Magazinbeiträgen gibt's dazu noch die übliche Mischung aus Unmengen an aktuellen Film- und DVD-Kritiken, Buchbesprechungen; News, schönen Bildern, usw. usf. - und in diesem Serviceteil von meiner Wenigkeit eben auch einen ganzen, mit Liebe gepflückten Strauß größtenteils exklusiv nur dort veröffentlichter Kritiken zu u.a. Mad Detective, La Terza Madre, Confessions of a Superhero und noch einigen mehr.
Bezug wie immer entweder über die Website, im gut sortierten Mailorder (aber fragt mich bloß nicht welche...) und in vielen Fachgeschäften. In Berlin empfiehlt sich hierfür die Filmkunst Cinethek am südwärtigen Ende des Friedrichshainer Szenekiezes oder das Kreuzberger Videodrom, denen ich mich je verbunden fühle (Schnorrsäcke und Geizkragen lesen indessen in der Amerika Gedenkbibliothek am Halleschen Tor für umme, dürfen das schöne Heft dafür aber auch nicht mit nach Hause nehmen, um es dann mit Nutella-Fingern beim Frühstück vollzuschmieren, bäh!).
Ich wünsche viel Spaß beim Lesen.
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Thema: FilmKulturMedienwissenschaft
Pynchonoids begeben sich heute auf die Website der International Pynchon Week, eine Konferenz, die in den letzten Tagen in München stattgefunden hat. Neben Tinnef wie einem herunterladbaren Tagungsposter kann man sich dort auch Audioaufnahmen aller Vorträge zu Gemüte führen. Angehört habe ich mir das zwar noch nicht, zu hoffen aber ist, dass das schmerzliche Ergebnis zumindest meiner bisherigen Konferenzerfahrungen, dass nämlich auf Englisch gehaltene Vorträge deutschsprachiger Geisteswissenschaftler in eigentlich fast allen Fällen als scheusliche Folter bezeichnet werden müssten, in diesem Falle widerlegt wird (siehe hierzu letztens auch die NZZ) .
Eine schlichte Übersicht über alle mp3s der Tagung bietet dieser Folder.
Nachtrag a.k.a. SCNR: Eine Pynchontagung, auf der das Fotografieren gestattet ist??
Eine schlichte Übersicht über alle mp3s der Tagung bietet dieser Folder.
Nachtrag a.k.a. SCNR: Eine Pynchontagung, auf der das Fotografieren gestattet ist??
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Thema: Hinweise

Huch - Telepolis bringt einen fast schon epischen Artikel (und dieser ist ja überhaupt erst nur der erste Teil, zwei weitere folgen in den nächsten Tagen) über den auch von mir sehr geschätzten Mario Bava. Den Anlass hierfür stellt die Veröffentlichung von Tim Lucas' Mammutbuch über den italienischen Maestro des Makabren.
Auch wenn ich von sabbernden Überhöhungen wie "Lehrmeister von Tarantino und Tim Burton" überhaupt nichts halte, weil sie zum einen völlig maßlos sind (in beider Werke finden sich zwar Anspielungen, doch geht dies über den Status der Reverenz an einen Liebling nicht eben weit hinaus), ich andachtsförmiges Raunen überdies nicht sonderlich schätze, nicht jeder guter Genreregisseur, so sehr man an seinen Werken auch seine liebe Freude hat, gleich ein "Lehrmeister" (oder gar auteur) darstellen muss und schlussendlich Bava durch eine solche Geste offenbar auch nur durch Leistungen anderer Regisseure für nobilitierbar erklärt wird, auch wenn also solches Ärgernis gleich zu Beginn dem ganzen ein bisschen den Schwung nimmt, ist's doch erfreulich genug, dass dem alten Mann des italienischen Genrekinos ein bisschen zusätzliche Aufmerksamkeit zuteil wird.
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Thema: Hinweise

Cineaste bringt die (zumindest für mich) erste, ausführliche Kritik zu Werner Herzogs neuem Film Encounters at the End of the World, für den es Herzog, zuletzt aktiv und spannend wie zuvor seit Jahren nicht mehr, in die Antarktis zog. Ich bin höllisch gespannt!
Nachtrag: Mehr, viel mehr Links bei GreenCine Daily. Danke!

*
Überhaupt, gestern im hervorragenden Herzog on Herzog gelesen, weil das wöchentliche, vierstündige Bresson-Seminar ausgefallen ist (Bresson, der auteur, der mich mit dem französischen Autorenkino vielleicht doch noch versöhnen wird). Über 100 Seiten verschlungen, wie großartig das alles ist. Herzogs Blick auf die Welt, aufs Filmemachen - das Bodenständige einerseits, wie das völlig Entrückte andererseits. Mit selbst angefertigten, gefälschten Dokumenten hat er sich quer durch Peru gezeckt, um seinen Film drehen zu können. Eine Kamera, mit der u.a. Aguirre gedreht wurde, hat er einfach gestohlen, weil die Bürokraten sie ihm nicht leihen wollten. Wenn Du einen Film machen willst, so sein Ratschlag, dann vertraue nicht auf das Erbarmen von Institutionen, sondern raube eine Bank aus. Das ist soviel agiler, soviel dichter, so vitaler und brillanter als alles, was die (im Vergleich dazu) Krumenkunst der auf hohem Reflektionsniveau ablaufenden Filme aus Deutschland gegenwärtig leisten (die deswegen nicht schlechte sind, doch ein diffuses Unbehagen bleibt mir doch oft), und es wundert deshalb auch nicht im Geringsten, dass Deutschland als Stätte für Herzog seit Jahren nicht mehr geeignet ist. (im Buch spricht er auch davon, warum dies seit den frühen 90ern so ist).
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Thema: Hinweise
01. Juni 08 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
»Erst mal muss ich etwas klarstellen: Es geht die Legende, ich hätte mir mein Filmwissen durch die Arbeit in einer Videothek zugelegt. In Wahrheit wurde ich überhaupt nur angestellt, weil ich schon ein Filmexperte war.«Tarantinos Kinolektionen, gehalten kürzlich in Cannes. Die FAZ dokumentiert .
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Thema: Trailerpark
31. Mai 08 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Da wir es gerade schon vom italienischem Genrekino hatten: Der auf eben solches spezialisierte, in UK ansässige DVD-Anbieter Shameless Screen hat einen YouTube-Channel mit Trailern aus dem hauseigenen Programm eingerichtet. Vor allem der zu Designated Vicitim verdeutlicht nochmals die große (motivische) Nähe des filmischen Giallo-Komplexes zu Hitchcock.
Bislang sind nur Trailer zu drei Gialli online, aber das kann/wird sich in naher Zukunft bestimmt noch ändern.
The Designated Victim [direktlink]
[der folgende ist eher nsfw]
Who Saw Her Die? [direktlink]
Bislang sind nur Trailer zu drei Gialli online, aber das kann/wird sich in naher Zukunft bestimmt noch ändern.
The Designated Victim [direktlink]
[der folgende ist eher nsfw]
Who Saw Her Die? [direktlink]
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Thema: videodrome
» Yellow.
31. Mai 08 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Yellow, eine hübsche Filmhomage an Mario Bava und den italienischen Giallo, gedreht auf hübschem 16mm:
» direktlink
» offizielle website
» direktlink
» offizielle website
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Thema: DVDs
29. Mai 08 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Gute Kunde an Berliner Mitlesende: Die vor nicht allzu langer Zeit veröffentlichten und jenseits aller Bezahlbarkeit ausgepreisten DVD-Editionen der Dokumentarfilme von Frederick Wiseman wurden von der Amerika Gedenkbibliothek angeschafft. Zwar sind sie noch nicht in den Leihbetrieb gelangt, aber man kann sie bereits recherchieren und sich vormerken lassen (die Anzahl der Vormerkungen liegen noch im einigermaßen erträglichen Rahmen).
° ° °
Thema: Filmtagebuch
» imdb
» filmz.de
» siehe auch lukas

Das saß - Indiana Jones is back! Und die ehrliche Liebe zum Stoff, die das Dreamteam Lucas/Spielberg, die eben doch keine geekigen Fetischisten sind, auszeichnet, ist Garant dafür, dass das mittlerweile ja auch nostalgisch vererhrte franchise sich in besten Händen befindet. Dieser neue Indiana-Jones-Film setzt die Reihe würdig fort, nicht im Sinne eines hinterher geschobenen Anhängsels, sondern als tatsächliche Fortschreibung: Indy 4 ist eben genau das, der vierte Teil und nicht Indy re-visited und verabschiedet.
Alles an dem Film ist, von dieser Perspektive aus, erfreulich. Natürlich gibt es den einen oder anderen Nexus zu den vorangegangenen Filmen (wodurch sich die Reihe bislang eigentlich kaum auszeichnete), doch das bleibt im Rahmen und übersteigt sich nicht zur steten Augenzwinkerei; die Geschichte ist ganz wunderbar groschenheftig und bekennt sich voll zum pulp, wie man es sich nur wünschen kann. Statt Comic-Nazis, wie bislang, nun Comic-Kommies hier, Comic-McCarthyisten dort (und, dazu passend, eine Comic-Atombombenexplosion noch gleich dazu, und mit der fängt das ganze Spektakel ja überhaupt erst an). Das Verfahren von Lucas/Spielberg, sich dem Kosmos der phantastischen Trivialliteratur, die hier nun, ganz 50s, Aliens mit Mayas, Kommunisten mit Atombomben und PSI-Experimente mit Rosswell-Verschwörungstheorien pulpig kombiniert, zu nähern, ist dabei nicht so sehr bibliophil, so wie etwa Guillermo del Toro ans Werk geht; vielmehr geht es um emblematische Verdichtungen: Die Versprechen der früheren Pulp-Hefte und Comics endlich einmal auf der großen Leinwand eingelöst.
So erklärt sich auch die mangelnde Ironie des Films sich selbst gegenüber, die mangelnde Ambition, aus der Verdichtung der Trivialstoffe eine Art postmodern-subkutanes Wissensgeflecht zu bilden. Lucas/Spielberg wollen Achterbahn vor exotischer Kulisse, freilich uneigentlich insofern, dass es sich hier nicht um ein Aussagesystem gegenüber der Beschaffenheit von Welt handelt, aber doch insoweit eigentlich, was den ehrlichen Unterhaltungswert betrifft. Und der ist, boy oh boy, enorm.
» filmz.de
» siehe auch lukas

Das saß - Indiana Jones is back! Und die ehrliche Liebe zum Stoff, die das Dreamteam Lucas/Spielberg, die eben doch keine geekigen Fetischisten sind, auszeichnet, ist Garant dafür, dass das mittlerweile ja auch nostalgisch vererhrte franchise sich in besten Händen befindet. Dieser neue Indiana-Jones-Film setzt die Reihe würdig fort, nicht im Sinne eines hinterher geschobenen Anhängsels, sondern als tatsächliche Fortschreibung: Indy 4 ist eben genau das, der vierte Teil und nicht Indy re-visited und verabschiedet.
Alles an dem Film ist, von dieser Perspektive aus, erfreulich. Natürlich gibt es den einen oder anderen Nexus zu den vorangegangenen Filmen (wodurch sich die Reihe bislang eigentlich kaum auszeichnete), doch das bleibt im Rahmen und übersteigt sich nicht zur steten Augenzwinkerei; die Geschichte ist ganz wunderbar groschenheftig und bekennt sich voll zum pulp, wie man es sich nur wünschen kann. Statt Comic-Nazis, wie bislang, nun Comic-Kommies hier, Comic-McCarthyisten dort (und, dazu passend, eine Comic-Atombombenexplosion noch gleich dazu, und mit der fängt das ganze Spektakel ja überhaupt erst an). Das Verfahren von Lucas/Spielberg, sich dem Kosmos der phantastischen Trivialliteratur, die hier nun, ganz 50s, Aliens mit Mayas, Kommunisten mit Atombomben und PSI-Experimente mit Rosswell-Verschwörungstheorien pulpig kombiniert, zu nähern, ist dabei nicht so sehr bibliophil, so wie etwa Guillermo del Toro ans Werk geht; vielmehr geht es um emblematische Verdichtungen: Die Versprechen der früheren Pulp-Hefte und Comics endlich einmal auf der großen Leinwand eingelöst.
So erklärt sich auch die mangelnde Ironie des Films sich selbst gegenüber, die mangelnde Ambition, aus der Verdichtung der Trivialstoffe eine Art postmodern-subkutanes Wissensgeflecht zu bilden. Lucas/Spielberg wollen Achterbahn vor exotischer Kulisse, freilich uneigentlich insofern, dass es sich hier nicht um ein Aussagesystem gegenüber der Beschaffenheit von Welt handelt, aber doch insoweit eigentlich, was den ehrlichen Unterhaltungswert betrifft. Und der ist, boy oh boy, enorm.
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Thema: good news
27. Mai 08 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
Ich glaub's ja erst, wenn ich im Kino sitze: In diesem Fernsehinterview berichtet Tarantino, dass er das Skript für sein seit Jahren angekündigtes Remake des 1978 unter der Regie von Enzo G. Castellari entstandenden Kriegsfilms Inglorious Bastards nun fertiggestellt habe und kündigt darüber hinaus an - if all goes well - den Film bereits im kommenden Festivaljahrgang in Cannes zu präsentieren.
Die DVD des Originals erschien übrigens vor gar nicht allzu langer Zeit bei Koch Media unter dem Titel Ein Haufen verwegener Hunde in hervorragender Qualität.
Aber wie gesagt: Ich glaub's erst, wenn ich im Kino sitze.
[via]
Die DVD des Originals erschien übrigens vor gar nicht allzu langer Zeit bei Koch Media unter dem Titel Ein Haufen verwegener Hunde in hervorragender Qualität.
Aber wie gesagt: Ich glaub's erst, wenn ich im Kino sitze.
[via]
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Thema: TV-Tipps

Auf der Berlinale hat mich Dominik Grafs neuer, auf einem Roman von Kai Meyer basierender Film Das Gelübde enorm begeistert. Arte strahlt den Film nun am kommenden Freitag aus, hier die detaillierten Programminformationen. (Das arte-Programm lässt sich im übrigen mit dem Zattoo-Player (siehe) online sehen)
Ich empfehle diese Möglichkeit ganz dringend, zumal allen Freunden klassischer, vor allem italienischer Gruselfilme, ohne dass sich die Empfehlung nur an diese richten würde. Schade bleibt allein, dass die Möglichkeit, Das Gelübde in einem Kino zu sehen - wo er eigentlich hingehört, wie ich finde -, auch weiterhin wohl kaum besteht.
Aktuell zu Das Gelübde hat Volker Hummel ein Interview mit Dominik Graf auf sein Weblog gestellt, das mir überdies empfehlenswert erscheint. Als Bonus konnte er dem Regisseur noch dessen Dreckiges Dutzend, eine schöne Liste mit deutschen Lieblingsfilmen, abgewinnen.
[Nebenbei: Dominik Grafs 2004 in der Süddeutschen erschienener Essay über den Polizeithriller ist noch immer online]
Nachtrag: Der Film wurde erfreulich positiv von der Presse mit Rezensionen begleitet. FAZ, Spiegel, Tagesspiegel und Welt brachten ausführliche Kritiken.
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Thema: Kinokultur
27. Mai 08 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren

Kurios und zumindest als Geste doch überfällig: Ab Anfang Juni zeigt die Cinémathèque Francaise eine erstaunlich umfangreiche Retrospektive zu einem der sonderbarsten (und berühmt-berüchtigsten) Regisseure des europäischen Nachkriegskinos: Jess Franco. [via]
So umfangreich sein Werk - irgendwas um 300 Filme -, so obskur die einzelnen Beiträge: Schon exploitation, aber doch nicht ganz; irgendwie schon Kunstfilme, aber eben doch nicht ganz. Merkwürdige, undefinierbare Zwitterwesen: Kolportagen ja, aber eben doch nicht so brachial reißerisch, wie man es sich eigentlich vorstellen müsste. Oft genug schnell und schlampig runtergedreht, und doch immer wieder mit dem Gran Gestaltungswillen, dass man darin nicht nur bloße Geldmaschinen sehen kann. Insofern sind sie - was immer man im einzelnen von ihnen halten mag (ja, einige, viele sind sturzlangweilig, aber eben auf sehr spezielle Art) - doch auch Autorenfilme klassischen Zuschnitts: Man erkennt eine (seltsame) Handschrift, eine Signatur der Obessionen, wiederkehrende Stilmittel und Motive (alleine schon, wie sich in fast jedem mir bekannten Franco-Film mindestens eine Bühnenszene befindet, in der es oft genug um das Spiel zwischen Kunst und Realität geht). Wobei dies, zugegeben, eher für seine 'klassische' Periode gilt: Ab den späten 70ern versackte Franco zusehends im Pornosumpf, wo er sich, nach meinem Kenntnisstand, eher mäßig profilierte, sondern wirklich nur noch öde vor sich hin ferkelte.Als maitre würde ich Jess Franco zwar nicht bezeichnen wollen; wohl aber als eines der faszinierendsten Phänomene der hiesigen Filmgeschichte. Viele Trailer finden sich hier.
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Thema: Filmtagebuch
27. Mai 08 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren
» imdb
» filmportal.de

Was das Gewese nur soll, dem deutschen Film gehe es so oder so, und in der Regel nicht gut. Bullshit ist das, es geht ihm prächtig, auch wenn man vielleicht schauen muss, dass man die Diamanten findet. Im Film Eine Stadt wird erpresst findet sich einer auf einem ostdeutschen Feld; im deutschen Filmfeld findet sich Eine Stadt wird erpresst, im Spätprogramm der Öffentlich-Rechtlichen, ein verflucht gutes Stück Genrekino. Und das Schönste: Für Standortpolitik, den deutschen Film betreffend, interessiert er sich nicht die Bohne. Soll man sich im echten Leben ja auch nicht.
Wohl aber interessiert er sich für die Gegend um Leipzig, die Stadt aus dem Titel, und die Leute. Diamanten werden der Stadt abgerungen, in einer konzertierten Sprengstoffaktion, die die Poliizei - vorneweg: Kalinke (Uwe Kockisch), Altlast aus Ostzeiten im Dezernat, dem Oberstaatsanwalt ein Dorn im Auge und gerade vor dem Einsatz noch in einer Drogendisko, wo kein Einsatz ihn hinverschlug, verprügelt worden - zunächst ordentlich nasführt. Doch die Kulisse wechselt: Bald geht's um eine kleine Ortschaft, der Tagebau rückt näher, die Leute sind verzweifelt. Eingeführt wird sie als backwood. Entrückt. Ein wenig wie in einem morbiden grotesken Horrorfilm.
Bei den Ermittlungen bricht zusehends Geschichte auf. Ostgeschichte, Westpolitik. Solidarität und Raubbau. Das Verbrechen steht damit in Zusammenhang, das Ganze, vom Regisseur, hervorragend zusammengeführt. Die Topoi des Polizeifilms, seine Motive und figurativen Konstellationen - mit Leichtigkeit verflicht Graf sie mit der zunächst dafür so ungeeignet erscheinenden Region im Osten der Republik. Die Dialoge sitzen messerscharf, die Kamera sucht sich die Bilder mit eiskaltem Gespür, zugespitzt, pointiert - wie ein hektischer Blick durch's Vesier. Der Schnitt leistet assoziative Höchstarbeit. Alles konzentriert, fokussiert. Der Spannungspegel, die Plotdichte ist enorm, durchgängig. Und der Film ist gebrochen auf
Grafs Film ist, mit einem Wort, großartig. Dass er das italienische Genrekino adaptiert, wie hier vermutet, lässt sich bestätigen; dass Graf dabei nicht nur Stil und Tonfall zuweilen übernimmt, sondern auch die hohe Diskursnähe zumal des italienischen Polizeithrillers adäquat übersetzt, ist in dieser Hinsicht seine große Leistung. Von der verdammt guten Unterhaltung ganz abgesehen: Großes Kino auf kleinem Bildschirm - ein echter Geheimtipp!
» filmportal.de

Was das Gewese nur soll, dem deutschen Film gehe es so oder so, und in der Regel nicht gut. Bullshit ist das, es geht ihm prächtig, auch wenn man vielleicht schauen muss, dass man die Diamanten findet. Im Film Eine Stadt wird erpresst findet sich einer auf einem ostdeutschen Feld; im deutschen Filmfeld findet sich Eine Stadt wird erpresst, im Spätprogramm der Öffentlich-Rechtlichen, ein verflucht gutes Stück Genrekino. Und das Schönste: Für Standortpolitik, den deutschen Film betreffend, interessiert er sich nicht die Bohne. Soll man sich im echten Leben ja auch nicht.
Wohl aber interessiert er sich für die Gegend um Leipzig, die Stadt aus dem Titel, und die Leute. Diamanten werden der Stadt abgerungen, in einer konzertierten Sprengstoffaktion, die die Poliizei - vorneweg: Kalinke (Uwe Kockisch), Altlast aus Ostzeiten im Dezernat, dem Oberstaatsanwalt ein Dorn im Auge und gerade vor dem Einsatz noch in einer Drogendisko, wo kein Einsatz ihn hinverschlug, verprügelt worden - zunächst ordentlich nasführt. Doch die Kulisse wechselt: Bald geht's um eine kleine Ortschaft, der Tagebau rückt näher, die Leute sind verzweifelt. Eingeführt wird sie als backwood. Entrückt. Ein wenig wie in einem morbiden grotesken Horrorfilm.
Bei den Ermittlungen bricht zusehends Geschichte auf. Ostgeschichte, Westpolitik. Solidarität und Raubbau. Das Verbrechen steht damit in Zusammenhang, das Ganze, vom Regisseur, hervorragend zusammengeführt. Die Topoi des Polizeifilms, seine Motive und figurativen Konstellationen - mit Leichtigkeit verflicht Graf sie mit der zunächst dafür so ungeeignet erscheinenden Region im Osten der Republik. Die Dialoge sitzen messerscharf, die Kamera sucht sich die Bilder mit eiskaltem Gespür, zugespitzt, pointiert - wie ein hektischer Blick durch's Vesier. Der Schnitt leistet assoziative Höchstarbeit. Alles konzentriert, fokussiert. Der Spannungspegel, die Plotdichte ist enorm, durchgängig. Und der Film ist gebrochen auf
Grafs Film ist, mit einem Wort, großartig. Dass er das italienische Genrekino adaptiert, wie hier vermutet, lässt sich bestätigen; dass Graf dabei nicht nur Stil und Tonfall zuweilen übernimmt, sondern auch die hohe Diskursnähe zumal des italienischen Polizeithrillers adäquat übersetzt, ist in dieser Hinsicht seine große Leistung. Von der verdammt guten Unterhaltung ganz abgesehen: Großes Kino auf kleinem Bildschirm - ein echter Geheimtipp!
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Thema: Weblogflaneur
» R2-D2
25. Mai 08 | Autor: thgroh | 0 Kommentare | Kommentieren

Wheeledtrashbin. Ein Weblog über die beliebteste Mülltonne aus einer weit, weit entfernten Galaxis - und deren Emanation in die Warenwelt des frühen 21. Jahrhunderts.
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